Steuertipp zu Gewillkürtes Betriebsvermögen

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In Kürze: Gewillkürtes Betriebsvermögen für ein Auto liegt vor, wenn das Auto zu mindestens 10 % und höchstens 50 % für das Unternehmen eingesetzt wird. Dann können sämtliche Kosten für Benzin, Steuern, Versicherung, Abschreibung, Leasingraten, Reparaturen und Finanzierung von der Steuer abgesetzt werden. Sie benötigen dafür lediglich ein so genanntes Anlagenverzeichnis, in dem der Pkw erscheinen muss.

Notwendiges und gewillkürtes Betriebsvermögen

Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen notwendigem und gewillkürtem Betriebsvermögen sowie notwendiges Privatvermögen. Ein Wirtschaftsgut ist dann notwendiges Betriebsvermögen, wenn es ausschließlich und unmittelbar für eigenbetriebliche Zwecke des Steuerpflichtigen genutzt wird oder dazu bestimmt ist. Voraussetzung ist eine betriebliche Nutzung zu mindestens 50 Prozent. Ein Wirtschaftsgut stellt dann notwendiges Privatvermögen dar, wenn es zu mehr als 90 Prozent privat genutzt wird.

Es bleibt mithin ein "offener Teil" der betrieblichen Nutzung zwischen 10% und 50%. Unter gewillkürtem Betriebsvermögen werden Vermögensgegenstände verstanden, die sowohl privat als auch betrieblich genutzt werden. Wenn der Unternehmer diese Wirtschaftsgüter in seiner Buchführung als Betriebsvermögen ausweist, sind sie gewillkürtes Betriebsvermögen. Ob ein Wirtschaftsgut gewillkürtes Betriebsvermögen darstellt oder nicht, hängt somit von der Entscheidung des Unternehmers ab.

Wirtschaftsgüter im notwendigen Betriebsvermögen sind auch dann Betriebsvermögen, wenn sie aufgrund eines Fehlers nicht in der Buchhaltung als solche ausgewiesen sind. Bei der späteren Einbuchung ist das Wirtschaftsgut mit dem Wert zu aktivieren, der zu Buche stehen würde, wenn das Wirtschaftsgut von Anfang an richtig ausgewiesen worden wäre.

PKW als gewillkürtes Betriebsvermögen

Als Folge muss die Privatnutzung des Autos versteuert werden. Die Finanzverwaltung bedient sich dafür einer Pauschale: Sie erfasst die Privatnutzung einfach pauschal mit 1 % pro Monat, also 12 % pro Jahr, vom kompletten Bruttolistenpreis des Wagens zum Zeitpunkt seiner Erstzulassung. Das kann bei teuren, älteren Autos leider dazu führen, dass Sie letztlich doch auf Ihren Kosten sitzen bleiben. Dann müssen Sie in den sauren Apfel beißen und ein Fahrtenbuch führen.

Hinweis: Für Fahrzeuge des gewillkürten Betriebsvermögens kommt die 1-%-Regel für einige Berufsgruppen mit geringer Außendiensttätigkeit nicht mehr zur Anwendung. Stattdessen sind diese Berufsgruppen verpflichtet, den Anteil der Privatnutzung anhand geeigneter Aufzeichnungen zu schätzen. Hier macht es vermutlich Sinn die Aufzeichnungen in Form eines vereinfachten Fahrtenbuchs zu führen.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

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