Hebel-Zertifikate (auch: Turbo- oder Knock-out-Zertifikate)

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

Mit Hebel-Zertifikaten kann die Wertentwicklung einer Aktie zu einem günstigeren Preis als dem Basiswert gekauft werden. Der Nachteil: Es existiert hierbei eine Knock-Out-Grenze, bei dem das Hebel-Zertifikat wertlos wird. Durch den Hebel partizipiert ein Hebel-Zertifikat weitaus stärker von Kursschwankungen als der darunter liegende Basiswert. Der Hebel wirkt bei diesen Zertikaten selbstverständlich in beide Richtungen. Es existiert zwischen den Emittenten eine gewisse Uneinigkeit, ob es sich hier um echte Hebel- Zertifikate handelt oder ob der Begriff KnockOut-Produkt nicht zutreffender ist.

Das Risiko bei Hebel-Zertifikaten ist sehr hoch, weil bei einem Über- bzw. Unterschreiten des vorab festgelegten Basispreises (Strike) das Zertifikat wertlos verfällt. Der Wert eines Hebel-Zertifikats ermittelt sich aus dem Kurs des Basiswertes und einem für das Zertifikat festgelegten "Strikes". Der Strike ist der Preis (bzw. Kurs), zu dem vereinbarungsgemäß eine Option ausgeübt werden kann. Dabei ist der Kurs des Strikes vom Kurs des Basiswertes abzuziehen. Allgemein ist zu unterscheiden zwischen den folgenden Arten von Hebel- Zertifikaten: 

  • Spekulation auf steigende Kurse, diese werden häufig als Bull-, Long- Zertifikate oder Wave Calls bezeichnet.
  • Spekulation auf fallende Kurse, diese werden häufig als Bär-, Short- Zertifikate oder Wave Puts bezeichnet.

 

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Stopp-Loss und fehlende Volatilität

Einige Hebelzertifikate sehen neben der Knock-Out-Schwelle auch eine Stop-Loss- Marke vor, bei dessen Erreichen der Restwert des Zertifikates ausgezahlt wird. Hiermit will der Zertifikate-Emittent konservativ eingestellte Anleger ansprechen, die trotzdem an Hebelprodukten interessiert sind. Es handelt sich um eine zusätzliche Absicherung. Der Anleger bekommt bei Erreichen der Schwelle einen Teil seines gezahlten Aufgelds vom Emittenten zurück. Dafür fallen natürlich höhere Kosten (z.B. durch ein höheres Aufgeld beim Kauf des Zertifikates) an.

Die fehlende Volatilität ist ein wichtiges Unterscheidungskriterium im Vergleich zu Optionsscheinen. So weisen Hebel-Zertifikate nur wenig Zeitwertverlust auf und auch zwischenzeitlich auftretende Wertschwankungen (Volatilität) des Basiswertes sind vernachlässigbar. Hebel-Zertifikate ohne Laufzeit werden in der Regel mit einer Stopp-Loss-Marke angeboten.

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Hermann-Josef Tenhagen

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