Maestro

Maestro macht Girocards international

Das Wichtigste in Kürze

  • Girocards (früher EC-Karten) funktionieren eigentlich nur in Deutschland. Durch die Zusammenarbeit mit Mastercard können Kunden die Karten weltweit einsetzen – mit dem Maestro-System.
  • Bei Maestro bestimmen die kartenausgebenden Banken die Kosten. Das Geld wird sofort vom Konto abgebucht.
  • Bei Diebstahl oder Verlust müssen die Kunden die Karte sperren. Bis dahin haften sie mit bis zu 150 Euro, falls die Karte missbräuchlich eingesetzt wird.
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Zum Girokonto gehört für die Deutschen in der Regel die immer noch unter EC-Karte bekannte Girocard. Mit ihr können Bankkunden in Deutschland bezahlen und Geld abheben. Die Karte gehört jedoch zu einem rein deutschen System. Im Ausland würde sie in den meisten Fällen nicht funktionieren. Um das zu ändern, arbeiten die Banken mit internationalen Partnern zusammen, meist Mastercard und Visa. Beide bieten passende Karten an, bei Mastercard handelt es sich um die Maestro-Karte.

Abheben und Bezahlen in Deutschland und der Welt

Das Abheben in Deutschland läuft bei diesen kombinierten („co-badged“) Karten über die Girocard, das Geldabheben im Ausland dagegen über Maestro. Davon bekommt der Kunde nur über die Gebühren etwas mit. Denn beim Abheben mit der Girocard bestimmt der Automatenbetreiber die Kosten, sie werden in der Regel angezeigt. Ausnahmen gelten, falls die Kunden die Geldautomaten der eigenen Bank nutzen, das ist meist kostenlos. Wenn im Ausland jedoch Maestro zum Einsatz kommt, bestimmt die kartenausgebende Bank die Gebühren. Die Kunden können die Kosten im Preis- und Leistungsverzeichnis nachlesen. Zudem können die Automatenbetreiber zusätzliche Gebühren verlangen.

Beim Bezahlen in Deutschland funktionieren beide Systeme. Die Händler stellen ein System in ihren Bezahlterminals ein, die Kunden können aber das andere wählen. Für sie hat das keine Konsequenzen, für die Händler schon: Sie bezahlen unterschiedliche Gebühren. Im Ausland funktioniert die Karte wieder über Maestro, die Gebühren nennen die Banken im Preis- und Leistungsverzeichnis.

Hin und wieder geben Banken in Deutschland auch reine Maestro-Karten aus. Ob das für die Kunden zum Problem wird, hängt ganz davon ab, ob es in der Wohngegend genug Automaten und Geschäfte gibt, die Maestro akzeptieren.

Weltweite Akzeptanz von Maestro

Die Maestro-Karte soll im Gegensatz zum Visa-Produkt V-Pay weltweit akzeptiert werden. Denn im Unterschied zu V-Pay funktioniert Maestro sowohl über den integrierten Chip als auch den Magnetstreifen auf der Karte. Falls im Ausland der Chip nicht ausgelesen werden kann, greifen Kassen und Geldautomaten über den Magnetstreifen auf die Daten zu. Bei V-Pay werden die Daten nicht auf dem Magnetstreifen gespeichert, um das Auslesen der Daten durch Betrüger zu verhindern. Banken, die V-Pay-Karten anbieten, müssen diese erst bei Visa für den weltweiten Gebrauch freischalten lassen.

Maestro zufolge gibt es etwa 15 Millionen Akzeptanzstellen, an denen die Verbraucher die Karte einsetzen können. Ob das an einer bestimmten Kasse oder einem bestimmten Geldautomaten geht, erkennen die Verbraucher an dem Logo, das sowohl auf der Karte als auch auf der Kasse oder dem Geldautomaten zu sehen ist.

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Geld wird sofort abgebucht

Wenn Verbraucher mit der Maestro-Karte Geld abheben oder damit bezahlen, geht der Umsatz direkt vom Konto ab. Diese Art von Karte wird auch als Debitkarte bezeichnet. Im Gegensatz zu den Kreditkarten von Mastercard können die Kunden mit ihren deutschen Maestro-Karten nicht im Internet bezahlen.

Maestro-Karte sperren

Die Kunden müssen die Karte sperren, falls sie verloren geht. Dazu rufen sie entweder bei ihrer Bank oder bei der Sperrnummer 116 116 an. Wenn sie von Deutschland aus anrufen, ist das kostenlos. Bei Auslandstelefonaten fallen entsprechende Gebühren an und die Kunden müssen 0049 als Vorwahl für Deutschland eingeben. Bis zum Sperren haften die Kunden, falls die Karte von Unbefugten genutzt wird. Dafür gilt jedoch eine Maximalgrenze von 150 Euro.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.