Handy verkaufen

So verkaufen Sie Ihr gebrauchtes Handy zum Höchstpreis

Das Wichtigste in Kürze

  • Je nach Modell können Sie für Ihr gebrauchtes Handy 100 Euro und mehr erhalten.
  • Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Sie können das Gerät entweder selbst verkaufen oder einfach an einen Ankäufer schicken.
  • Den höchsten Verkaufspreis erzielen Sie tendenziell, wenn Sie Ihr Handy auf Ebay oder Amazon anbieten. Die Marktplätze verlangen allerdings eine Gebühr von rund 10 Prozent des Verkaufspreises.
  • Mit Ankaufsportalen haben Sie kaum Aufwand und machen Ihr Gebrauchtes schneller zu Geld.

So gehen Sie vor

  • Wenn es möglichst schnell und einfach gehen soll, schicken Sie das Handy an ein Ankaufsportal. Welcher Ankäufer aktuell das meiste Geld für Ihr Modell bezahlt, finden Sie mit der Vergleichsseite handyverkauf.net heraus.
  • Wollen Sie mehr Geld rausholen und sind bereit, etwas Zeit aufzuwenden, dann stellen Sie Ihr Handy auf Ebay oder Amazon zum Verkauf ein. Achten Sie auf gelungene Fotos ohne Blitzlicht.
  • Welchen Preis Sie erzielen können und was der optimale Zeitpunkt für den Verkauf ist, erfahren Sie auf bidvoy.net.
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Ob Samsung Galaxy, Apple iPhone oder Huawei: Ständig kommen neue Smartphones auf den Markt mit immer ausgefeilteren Funktionen. Wenn Sie auf dem neuesten Stand der Technik bleiben wollen, geht das mächtig ins Geld. Einen Teil der Kosten für ein neues Handy können Sie aber ganz leicht reinholen – indem Sie Ihr altes Gerät verkaufen oder an einen Ankäufer schicken, der den Verkauf organisiert. Gebrauchte Smartphones sind meist noch weit mehr als 100 Euro wert.

Ankauf: schnell und einfach Geld bekommen

Sie haben keine Zeit oder Lust, Ihr Handy selbst zu verkaufen? Dann könnte der Ankauf durch Händler eine komfortable Alternative sein. Auf Ankaufsportalen im Internet können Sie das Gerät schnell und ohne viel Aufwand zu Geld machen. Sie müssen nur das Modell kennen und wenige Angaben zum Zustand machen. Daraufhin nennt die Ankaufseite einen Preis. Wenn Sie ihn akzeptieren, schicken Sie Ihr Handy einfach ein, und innerhalb weniger Tage landet der Betrag auf Ihrem Bankkonto.

Der Komfort hat jedoch seinen Preis, weil der Ankäufer natürlich auch etwas verdienen will. Dadurch sinkt der Preis, den Verkäufer beim Handy-Ankauf erzielen. So betrug der Erlös für ein iPhone 5 mit 16 GB Speicher im Juli 2014 je nach Zustand zwischen 53 und 98 Prozent des durchschnittlichen Ebay-Verkaufspreises. Im Schnitt lag der Ankaufspreis bei 80 Prozent vom Ebay-Preis. Das bedeutet, dass der Ankäufer etwa 20 Prozent vom Handywert für seine Dienstleistung bekommt. Zum Vergleich: Amazon und Ebay berechnen dem Verkäufer rund 10 Prozent Gebühren.

Es gibt zahlreiche Unternehmen, die gebrauchte Handys ankaufen. Die bekanntesten sind:

  • duverkaufst.de
  • flip4new.de
  • momox.de
  • rebuy.de
  • sellhappy.de
  • verkaufsuns.de
  • wirkaufens.de
  • zoxs.de

Der Preis, den die einzelnen Seiten für den Handy-Ankauf eines bestimmten Modells bezahlen, kann sich stark unterscheiden: Für ein gut erhaltenes iPhone 4S mit 16 Gigabyte Speicherplatz lagen die Beträge zum Testzeitpunkt zwischen 144 und 237 Euro. Es lohnt sich also zu vergleichen. Dazu müssen Sie nicht alle Ankaufsseiten im Internet selbst abklappern. Benutzen Sie stattdessen ein Vergleichsportal, das die Preise zahlreicher Ankäufer kennt.

Den besten Ankäufer finden mit handyverkauf.net

Wir haben zehn Vergleichsseiten getestet, indem wir die Preise von drei Handymodellen abgefragt haben. Die besten Ergebnisse lieferten handyverkauf.net und recyclingmonster.de – beide Webseiten sind vom gleichen Unternehmen.

handyverkauf.net
Vergleichsportal für Handy-Ankäufer

  • zeigte im Test die höchsten Ankaufspreise an
  • gute Bedienung und übersichtliche Darstellung
  • vergleicht die Preise von neun Ankäufern
handyverkauf.net
  • Auf handyverkauf.net geben Sie die ersten Buchstaben Ihres Handymodells ein und erhalten sofort Vorschläge, um welches Gerät es sich exakt handeln könnte. Den Zustand können Sie in fünf Stufen angeben, von neuwertig bis schlecht.
  • Anschließend erhalten Sie eine Übersicht von bis zu zehn Ankäufern mit den Preisen, die sie für Ihr Gerät zahlen würden. Zusätzlich listet die Seite weitere hilfreiche Angaben auf, wie die Auszahlungsart und -dauer und ob der Versand kostenlos ist.
  • Wenn Ihre Angaben korrekt waren, bekommen Sie den genannten Betrag innerhalb kurzer Zeit – und haben schon mal die Anzahlung für Ihr neuestes Smartphone zusammen.

Den besten Preis erzielen Sie auf Ebay und Amazon

Einen höheren Verkaufspreis im Vergleich zu den Ankäufern können Sie auf Auktions- und Verkaufsplattformen wie Ebay und Amazon erzielen. Das hat unsere Stichprobe gezeigt. Dabei unterscheiden sich die Verkaufsformen auf den beiden Webseiten zum Teil.

Das klassische Auktionsverfahren von Ebay hat für Sie als Verkäufer den Vorteil, dass Bietergefechte zum Ende der Laufzeit dafür sorgen, dass der Preis nach oben schnellt. Auf Amazon hingegen verkaufen Sie zum Festpreis und können damit nach und nach heruntergehen, falls Sie keinen Abnehmer finden. Das entspricht einer Rückwärtsauktion, auch holländische Auktion genannt. Sie hat für Verkäufer den Vorteil, dass der potentielle Käufer das Gefühl bekommen kann, jetzt schnell zuschlagen zu müssen, bevor es ein anderer tut und ihm das begehrte Smartphone vor der Nase wegschnappt. Wenn Sie möchten, können Sie auch auf Ebay mit einer Art Rückwärtsauktion verkaufen, dem sogenannten Sofortkauf.

So verkaufen Sie auf Ebay und Amazon

Ebay und Amazon können Sie nicht umsonst nutzen. Beide Webseiten berechnen eine Gebühr, wenn Sie darüber etwas verkaufen. Wie viel Sie bei einem Handyverkauf an die Plattformen bezahlen müssen, haben wir in der folgenden Tabelle für Sie zusammengestellt.

Gebühren von Amazon und Ebay

    Verkaufsprovision   fixe Gebühr   Beispiel: Gesamtgebühren bei 200 € Handypreis
Amazon   11 %¹   1,14 €   23,45 €
Ebay   10 %   0 €²   20 €


¹ Näherungswert. Exakte Berechnung: Verkaufsprovision von 10 %, darauf luxemburgische Umsatzsteuer von 15 %, abzüglich Versandkostenzuschuss von 0,69 €.
² 0,50 € ab der 21. Auktion im Monat.

Quelle: Unternehmensangaben, Finanztip-Berechnung (Stand: 11. Juli 2014)

Wenn Sie Ihr altes Handy auf Ebay oder Amazon einstellen, beschreiben Sie es genau und seien Sie ehrlich. Es zahlt sich nicht aus, wenn Sie zum Beispiel den Riss auf der Rückseite Ihres iPhones verschweigen. Bestenfalls kommen Sie zwar juristisch ungeschoren davon, verspielen aber mit einer negativen Bewertung durch den Käufer wahrscheinlich die Chance auf künftige Verkaufserfolge. Vertrauen schaffen Sie, wenn Sie auf Fragen potentieller Käufer antworten. Ihre Antworten können Sie in der Auktion veröffentlichen, sodass Sie keine Anfragen doppelt bearbeiten müssen.

Schöne Fotos steigern den Preis

Gelungene Fotos lassen den Verkaufspreis in die Höhe schnellen, denn die potentiellen Käufer „verlieben“ sich viel eher in ein schönes Bild als in nüchterne technische Daten. Die Fotos sollten Ihr Mobiltelefon von der Schokoladenseite zeigen, aber keine Beschädigungen verschleiern. Schießen Sie die Fotos selbst und verwenden Sie keine Bilder aus anderen Auktionen oder von der Internetseite des Herstellers. Denn das verstößt gegen das Urheberrecht und könnte eine teure Abmahnung nach sich ziehen.

Achtung

Persönliche Daten löschen

Bevor Sie Ihr Handy abgeben, sollten Sie eine eventuell vorhandene SD-Karte entfernen und das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Auf Android-Geräten sollten Sie zuvor Ihr Google-Konto löschen, um eine eventuell vorhandene Reaktivierungssperre zu entfernen. iPhones, Windows-Geräte und neuere Android-Telefone gelten nach dem Zurücksetzen als sicher gelöscht. Bei älteren Android-Geräten sollten Sie Ihre Daten vorsichtshalber überschreiben. Das geht mit speziellen Apps wie iShredder oder Avast Anti-Theft.

Wann verkaufen? Bidvoy zeigt den optimalen Zeitpunkt

Neben der Beschreibung und gelungenen Fotos spielt der richtige Zeitpunkt eine entscheidende Rolle dafür, welchen Preis Sie erzielen. Die Internetseite bidvoy.net hilft Ihnen dabei, herauszufinden, zu welcher Tageszeit Sie Ihre Ebay-Auktion enden lassen sollten. Tippen Sie dazu das genaue Modell ein, zum Beispiel „iPhone 4S, 16GB, schwarz“ und wählen Sie anschließend „Handys ohne Vertrag“. Daraufhin zeigt die Webseite den Zeitraum an, in dem andere Verkäufer für das gleiche Gerät den höchsten Preis erzielt haben. Außerdem erfahren Sie den durchschnittlichen Verkaufspreis.

Gratis verkaufen auf Quoka und Ebay Kleinanzeigen

Gratis sind Kleinanzeigen-Seiten wie Quoka und Ebay Kleinanzeigen. Einziger Haken: Die Käufer müssen die Ware persönlich beim Verkäufer abholen, ein Versand ist nicht vorgesehen. Die Portale warnen die Nutzer zum Teil sogar ausdrücklich davor, einem Fremden Geld zu überweisen und dann darauf zu vertrauen, dass die Ware bei ihnen ankommt. Dadurch verkleinert sich der Kreis potentieller Käufer drastisch, wodurch Sie wiederum tendenziell einen niedrigeren Preis beim Verkauf erzielen werden. Inserieren Sie Ihr Handy ruhig trotzdem auf Kleinanzeigen-Seiten: Vielleicht findet sich ein Käufer in der Nähe, oder jemand ist bereit, den Kaufpreis vorab auf Ihr Konto zu überweisen. Dann können Sie das Gerät versenden, weil für Sie kein Risiko besteht.

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So haben wir getestet

Test Ankäufervergleichsportale 2014
Auf den Vergleichsseiten haben wir im Juli 2014 die Ankaufspreise von drei Handymodellen abgerufen: iPhone 5 mit 16 GB Speicher in Weiß, Samsung Galaxy S3 ebenfalls mit 16 GB in Weiß sowie Nokia Lumia 920 mit 32 GB in Schwarz. Neben den ausgewiesenen Preisen, die Sie erhalten können, haben wir Bedienung und Übersichtlichkeit bewertet. Diese Seiten haben wir getestet:

  • alteshandyverkaufen.net
  • ankauf-portale.de
  • bonavendi.de
  • handy-ankauf.biz
  • handy-ankauf.com
  • handyverkauf.net
  • recyclingmonster.de
  • verkaufsfuchs.de
  • werzahltmehr.de
  • woverkaufen.de

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.