Gold kaufen

So finden Sie die besten Barren oder Münzen

Das Wichtigste in Kürze

  • Wollen Sie in Gold anlegen, haben Sie die Wahl zwischen Barren und Münzen oder Wertpapieren.
  • Wollen Sie das Gold als Sicherheit gegen Krisenzeiten zur Seite legen, sollten Sie physisches Gold kaufen.
  • Die günstigsten Preise finden Sie auf Vergleichsportalen.
  • Geht es Ihnen darum, nur die Schwankungen im Portfolio zu mindern, können Sie über Wertpapiere (ETCs) nachdenken.
  • Bei einer Insolvenz des Emittenten müssen Sie möglicherweise um die Lieferung des physischen Goldes fürchten.
  • Auf physisches Gold und ETCs mit einem Lieferanspruch von Gold zahlen Sie keine Abgeltungssteuer.

So gehen Sie vor

  • Entscheiden Sie sich, ob Sie physisches Gold oder Wertpapiere (ETCs) kaufen wollen.
  • Wir empfehlen physisches Gold. Wählen Sie aus, welche Barren oder Münzen genau Sie haben wollen.
  • Wir empfehlen den Kauf über eines der beiden Internetportale gold.de oder goldpreis.de.
  • Wägen Sie ab, wo Sie das Gold lagern möchten: im Bankschließfach oder im eigenen Tresor. Ein Schließfach kostet rund 40 Euro Miete im Jahr.
  • Gold-ETCs können Sie über Ihr reguläres Wertpapierdepot erwerben.
  • Tipp: Sollen wir Sie zum Thema Gold sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

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Wenn Sie besorgt sind, dass in zukünftigen finanziellen Krisen Ihr Vermögen große Einbußen erleidet, können Sie einen geringen Anteil in Gold anlegen.

Beachten Sie aber, dass Gold auf lange Sicht im Wert stärker schwankt und weniger Rendite bringt als eine breit gestreute Anlage in Aktien. Es eignet sich allenfalls, um ein aktienbasiertes Portfolio etwas weniger anfällig für Schwankungen zu machen. Finanztip empfiehlt deshalb, einem Aktienportfolio nicht mehr als 10 Prozent Gold beizumischen.

Rendite und Schwankungen Aktien-Portfolio mit Gold-Anteil (1975 - 2016)

  durchschnittliche Rendite pro Jahr Schwankungen pro Jahr*
nur Gold 4 % 16,1 %
nur Aktien 8,8 % 15,4 %
90 % Aktien, 10 % Gold 8,6 % 14,9 %

* durchschnittliche Standardabweichung der monatlichen Renditen (annualisiert) Quelle: Bundesbank, Finanztip-Berechnung (Stand: 9. Juni 2016)

Ausführlicheres zur Wertenwicklung von Gold lesen Sie in unserem Ratgeber Gold.

Wenn Sie sich für ein Goldinvestment entscheiden, haben Sie mehrere Möglichkeiten: Sie können entweder Münzen und Barren kaufen – das Gold also physisch erwerben – oder in entsprechende Wertpapiere investieren, die an der Börse gehandelt werden. Für beide Anlagevarianten sollten Sie die wichtigsten Kaufkriterien und Abläufe kennen.

Kaufen Sie physisches Gold

Der Preis von physischem Gold richtet sich nach dem Gewicht der Barren und Münzen. Das Gewicht von Goldbarren wird meist in Gramm angegeben und reicht von 1 Gramm bis hin zu etwa 12,5 Kilogramm, bei Münzen variiert das Gewicht meist zwischen einer Unze (31,1 Gramm) und einer Zehntel Unze. Die Preisunterschiede zwischen gleich schweren Münzen und Barren sind relativ gering, meist sind Barren aufgrund der weniger aufwendigen Herstellung etwas günstiger.

Achten Sie bei Goldbarren darauf, dass sie eine Reinheit von mindestens 999,9 Tausendstel aufweisen und von der Londoner Rohstoffbörse LBMA zertifiziert sind. Ansonsten kann es sein, dass Sie beim Verkauf der Barren mit leichten Abzügen rechnen müssen.

Die beliebtesten Goldmünzen
Bei Münzen ist von besonderer Bedeutung, dass es einen großen Zweitmarkt gibt und Sie sie im Bedarfsfall schnell und einfach weiterverkaufen können. Folgende Münzen eigenen sich zur Geldanlage, da sie in unlimitierter Auflage hergestellt werden und damit keine versteckten Preisaufschläge haben:

  • Krügerrand
  • Maple Leaf
  • American Eagle
  • China Panda
  • Britannia
  • Wiener Philharmoniker
  • Buffalo
  • Nugget – auch Känguru genannt
  • Centenario Mexiko


Physisches Gold zu kaufen, ist nicht günstig. Der größte Bestandteil der Kosten ist die Marge des Händlers, die im Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis zum Ausdruck kommt. Die Differenz ist umso größer, je kleiner das Gewicht ist, da dann im Vergleich zum reinen Goldwert die Herstellungs- und Vertriebskosten anteilig größer sind. Nachfolgende Tabelle zeigt als Beispiel die Unterschiede für die Goldmünze Krügerrand beim Händler Pro Aurum.

Unterschied von Kauf- und Verkaufspreis eines Krügerrands

Gewicht Kaufpreis Verkaufspreis Differenz
1/10 Unze 134,50 € 119,50 € -11 %
¼ Unze 325,50 € 297,50 € -9,4 %
½ Unze 635,00 € 594,50 € -6,4 %
1 Unze 1.228,50 € 1.189,50 € -3,2 %

Quelle: Pro Aurum (Stand: 9. November 2016)

Für Münzen empfehlen wir Ihnen, ein möglichst hohes Gewicht zu wählen. Wenn Sie lieber Barren kaufen, müssen Sie abwägen: Einerseits sind die Kosten bei höherem Gewicht auch hier etwas niedriger. Andererseits müssen Sie mit hohen Transaktionskosten rechnen, falls Sie nur einen Teil Ihres Goldes verkaufen wollen. Dann müssen Sie zunächst den ganzen Barren abstoßen und anschließend eine kleinere Einheit erwerben. Nachfolgende Tabelle zeigt die Unterschiede zwischen Kauf- und Verkaufskurs für verschiedene Größen Goldbarren beim Händler Pro Aurum.

Unterschied von Kauf- und Verkaufspreis von Goldbarren

Gewicht Kaufpreis Verkaufspreis Differenz
50 Gramm 1.954 € 1.892 € -3,2 %
100 Gramm 3.891 € 3.783 € -2,8 %
250 Gramm 9.677 € 9.462 € -2,2 %
500 Gramm 19.288 € 18.915 € -1,9 %
1000 Gramm 38.505 € 37.830 € -1,8 %

Quelle: Pro Aurum (Stand: 9. November 2016)

Auf Vergleichsportalen finden Sie den besten Preis

Überregionale Anbieter wie Degussa und Pro Aurum, die in deutschen Großstädten mit Filialen vertreten sind, sind nur ein möglicher Ort, um Gold zu kaufen. Der Vorteil ist, dass Sie direkt in einer der Filialen bei einem vertrauenswürdigen Händler einkaufen können.

Der Nachteil ist, dass Sie in den Filialen meist mehr bezahlen müssen als im Internet. Den besten Preis können Sie mit Hilfe von Vergleichsportalen finden. Beim Onlinekauf kommt es jedoch nicht nur auf den günstigsten Preis an, sondern auch darauf, ob der Händler Ihr Vertrauen verdient.

Diese Portale können wir empfehlen
In unserem Test vom Februar 2015 mit Überprüfung im März 2016 schneiden die Portale gold.de und goldpreis.de am besten ab. Dort erhalten Sie eine übersichtliche und vollständige Darstellung der Angebote. Die genauen Testbedingungen finden Sie im Abschnitt So haben wir getestet.

Die Angebote von gold.de und goldpreis.de decken sich zu großen Teilen. Grundsätzlich sollten Sie beim Kauf auf folgende Punkte achten: 

Der vermittelte Händler ist Mitglied im Berufsverband - Wir empfehlen Ihnen, nur bei Händlern einzukaufen, die im Berufsverband des deutschen Münzhandels vertreten sind. Da Sie in den allermeisten Fällen Ihre Bestellung per Vorkasse bezahlen müssen, ist die Verlässlichkeit des Verkäufers besonders wichtig. Alle Händler, die dem Berufsverband angehören, garantieren die Echtheit der verkauften Objekte und verpflichten sich fachlicher und kaufmännischer Sorgfalt beim Handel mit den Edelmetallen. Eine Liste aller angeschlossenen Firmen finden Sie hier.

Auf den vorhandenen Lagerbestand achten - Bei kleineren Händlern kann es vorkommen, dass sie die Münzen und Barren zwar zu günstigen Preisen anbieten, diese jedoch nur in geringen Stückzahlen vorhanden sind oder Sie für größere Mengen einen höheren Preis bezahlen müssen.

Versandkosten können hoch sein - Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Händlern auf den jeweiligen Vergleichsportalen sind für die gängigen Objekte meist gering. Allerdings spielen die Versandkosten aufgrund des Wertes des versicherten Paketes eine große Rolle. Sie können sich um 10 Euro und mehr unterscheiden. Vergleichen Sie daher immer den Gesamtpreis inklusive Versand.

gold.de
Vergleichsportal für Goldmünzen und -barren

  • übersichtliche Darstellung mit Händlerinformationen
  • Versandkosten in Gesamtpreis einberechnet
  • Uhrzeit der letzten Preisabfrage einsehbar

goldpreis.de
Vergleichsportal für Goldmünzen und -barren

  • übersichtliche Darstellung mit Händlerinformationen
  • Versandkosten in Gesamtpreis einberechnet

goldpreis.de

Lagern Sie das Gold richtig

Ein heikler Punkt ist die Lagerung von Gold. Schon eine kleine Menge Gold ist so wertvoll, dass Sie kleine und daher relativ leichte Barren gut zu Hause verstecken und im Notfall auch transportieren können. So ist ein Goldbarren mit einem Gewicht von einem Kilogramm im Wert von mehr als 30.000 Euro kleiner als die meisten handelsüblichen Smartphones.

Alternativ können Sie Gold auch in einem Bankschließfach lagern. Die Kosten für einen Safe bei einer Bank beginnen bei etwa 40 Euro im Jahr. Rechtlich gesehen ist das Schließfach Sondervermögen und somit bei einer Insolvenz des Geldinstituts vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt.

In jedem Fall sollten Sie überprüfen, unter welchen Bedingungen Ihre Hausratversicherung im Schadensfall für einen Verlust aufkommt. Bei guten Versicherungen ist Gold sowohl bei Lagerung zu Hause als auch im Bankschließfach abgesichert. Die Banken haften oft nur für einen beschränkten Wert des Schließfachs.

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Edelmetall-Depot als Alternative

Eine Alternative zum Kauf von Barren und Münzen sind sogenannte Edelmetall-Depots. Dabei können Sie Eigentum an Gold erwerben, das die Anbieter in Tresoren lagern. Rechtlich gesehen sind die eingelagerten Barren Sondereigentum und somit im Falle einer Insolvenz des Anbieters vor dem Zugriff anderer Gläubiger geschützt. Diese Form der Goldanlage ist in puncto Sicherheit mit dem Kauf von physischem Edelmetall vergleichbar.

Die Kosten für ein Edelmetall-Depot sind in der Regel höher als für die Lagerung im Bankschließfach. So verlangt der Anbieter Pro Aurum beispielsweise eine Gebühr von etwa 0,75 Prozent des Goldwerts pro Jahr. Manche Anbieter wie die Solit GmbH werben damit, das Gold in der Schweiz zu verwahren und somit vor einem eventuellen Zugriff des deutschen Staates zu schützen.

In Deutschland dagegen gab es schon Währungskrisen, etwa 1923 zur Zeit der Hyperinflation, in denen der Goldbesitz und -handel eingeschränkt wurde. In der Schweiz war Gold dagegen noch nie verboten. Dafür müssen Sie allerdings mit noch höheren Kosten rechnen. Es fallen ein Ausgabeaufschlag von 5 Prozent der Anlagesumme sowie eine jährliche Verwaltungsgebühr von 1,6 Prozent an.

Mehr dazu im Ratgeber Hausratversicherung

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

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  • Nutzen Sie Vergleichsportale im Internet.
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  • Versichern Sie sich auch gegen grobe Fahrlässigkeit und Rauch- und Rußschäden.

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Von uns empfohlene Portale:

Gold über die Börse kaufen kann riskant sein

An den Börsen werden verschiedene Wertpapiere gehandelt, die versuchen, die Entwicklung des Goldpreises abzubilden. Die meisten werden in Form von Zertifikaten oder sogenannten Exchange Traded Commodities (ETCs) angeboten. Zertifikate können zum Beispiel Optionsscheine sein, also spekulative Papiere. Sie sind in der Regel nicht mit physischem Gold hinterlegt, Emittenten sind häufig Banken.

Bei den ETCs handelt es sich in der Regel um Schuldverschreibungen, die einen Anspruch auf die physische Lieferung von Gold beinhalten. In Deutschland sind eine Reihe von ETCs handelbar, darunter Xetra Gold, Euwax Gold und der Deutsche Bank Physical Gold ETC. Emittent von Xetra Gold ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Börse, Emittent von Euwax Gold eine Tochter der Börse Stuttgart. Das Gold der Deutsche Bank ETCs wird durch einen Treuhänder verwahrt.

Bei Wertpapieren auf Gold haben Sie generell das Risiko, dass der Emittent – etwa in einer schweren Finanzkrise – insolvent wird. Bei Zertifikaten würden Sie Ihr eingesetztes Geld verlieren. Das widerspräche also völlig dem Sinn der Anlage in Gold. Bei ETCs, die einen Anspruch auf physische Lieferung des Goldes beinhalten, können Sie hoffen, dass Sie dieses dann auch tatsächlich vom Emittenten oder Treuhänder bekommen. Möglicherweise müssten Sie den Anspruch vor Gericht durchsetzen. 

Ist Ihnen bei Ihrem Goldinvestment also wichtig, über eine Reserve für den Notfall zu verfügen, sind Goldmünzen und -barren die bessere Wahl. Dieses haben Sie sicher im Tresor. Wollen Sie Gold beimischen, um grundsätzlich die Schwankungsbreite Ihres Portfolios zu verringern, können Sie über mit Lieferanspruch hinterlegte Gold-ETCs nachdenken. Dafür brauchen Sie ein günstiges Wertpapierdepot

Mehr dazu im Ratgeber Wertpapierdepot

Sara Zinnecker
Finanztip-Expertin für Banken und Geldanlage

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Unsere Anbieter-Empfehlung:

Gold-Fonds und Goldminen-Aktien sind keine Alternative

Weltweit werden an den Börsen nicht nur Zertifikate auf Gold angeboten, sondern auch Investmentfonds, sogenannte Gold-ETFs. Die Besonderheit daran ist, dass sie mit physischem Gold besichert sind und rechtlich gesehen Sondervermögen darstellen. Bekanntestes Beispiel ist der SPDR Gold Shares.

Der Haken ist, dass diese Produkte nicht in Deutschland zugelassen sind, da sie gegen die Richtlinien für Investmentfonds verstoßen. Diese Regeln besagen, dass der Besitz des Investmentfonds auf mehrere Positionen aufgeteilt werden muss und somit nicht nur aus Gold bestehen darf. Konnten Anleger die Gold-ETFs früher noch über ausländische Börsen kaufen, ist dies seit Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) am 22. Juli 2013 nicht mehr erlaubt.

Weitläufig gelten Aktien oder Aktienfonds von Goldminen-Betreibern als Alternative zum direkten Investment in Gold. Der Vorteil von Aktienfonds ist, dass sie Sondervermögen sind und Anleger dadurch im Insolvenzfall der ausgebenden Fondsgesellschaft geschützt sind.

Historische Vergleiche zeigen, dass der Goldpreis allerdings nur für einen Bruchteil der Kursentwicklung der Unternehmen verantwortlich ist. Es gibt viele andere Faktoren, die Einfluss auf den Börsenkurs haben, etwa der unternehmerische Erfolg der Firma und die allgemeine Entwicklung des Aktienmarktes. Zudem schützen sich die Unternehmen meist vor großen Veränderungen des Goldpreises, sodass die Betriebsgewinne sich unabhängig von den Edelmetall-Börsen entwickeln können. Wir raten Ihnen daher davon ab, in diese Aktien und Fonds zu investieren, wenn Sie eigentlich an einer Geldanlage in Gold interessiert sind.

Steuern bei der Anlage in Gold

Physisches Gold unterliegt nicht der Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge. Damit ist der Verkauf steuerfrei, wenn Sie Ihre Münzen oder Barren länger als zwölf Monate besessen haben. Auch Wertpapiere sind abgeltungssteuerfrei, sofern sie den Anspruch zur Lieferung von physischem Gold beinhalten. Ein Beispiel ist Xetra Gold, ein auf dem Börsenplatz Xetra gehandelter Indexfonds auf den Goldpreis. Auf Gewinne aus Wertpapieren, die diesen Lieferanspruch nicht miteinschließen, fällt dagegen Abgeltungssteuer an.

Folgendes Beispiel zeigt, dass sich der Kauf von physischem Gold im Vergleich zu abgeltungssteuerbehafteten Börsenpapieren lohnt, sobald der Kurs von Gold im betrachteten Zeitraum steigt. 

Kauf von Goldmünzen und Wertpapier im Vergleich

  Goldmünzen¹ Wertpapier²
Ankauf inklusive Kosten 10.000 € 10.000 €
Wert nach 10 Jahren, Kurssteigerung von 3 % p.a., inklusive jährlicher Kosten 12.991 € 13.040 €
Wert nach Verkauf, inklusive Abgeltungssteuer für Wertpapier 12.527 € 12.192 €
Rendite nach Kosten 2,28 % p.a. 2,02 % p.a.

¹Annahmen Goldmünzen: Unterschied Kauf- und Verkaufspreis 3,57 %, Lagerkosten 40 Euro p.a.
²Annahmen Wertpapier: Unterschied Kauf- und Verkaufspreis 0,28 %, Verwaltungskosten 0,3 %, Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag 26,4 %, Kosten Kauf und Verkauf je 10 €

Quelle: Finanztip-Berechnung (Stand: 9. Juni 2016)

Der Kauf von Münzen und Barren ist außerdem von der Mehrwertsteuer befreit. Ausnahme sind einige Sammlermünzen, deren Reinheitsgehalt geringer ist und die sich ohnehin nicht zur Geldanlage eignen.

Achten Sie darauf, dass Goldkäufe – wie auch Aktienkäufe oder der Erwerb anderer Wertpapiere – vom Widerruf ausgenommen sind. Das Bürgerliche Gesetzbuch begründet die Ausnahme damit, dass der Preis „von Schwankungen auf dem Finanzmarkt abhängt, auf die der Unternehmer keinen Einfluss hat“ (§ 312 (2) Nr. BGB).

So haben wir getestet

Vergleich Onlineportale Goldkauf

Im Februar 2015 haben wir das Internet nach Portalen durchsucht, auf denen Händler gelistet sind, die Goldmünzen und -barren verkaufen. Dazu haben wir die ersten 50 Treffer der Suchmaschine Google für die Suchbegriffe „Gold kaufen“, „Goldbarren kaufen“, „Goldmünzen kaufen“, „Gold Preisvergleich“, „Goldmünzen Preisvergleich“ und „Goldbarren Preisvergleich“ ausgewertet. Dabei haben wir insgesamt sechs Portale gefunden. Anfang März 2016 haben wir erneut diese sechs Portale überprüft.

Ein Portal, das Finanztip empfiehlt, muss diese Bedingungen erfüllen:

Versandkosten korrekt dargestellt - Der Verbraucher zahlt immer den Goldpreis plus Versandkosten. Doch letztere können hoch sein und variieren je nach Warenwert. Daher setzen wir als Kriterium, dass das Portal dem Käufer den tatsächlichen Endpreis ausweisen muss, also die Summe aus Kaufpreis und den tatsächlichen Versandkosten.

Händlerinformationen auf Seite einsehbar - Wir empfehlen Ihnen, nur bei einem Händler einzukaufen, der Mitglied im Berufsverband des deutschen Münzhandels ist. Diese Händler garantieren die Echtheit der verkauften Objekte und verpflichten sich fachlicher und kaufmännischer Sorgfalt beim Handel mit den Edelmetallen. Diese Information muss auf der Webseite des Portals einsehbar sein.

Die Portale gold.de und goldpreis.de erfüllen alle Kriterien. Folgende Tabelle fasst die Ergebnisse zusammen.

Portale zum Goldkauf im Vergleich

  Versandkosten korrekt dargestellt Händlerinformationen einsehbar
gold.de ja ja
goldpreis.de ja ja
bullion-investor.com nein ja
gold-preisvergleich.com nein nein
goldfixing.de nein nein
silbergoldpreis.de nein nein

Quelle: Webseiten der Anbieter (Stand: 3. März 2016)

Aufgefallen ist uns, dass sich Preise minütlich um einige Euro ändern können. Rufen Sie die Portale zeitgleich auf, erhalten Sie bei denselben Anbietern auch dieselben Preise. Gold.de listet zuweilen Anbieter in der Übersicht, die goldpreis.de nicht listet und umgekehrt. Manchmal liefert ein Anbieter den günstigsten Preis, der nur auf einem der beiden Portale aufgeführt wird. Wenn Sie also nach dem absolut günstigsten Preis Ausschau halten, lohnt es, vor dem Kauf noch einmal auf den Portalen zu vergleichen.

Die Ansicht auf gold.de hat den Vorteil, dass sie die Uhrzeit anzeigt, zu der der Händlerpreis zuletzt abgefragt wurde. Das kann entscheidend sein, denn manchmal übernehmen die Portale den Preis vom Händler um einige Minuten zeitverzögert.

 

 

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Sara Zinnecker

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Sara Zinnecker ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.