D2 Vodafone-Netz

Das Vodafone-Handynetz ist gut und relativ günstig

Das Wichtigste in Kürze

  • Vodafone betreibt das am zweitbesten bewertete Handynetz in Deutschland (nach dem Telekom-Netz (D1) und vor dem Netz von Telefónica (O2-Netz). Das Vodafone-Handynetz wird auch D2-Netz genannt.
  • Handytarife im Netz von Vodafone (D2-Tarife) bieten oft ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Sogar die beste Netzqualität hat das D2-Netz, wenn man das LTE-Teilnetz (4G) weglässt. Denn das UMTS-Netz (3G) von Vodafone ist besser ausgebaut als die UMTS-Netze der Telekom und von O2.
  • Viele günstige D2-Tarife von Mobilfunk-Discountern wie Otelo, Freenetmobile oder Klarmobil verfügen nicht über einen LTE-Zugang. Das ist wegen des guten UMTS-Teilnetzes von Vodafone eher verschmerzbar.

So gehen Sie vor

  • Prüfen Sie, ob Sie nicht auch mit der Netzabdeckung von Telefónica (O2) auskommen. Tarife im O2-Netz sind tendenziell günstiger als D2-Tarife im Vodafone-Netz.
  • Ist der Empfang an für Sie wichtigen Orten im Vodafone-Netz gut, dann stellen Sie unseren Handy-Tarifrechner so ein, dass er ausschließlich D2-Anbieter heraussucht.
  • Wir empfehlen die schnelle Netztechnik LTE. Da sie im Vodafone-Netz am ehesten verzichtbar ist, können Sie im Handy-Tarifrechner LTE auf „egal“ stellen und prüfen, wie viel Ersparnis dadurch möglich ist.

Das Netz des Mobilfunk-Konzerns Vodafone ermöglicht einen guten Kompromiss aus Preis und Leistung. Handytarife in diesem sogenannten D2-Netz liegen preislich oft deutlich unter den meist teuren D1-Tarifen der Telekom. Für D2-Tarife müssen Sie aber immer noch tiefer in die Tasche greifen als für Mobilfunktarife im noch günstigeren E-Netz von Telefónica. Dessen bekannteste Marken sind E-Plus und O2, deshalb wird das Handynetz häufig O2-Netz genannt.

Der Clou am Vodafone-Netz: Während der Preis im D2-Netz tendenziell nur etwas höher liegt als bei O2, ist die Netzqualität und Netzabdeckung des Vodafone-Netzes bedeutend besser als diejenige des O2-Netzes. Sie bekommen also besonders viel Netzabdeckung je Euro. Wenn Sie derzeit einen Tarif im Handynetz von O2 haben und unzufrieden damit sind, erwägen Sie einen Umstieg auf das Vodafone-Netz. Günstige Handytarife im D2-Netz finden Sie mit unserem Handy-Tarifrechner.

Gutes Netz oder günstiges Netz
Wollen Sie alle Netzanbieter berücksichtigen oder bestimmte ausschließen?
Telekom
gut, teuer
Vodafone
ganz gut, relativ günstig
O2
E-Plus
ok, günstig

Die genaue D2-Netzabdeckung finden Sie auf der Webseite von Vodafone.

Nicht mehr ganz so groß ist der Gewinn an Netzabdeckung und Netzqualität, wenn Sie statt eines Handytarifs im D2-Netz einen im D1-Netz der Deutschen Telekom wählen. Zwar ist das D1-Netz besser als das D2-Netz – der Vorsprung ist aber nicht groß. Die Preise im Telekom-Netz liegen aber nochmal deutlich über jenen im D2-Netz. Sie bekommen also nicht ganz so viel Netzqualität und Netzabdeckung je zusätzlichem Euro, der auf Ihrer Handyrechnung steht.

Netzabdeckung im Vergleich am Beispiel Berlin-Brandenburg

Quelle: Computer Bild, Montage: Finanztip (Stand: Mai 2017)

So hat das D2-Netz in Tests abgeschnitten

Die Fachzeitschriften „Connect“ und „Chip“ schicken einmal im Jahr ihre Tester quer durchs Land. Außerdem prüft die Stiftung Warentest die Qualität der Handynetze in Deutschland. Die Tester führen Telefonate und prüfen die Internetverbindung. Dabei berücksichtigen sie städtische wie ländliche Gebiete, sie testen auf der Autobahn und bei Fahrten mit der Bahn.

Connect-Netztest 2017

  Netz Gesamtpunkte (von 1.000) Internet (600) Telefonate (400)
1. Telekom (D1) 887 521 366
2. Vodafone (D2) 841 489 352
3. Telefónica (O2) 643 373 270

Quelle: Connect (Stand: 2. Dezember 2016)

Chip-Netztest 2016/2017

    Netz   Gesamtwert (in %)   Internet   Telefonate
1.   Telekom   87   88   86
2.   Vodafone   86   85   86
3.   Telefónica   66   68   64

Quelle: Chip (Stand: 2. Dezember 2016)

Netztest der Stiftung Warentest 2017

  Netz Gesamturteil (Schulnote) Internet (Schulnote) Telefonate (Schulnote)
1. Telekom gut (1,9) gut (1,9) gut (1,9)
2. Vodafone gut (2,2) gut (2,2) gut (2,2)
3. Telefónica befriedigend (2,6) befriedigend (2,6) befriedigend (2,6)

Quelle: Stiftung Warentest (Stand: 16. Juni 2017)

Beide Fachzeitschriften sowie die Stiftung Warentest sehen das Netz der Deutschen Telekom vor den Konkurrenten, sowohl bei der Sprachqualität als auch bei der Datenverbindung. Mit nur wenig Abstand folgt auf dem zweiten Platz das Handynetz von Vodafone. Die Netze heißen auch D-Netze und werden manchmal zusammengefasst als D-Netz bezeichnet.

Auf dem dritten Platz landet mit deutlichem Abstand das Telefónica-Netz. Dieses umfasst die Handynetze von O2 und E-Plus, die sich nach der Übernahme von E-Plus durch Telefónica (O2) zum Testzeitpunkt noch in der Phase der Zusammenschaltung befanden.

Bestes UMTS-Netz bei Vodafone

Ein Vorteil des Vodafone-Netzes ist, dass dessen UMTS-Teilnetz sehr gut ausgebaut ist. UMTS wird auch 3G genannt; der Nachfolger heißt LTE (4G). 3G von Vodafone ist besser als die UMTS-Netze der Telekom und von O2 – sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Das hat der Netztest 2016 der „Computerbild“ ergeben.

Discount-Anbieter im Vodafone-Netz, zum Beispiel Otelo, Freenetmobile oder Klarmobil, bieten oft keinen LTE-Zugang. Wegen des gut ausgebauten UMTS-Netzes von Vodafone ist das eher zu verschmerzen, sofern dafür die Grundgebühr niedriger ist.

Die technisch mögliche Geschwindigkeit beim Surfen im Internet beträgt im 3G-Netz, also ohne LTE, bis zu 41,1 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Manche D2-Tarife, vor allem jene mit wenig Datenvolumen, sind bei 21,1 Mbit/s oder gar 14,4 Mbit/s gedeckelt. Das LTE-Netz (4G) von Vodafone erreicht hingegen ein Tempo von bis zu 375 Mbit/s.

Die Aussagekraft dieser Zahlen ist jedoch begrenzt; es kommt auf die tatsächlich erreichte Geschwindigkeit an. Und die weicht oft deutlich nach unten ab. Unter guten Empfangsbedingungen sind beim normalen Surfen kaum Unterschiede zwischen einem theoretisch „schnellen“ und einem „langsamen“ Tarif zu spüren.

Wer kein aktuelles Smartphone wie das Samsung Galaxy oder iPhone hat, sondern ein altes Handy ohne LTE-Funktion, dem kann es ohnehin egal sein, ob sein Handytarif mit oder ohne 4G-Zugang ist. Nehmen Sie dann einen günstigen D2-Tarif ohne LTE. In unserem Handy-Tarifrechner können Sie einstellen, ob Sie LTE zwingend voraussetzen oder nicht.

D2-Tarife besser als Prepaid-Karte oder vom Discounter

D2-Tarife, die der Netzbetreiber Vodafone selbst anbietet, sind vergleichsweise teuer. Ausnahmen sind die Prepaid-Karten des Konzerns, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Prepaid bedeutet, dass der Kunde ein Guthaben im Voraus bezahlt und es anschließend abtelefonieren und versurfen kann.

Finanztip empfiehlt Nutzern, die viel telefonieren und eine gute Netzabdeckung wünschen, die Callya Smartphone Allnet-Flat von Vodafone. Der Tarif kostet 22,50 Euro für vier Wochen; das entspricht rund 24 Euro pro Monat.

Wer vor allem innerhalb des D2-Netzes telefoniert, für den reicht der Prepaid-Tarif Callya Smartphone Special, der eine Flatrate ins Vodafone-Netz und 200 Freieinheiten (Minuten und SMS) enthält. Die Grundgebühr beträgt 9,99 Euro für vier Wochen, umgerechnet rund 11 Euro im Monat.

Beides sind Prepaid-Tarife ohne Vertrag oder Kündigungsfrist. Eine Anschlussgebühr wird nicht fällig.

Mehr dazu im Artikel über Prepaid-Tarife

Daniel Pöhler
von Finanztip, Mobilfunk-Experte

Prepaid-Karten fürs Handy

  • Mit einer Prepaid-Karte behalten Sie die Handykosten besser unter Kontrolle.
  • Prepaid-Tarife eignen sich auch für Kinder.
  • Die Auslandsnutzung kann eingeschränkt sein.

» Zum Prepaid-Ratgeber

Beste Prepaid-Tarife:
Magenta Mobil Start (Telekom)
Callya Smartphone Special
Callya Allnet-Flat (beides Vodafone)

Vergleichsrechner:
Finanztip-Handytarifrechner

Auch diverse Discount-Anbieter vertreiben Handytarife im Vodafone-Netz. Dazu zählen Otelo, Freenetmobile, Klarmobil, Callmobile oder 1&1. Auch diese D2-Tarife finden Sie ganz leicht mit unserem Handytarifrechner, sofern Sie LTE nicht zwingend voraussetzen.

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.