Versicherungspflicht

Jeder muss sich krankenversichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema gesetzliche Krankenversicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

In Deutschland ist jeder zu einer Krankenversicherung verpflichtet. Je nachdem, welche Voraussetzungen Sie erfüllen, sind Sie Pflichtversicherter einer gesetzlichen Krankenkasse, müssen sich freiwillig gesetzlich versichern oder wählen eine private Krankenversicherung (PKV). Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) können ihre Kinder und Ehegatten oder Partner in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft kostenfrei mitversichern. Trotz der Pflicht zu einer Versicherung, gibt es Menschen, die weiterhin keine Krankenversicherung besitzen.

Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kasse

Pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung sind grundsätzlich alle Arbeitnehmer, deren Bruttoarbeitsentgelt die aktuell geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) nicht übersteigt. Für das Jahr 2017 beträgt diese 57.600 Euro oder 4.800 Euro pro Monat. Dazu zählen neben dem laufenden monatlichen Bruttoeinkommen auch regelmäßige jährliche Zahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Jeder kann frei wählen, bei welcher gesetzlichen Krankenkasse er Mitglied wird. Da sich die Krankenkassen zumindest in kleinen Teilen in ihren Leistungen unterscheiden, lohnt sich ein Vergleich.

Mehr dazu im Ratgeber gesetzliche Krankenversicherung

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Leistungen meist gleich

  • Kassen erheben unterschiedliche Zusatzbeiträge.
  • Achten Sie auf Zusatzleistungen und Erstattungen.
  • Sie dürfen die Krankenkasse jederzeit wechseln.

» Zum Ratgeber

Von uns empfohlene Anbieter:

Zum Jahreswechsel hebt der Gesetzgeber regelmäßig die Gehaltsgrenze an, ab der sich ein Arbeitnehmer privat versichern darf. Lag das Jahreseinkommen eines Angestellten bisher über dieser Jahresarbeitsentgeltgrenze und fällt es mit Beginn eines neuen Jahres wieder darunter, tritt grundsätzlich die Krankenversicherungspflicht in der gesetzlichen Versicherung ein. Sie haben dann ein Sonderkündigungsrecht.

Das gilt auch, wenn die Jahresarbeitsentgeltgrenze im Laufe eines Kalenderjahres nicht nur vorübergehend unterschritten wird (zum Beispiel per Tarifvertrag durch Verringerung der Arbeitszeit). Wer möchte, kann diese Gelegenheit nutzen, um von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren. Sinkt das Gehalt nur vorübergehend, etwa durch Kurzarbeit oder eine Wiedereingliederung bei längerer Arbeitsunfähigkeit, hat das keine Auswirkung auf die Krankenversicherungspflicht.

Achtung

Privat versichert bleiben

Fällt Ihr Gehalt unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze, weil der Gesetzgeber die Schwelle angehoben hat, müssen Sie eigentlich in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Falls Sie aber privat versichert bleiben möchten, können Sie sich von der Versicherungspflicht befreien lassen.

Wer sich gesetzlich krankenversichern muss

Geregelt ist die Versicherungspflicht im Sozialgesetzbuch (SGB, Paragraf 5 SGB V). Demnach sind vor allem folgende Personen zur gesetzlichen Krankenversicherung verpflichtet:

  • Arbeitnehmer, deren Arbeitsentgelt aus der Beschäftigung mehr als 450 Euro monatlich beträgt, aber die aktuelle Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt;
  • Auszubildende, Studierende und Praktikanten, die eine in Studien- oder Prüfungsordnungen vorgeschriebene berufspraktische Tätigkeit ohne Arbeitsentgelt verrichten;
  • Rentnerinnen und Rentner, sofern bestimmte Vorversicherungszeiten erfüllt sind;
  • Bezieher von Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld nach dem SGB III sowie unter bestimmten Voraussetzungen auch Bezieher von Arbeitslosengeld II;
  • land- und forstwirtschaftliche Unternehmer und ihre mitarbeitenden Familienangehörigen sowie Altenteiler in der Landwirtschaft;
  • Künstler und Publizisten;
  • Menschen ohne anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall, die zuletzt gesetzlich krankenversichert waren oder der gesetzlichen Krankenversicherung zuzuordnen sind.
Achtung

Einige Nichtversicherte müssen zurück in die PKV

Durch die seit 2009 geltende allgemeine Krankenversicherungs-pflicht in Deutschland müssen auch diejenigen, die früher mal die PKV verlassen haben und nun nicht mehr krankenversichert sind, wieder zurück in die private Krankenversicherung. 

Wer als Arbeitnehmer versicherungspflichtig wird, muss sich innerhalb von zwei Wochen für eine Krankenkasse entscheiden. Nach Ablauf dieser Frist kann der Arbeitgeber ihn bei einer Krankenkasse seiner Wahl anmelden.

Nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung sind demnach Menschen, die hauptberuflich selbstständig beziehungsweise freiberuflich erwerbstätig sind sowie Beamte, Richter und Zeitsoldaten. Außerdem endet die Versicherungspflicht aus der gesetzlichen Krankenkasse für Angestellte, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen die jeweils geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet.

Freiwillig versichert in der Gesetzlichen

Wer zu den nicht oder nicht mehr versicherungspflichtigen Personen gehört, muss sich entweder freiwillig in der GKV versichern oder einer privaten Krankenversicherung beitreten. Dabei gilt: Niemand, der zuvor gesetzlich krankenversichert war, muss diese verlassen. Insbesondere Existenzgründer müssen keineswegs in die PKV eintreten, sondern können und sollten sich in der Regel freiwillig gesetzlich versichern.

Sobald Angestellte, die freiwillig versichert waren, in Rente gehen, sind sie entweder pflichtversichert in der Krankenversicherung der Rentner oder müssen sich weiterhin freiwillig versichern. Die Mitgliedschaft in der Krankenversicherung der Rentner hat den Vorteil, dass weniger Beiträge fällig werden.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema gesetzliche Krankenversicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Sollen wir Sie
zum Thema gesetzliche Krankenversicherung
sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten?

Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps - kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

  • Wertvolle Spartipps für Ihr Geld
  • Urteile, die Sie kennen sollten
  • Updates zu unseren beliebten Rechnern und Musterschreiben
  • Unverbindlich und jederzeit kündbar


Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

Vielen Dank für Ihre Anmeldung

Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

  1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
  2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
  3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei

Artikel verfasst von

Finanztip-Redaktion

Die Experten für Verbraucherfinanzen

Die Finanztip-Redaktion besteht aus einem Team von Experten, die völlig unabhängig für Sie recherchieren, damit Sie die beste Entscheidung treffen können. Die Experten arbeiten in den Teams Bank & Geldanlage, Versicherung & Vorsorge, Recht & Steuern sowie Energie/Reise/ Mobilität & Medien. Bei der Wahl der Zeitschrift „Wirtschaftsjournalist“ zur Wirtschaftsredaktion des Jahres belegte die Redaktion 2015 den zweiten Platz.

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.