Billiger telefonieren

Mit diesem Handytarif telefonieren Sie für nur 5 Cent die Minute

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer sein Handy nur gelegentlich zum Telefonieren und Schreiben von SMS benutzt, für den ist ein Handytarif ohne Grundgebühr das Richtige. Dabei kommt es auf einen niedrigen Preis je Einheit an.
  • Besonders billig telefonieren, surfen und simsen Sie mit dem 5-Cent-Tarif von Galeriamobil. Der Preis von 5 Cent für eine Minute, eine SMS und einen Megabyte ist der günstigste, den wir am Stichtag gefunden haben. Wenn Sie die Handytarife aktuell selbst durchsuchen möchten, dann empfehlen wir Ihnen den Finanztip-Handytarifrechner.
  • Wer sein Handy aber intensiver nutzt, sollte eine Allnet-Flat buchen.
  • Wenn Sie im Ausland anrufen wollen – auch vom Festnetz –, erfahren Sie alles Wissenswerte in unserem Ratgeber über billiger telefonieren ins Ausland.

Allnet-Flats sind schwer angesagt. Zum Pauschalpreis von gerade einmal 10, 15 oder vielleicht 30 Euro im Monat können Kunden damit unbegrenzt in allen Handynetzen und auf dem Festnetz anrufen und je nach Tarif sehr viele oder unbegrenzt SMS verschicken. Doch manche Handybesitzer wollen gar nicht so viel telefonieren, dass sie mit einem Pauschaltarif am billigsten fahren. Für sporadische Mobilfunk-Nutzer rechnet sich vielmehr ein variabler Handytarif ohne Grundgebühr. Dabei kommt es auf einen niedrigen Preis je Minute, SMS und Megabyte an.

Tarif-Arten im Überblick

Im Wesentlichen gibt es drei verschiedene Arten von Handytarifen.

  • Variabler Tarif: Abrechnung pro Minute und SMS, keine Grundgebühr, weder Inklusiv-Minuten noch Inklusiv-SMS.
  • Pakettarif: enthält eine bestimmte Zahl an Minuten und SMS für eine relativ niedrige Grundgebühr; bei Überschreiten der Inklusiv-Einheiten fällt oft ein leicht erhöhter Preis je weiterer Einheit an.
  • Allnet-Flat: etwas höhere Grundgebühr, Telefonate in alle Netze sind inklusive; je nach Tarif ist auch eine unbegrenzte Zahl an SMS enthalten.
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Für wen sich welcher Tarif lohnt

Um zu verdeutlichen, wer mit welcher Tarifart billig telefonieren kann, zeigen wir beispielhaft die Rechnungen von verschiedenen Nutzertypen jeweils in unterschiedlichen Tarifarten.

Handyrechnungen bei verschiedenen Tarifarten

Nutzung pro Monat Variabler Tarif¹ Pakettarif² Allnet-Flat³
10 Minuten, 5 SMS, 50 MB 3 € 5 € 8 €
30 Minuten, 10 SMS, 300 MB 17 € 5 € 8 €
90 Minuten, 20 SMS, 300 MB 21 € 7 € 8 €
360 Minuten, 20 SMS, 500 MB 44 € 20 € 8 €

¹ Galeriamobil 5-Cent-Tarif
² 5-Cent-Tarif mit Tarifoption Clever S
³ LTE 2000 M von Premiumsim, monatlich kündbar
Quelle: Anbieter, Finanztip-Berechnung (Stand: 4. November 2016)

Wie sich an dem Beispiel sehen lässt, lohnt sich ein variabler Tarif nur bei sehr sporadischer Nutzung des Handys. Besonders interessant sind solche Tarife für Nutzer klassischer Mobiltelefone ohne Internet-Zugang. Aber auch diese Kunden telefonieren ab 100 Minuten im Monat mit einem Pakettarif billiger. Ab etwa 200 Minuten lohnt sich dann schon eine Allnet-Flatrate.

Wer ein Smartphone besitzt und damit im mobilen Internet mehr herunterlädt als nur gelegentliche Whatsapp-Nachrichten, wählt besser einen Pakettarif oder eine Allnet-Flat.

Mehr dazu im Artikel über unseren Handytarifrechner

Daniel Pöhler
von Finanztip, Mobilfunk-Experte

Den richtigen Handytarif finden

  • Handytarif mit Vergleichsrechner suchen oder Finanztip-Empfehlung wählen.
  • Günstigste Allnet-Flats nutzen das O2-Netz.
  • Allnet-Flats im D-Netz kosten doppelt so viel.

» Zum Ratgeber Handytarife

Vergleichsrechner:
Finanztip-Handytarifrechner

Beste Allnet-Flats:
LTE 1500 von Simply (O2-Netz)
Callya Allnet-Flat von Vodafone (D2-Netz)

Gelegenheitsnutzer telefonieren billig mit 5-Cent-Tarif

Sofern Sie das mobile Internet nicht oder kaum benötigen und eher selten telefonieren und SMS verschicken, zahlen Sie mit einem variablen Tarif am wenigsten. Die Preise für Minuten und SMS mit dem Handy haben sich in den meisten Handytarifen bei 9 Cent eingependelt. Kaum ein variabler Tarif ohne Grundgebühr ist günstiger.

Eine Ausnahme ist seit einigen Jahren der 6-Cent-Tarif von Hellomobil, einer Marke des Mobilfunk-Discounters Drillisch. Wie der Name schon sagt, kostet jede Einheit lediglich 6 Cent; neben Minuten und SMS schlägt auch das mobile Internet mit 6 Cent je Megabyte zu Buche.

Noch 1 Cent günstiger ist die Prepaid-Karte „Galeriamobil 5 Cent“ von Galeria Kaufhof. Die Firma lässt sich den Tarif vom Partnerunternehmen GTCom bereitstellen, das auch zu Drillisch gehört. Der 5-Cent-Tarif ist in dieser Form seit Anfang 2015 verfügbar und bietet den niedrigsten Preis für Minuten, SMS und Megabyte, den wir gefunden haben. Sporadische Handynutzer können damit besonders billig telefonieren.

Falls sich Ihre Gewohnheiten ändern und Sie das Smartphone oder Handy intensiver nutzen, können Sie mit dem Galeria-Tarif entsprechende Optionen hinzubuchen. So können Sie zum Beispiel mit der Option „Data 500“ bei Bedarf 500 Megabyte Surfvolumen für monatlich knapp 5 Euro hinzufügen.

Die preiswerten Handytarife mit 5 oder 6 Cent je Einheit sind alle im Handynetz von Telefónica (O2/E-Plus) geschaltet. Die Netzqualität ist ordentlich, kommt aber nicht an diejenige der D-Netze von der Telekom und von Vodafone heran.

Galeriamobil (Prepaid-Tarif)
Galeriamobil 5 Cent

  • 5 Cent je Minute, SMS und Megabyte
  • keine Grundgebühr
  • flexibel kündbar
  • Optionen hinzubuchbar
  • Anschlusspreis 9,95 €; Startguthaben 5 €
  • Telefónica-Netz
Galeriamobil (Prepaid-Tarif)

Messenger sind preiswerter als SMS

Wenn Sie mit dem 5-Cent-Tarif billig telefonieren, können Sie noch mehr sparen, indem Sie Ihre Mitteilungen kostensparend mit Programmen wie Whatsapp, Facebook Messenger oder Threema versenden, statt SMS zu verschicken. Die Apps gibt es kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr. Erhältlich sind sie für alle gängigen Smartphones mit Android, iOS und Windows.

Eine einfache Textnachricht über eine Messenger-App ist ein bis wenige Kilobyte (KB) groß. Mit einem Megabyte (MB) Datenvolumen für 5 Cent können Kunden von Galeriamobil also bis zu 1.000 Nachrichten versenden. Doch Vorsicht: Andere Programme auf dem Handy könnten die Datenverbindung mitnutzen und so hohe Kosten verursachen.

Richten Sie auf Ihrem Handy keine Dienste ein, die automatisch im Hintergrund Daten laden. Nutzen Sie mit einem variablen Tarif besser keine sozialen Netzwerke wie Facebook – und wenn doch, schalten Sie unbedingt die automatische Wiedergabe von Videos ab. Und auch auf Whatsapp wird Ihnen vielleicht mal ein Video geschickt. Dessen Größe können Sie in der Vorschau erkennen. Laden Sie es nicht herunter, solange Sie unterwegs sind, sondern erst zu Hause im WLAN.

Für sensible Mitteilungen sollten Sie darauf achten, dass der Messenger eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet. Verschlüsselt sind zum Beispiel Whatsapp, Threema und Simsme von der Deutschen Post.

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Keine Ersparnis mit Kombi-Tarifen

Kombitarife wie Magenta Eins von der Telekom oder Vodafone Red One bündeln Internet-, Handy- und Fernsehangebote. Die Anbieter gewähren dann einen Kombirabatt von meist 5 oder 10 Euro auf die monatliche Gesamtrechnungssumme. Das lohnt sich aber nur selten, wie unsere Untersuchung von 24 Kombitarifen von sechs Anbietern gezeigt hat. In der Regel ist es billiger, die gewünschte Kombination aus einzelnen günstigen Tarifen selbst zusammenzustellen.

So haben wir ausgewählt

Für die Empfehlung des billigsten Handytarifs für Gelegenheitsnutzer suchen wir regelmäßig nach Angeboten mit dem niedrigsten Minuten-Preis. Dazu nutzen wir mehrere Handytarifrechner. Außerdem durchsuchen wir Newsletter, Pressemitteilungen und Unternehmensauftritte in den sozialen Medien nach guten Angeboten.

Voraussetzung ist, dass keine Grundgebühr fällig wird und der Tarif monatlich kündbar oder ein Prepaid-Tarif ist. Der Preis für SMS und Megabyte fürs mobile Internet darf nicht mehr als 9 Cent betragen. Finanztip-Empfehlung wird der Tarif mit dem niedrigsten Minuten-Preis. Falls es mehrere Angebote mit dem gleichen Minuten-Preis gibt, entscheiden die Preise für SMS und Datenvolumen. 

Derzeit markieren 5 Cent je Minute die Untergrenze, die wir am Stichtag gefunden haben. Wenn Sie die aktuellen Angebote selbst durchsuchen wollen, können Sie das mit unserem Handytarifrechner tun.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.