Rufnummernmitnahme

So behalten Sie Ihre Handynummer

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Handynummer gehört dem Kunden. Er kann sie bei einem Anbieterwechsel mitnehmen.
  • Dabei ist wichtig, dass Daten wie Name und Adresse im alten und neuen Vertrag übereinstimmen und der Verbraucher genug Zeit für die Portierung einplant.
  • Der abgebende Anbieter berechnet bis zu 30 Euro für die Rufnummernmitnahme. Der neue Anbieter bezahlt eventuell einen Bonus von 10 oder 15 Euro.

Wer zu einem anderen Mobilfunkanbieter wechselt, kann seine alte Rufnummer behalten. Das ist bereits seit über zehn Jahren gesetzlich geregelt – und doch funktioniert die sogenannte Rufnummernportierung nicht immer reibungslos. Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten müssen, damit die Mitnahme klappt. Denn die Telefonnummer gehört Ihnen, nicht dem Mobilfunkanbieter.

Nicht gesetzlich garantiert ist kurioserweise die Rufnummernmitnahme, wenn Sie den Tarif wechseln und beim selben Anbieter bleiben. Dabei kann Ihnen das Unternehmen theoretisch eine neue Nummer zuweisen – was jedoch nicht vorkommen dürfte. Denn darauf würden die meisten Kunden wohl mit einem Wechsel zu einem anderen Anbieter reagieren.

Mitnahme der Rufnummer zum Ende der Vertragslaufzeit

Sie können Ihren alten Handyvertrag auslaufen lassen und direkt danach die Nummer zu einem neuen Anbieter mitnehmen. Der Vorteil: Sie haben jederzeit nur einen Mobilfunkvertrag und zahlen keine Grundgebühren doppelt.

Achtung

Datenabgleich

Achten Sie unbedingt darauf, dass Name, Adresse und Geburtsdatum im neuen Vertrag exakt übereinstimmen mit den Daten, die bei Ihrem bisherigen Anbieter gespeichert sind. Auch eventuell vorhandene weitere Vornamen und die Schreibweise der Straße (Deventerweg oder Deventer Weg) müssen identisch sein.

  • Überprüfen Sie, ob bei Ihrer aktuellen Telefongesellschaft Ihre Adresse und die übrigen Daten korrekt gespeichert sind. Sie finden die Angaben zum Beispiel im Kundenbereich der Internetseite oder auf Ihrer Rechnung. Falls die Daten nicht stimmen, berichtigen Sie sie.
  • Kündigen Sie Ihrem bisherigen Anbieter und bitten Sie um eine Bestätigung.
  • Sie erhalten einen Brief, eine E-Mail oder SMS, die das Datum des Vertragsendes enthält.
  • Kümmern Sie sich spätestens zwei Wochen vor Vertragsablauf um einen neuen Tarif, zum Beispiel eine sogenannte Allnet-Flatrate. Günstige Flatrates in alle Netze nennen wir Ihnen in unserem Allnet-Flat-Ratgeber.
  • Geben Sie beim neuen Mobilfunkanbieter an, dass Sie Ihre bisherige Nummer mitbringen wollen. Sie erteilen damit den Portierungsauftrag. Als Startdatum Ihres neuen Vertrags wählen Sie den Tag nach Ablauf Ihres alten Vertrags.
  • Sollte die Portierung im ersten Anlauf scheitern, können Sie unbesorgt sein, da sie genug Zeit haben, um Unklarheiten zu beseitigen. Eventuell müssen Sie mit Ihrem alten Anbieter sprechen und zum Beispiel falsch hinterlegte Daten korrigieren.

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Rufnummer vorzeitig mitnehmen

Sie können Ihre Rufnummer auch mitnehmen, wenn Ihr Handyvertrag noch läuft (§ 46 Abs. 4 TKG). Falls Sie Ihre Nummer aus einem laufenden Vertrag herausholen, zahlen Sie jedoch weiterhin die Grundgebühr bis zum Ende der Laufzeit. Ihr alter Mobilfunkanbieter teilt Ihnen bis zum Vertragsende eine neue Handynummer zu. Die bisherige Nummer können Sie zum neuen Anbieter mitnehmen und dort nutzen. Somit zahlen Sie die Handygebühren eine Zeit lang doppelt – an den alten und neuen Anbieter.

Wenn Sie eine vorzeitige Portierung wünschen, teilen Sie das Ihrem alten Mobilfunkprovider mit. Sobald Sie die Bestätigung haben, können Sie einen neuen Tarif abschließen.

Mehr dazu im Artikel über unseren Handy-Tarifrechner

Daniel Pöhler
von Finanztip, Mobilfunk-Experte

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Das kostet die Mitnahme

Das Unternehmen, das die Rufnummer abgibt, darf Kosten von maximal 30 Euro in Rechnung stellen für die Übergabe der Rufnummer. Das ist die Obergrenze, welche die Bundesnetzagentur festgelegt hat. Die meisten Anbieter verlangen etwa 25 Euro. Achten Sie bei Prepaidkarten darauf, dass genügend Guthaben für die Portierung auf der Karte ist.

Die Firma, welche die alte Rufnummer aufnimmt, berechnet hingegen keine Gebühr. Im Gegenteil: Oft erhalten Sie sogar einen Bonus von 15 bis 25 Euro dafür. Verpflichtet ist übrigens kein Mobilfunkanbieter zur Aufnahme einer Rufnummer – fast alle tun es jedoch.

Welches Netz rufen Sie an?

Seit die Mitnahme der Rufnummer möglich ist, können Sie an der Vorwahl einer Handynummer nicht mehr erkennen, welches Netz der Gesprächspartner hat. Es gibt jedoch Tarife, die unterschiedliche Gebühren in die einzelnen Mobilfunknetze berechnen.

Um herauszufinden, welchem Netz eine Rufnummer zugeordnet ist, tippen Sie sie zum Beispiel auf netz-abfrage.de ein. Alternativ können Sie die 0800 5 05 20 90 anrufen. Das ist ein Dienst von Vodafone, den auch Kunden anderer Mobilfunkanbieter kostenfrei nutzen können.

Wenn Sie Ihre Festnetznummer behalten wollen

Im Festnetz ist die Mitnahme der Rufnummer bereits seit 1998 möglich. Allerdings können Sie Ihre alte Rufnummer nicht behalten, wenn Sie in eine Region mit anderer Vorwahl umziehen. Keine Rufnummernportierung ist nötig, wenn Sie im selben Vorwahlgebiet umziehen und bei Ihrer bisherigen Telefongesellschaft bleiben wollen. Dann behalten Sie ohne weiteres Ihre Nummer.

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.