Heizkosten sparen

Mit diesen zehn Tipps senken Sie Ihre Heizkosten

Die Heizkosten machen mehr als drei Viertel der gesamten Energiekosten im Haushalt aus. Mit ein paar Tricks können Sie den Verbrauch senken und Geld sparen.

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1. Programmierbare Thermostate verwenden

Tauschen Sie Ihre vorhandenen Thermostate gegen elektronische aus. Das geht auch ohne Handwerker. Besonders lohnt sich der Wechsel bei sehr alten Thermostaten, denn diese regeln die Temperatur oft nicht mehr zuverlässig. In elektronische Thermostate geben Sie zwei Temperaturen ein: eine höhere für Zeiten, wenn Sie in der Wohnung sind (Heizphase) und eine niedrigere für Abwesenheitszeiten oder wenn Sie schlafen.

Stellen Sie das Thermostat im Wohnzimmer so ein, dass es etwa eine Stunde vor Ihrer Rückkehr von der Arbeit die Temperatur hochregelt, beispielsweise um 17 Uhr. Wenn Sie zum Beispiel um 23 Uhr schlafen gehen, kann die Heizphase schon um 22:30 Uhr enden, weil die Heizung noch nachwärmt.

Mieter sollten die alten Thermostate aufbewahren. Sie können sie beim Auszug wieder anbringen und in der nächsten Wohnung die digitalen Thermostate weiterverwenden.

2. Die passende Temperatur wählen

Eine Faustregel besagt: Eine um ein Grad gesenkte Raumtemperatur spart 6 Prozent Heizkosten. Wärmen Sie Ihre Wohnräume also nicht zu stark auf. 

Wir empfehlen in den Heizphasen:

  • Wohnzimmer: 20-21 Grad
  • Schlafzimmer: 17 Grad
  • Küche: 19 Grad
  • Bad: 21-22 Grad

Wenn Sie schlafen oder nicht da sind, reichen jeweils 16 Grad.

Falls Sie noch keine elektronischen Thermostate besitzen, stellen Sie den Regler nicht höher ein als Stufe 3. Bei Abwesenheit oder nachts drehen Sie ihn herunter auf Stufe 1 bis 2.

3. Richtig lüften

Lassen Sie Ihre Fenster im Winter nicht dauernd gekippt. Dadurch verschwenden Sie Geld. Der Luftaustausch dauert viel zu lange, zugleich kühlt der Raum aus. Öffnen Sie besser mehrmals am Tag die Fenster für einige Minuten komplett. Drehen Sie herkömmliche Thermostate vorher auf 0, denn sonst öffnet sich das Ventil wegen der kalten Zugluft voll. Viele elektronische Thermostate sollen Herstellerangaben zufolge erkennen, wenn das Fenster offen steht und das Ventil dann automatisch zudrehen. Das funktioniert jedoch erfahrungsgemäß nicht immer.

4. Heizung nicht zustellen oder verhängen

Stellen Sie keine Möbel vor die Heizung und hängen Sie keine schweren Gardinen davor. Hinter solchen Barrieren staut sich die Hitze, mit der Folge, dass die Heizung abschaltet, obwohl der Raum noch nicht warm genug ist.

5. Dämmmatten anbringen

Insbesondere wenn Heizkörper in einer Nische stehen, geht viel Wärme über die Außenwand verloren. Bringen Sie in dem Fall eine Dämmmatte hinter der Heizung an. Sie reflektiert die Wärme in den Raum.

Mit einem speziellen Schlüssel öffnen Sie das Entlüftungsventil

6. Heizung entlüften

Wenn der Heizkörper gluckert oder sich oben stets kühler als unten anfühlt, muss er entlüftet werden. Sie benötigen dafür einen kleinen Schlüssel, den es im Baumarkt gibt, oder eine feine Zange. Drehen Sie vorher das Thermostat vollständig auf. Halten Sie dann einen kleinen Behälter unter das Entlüftungsventil. Es befindet sich an der dem Thermostat gegenüberliegenden, anderen schmalen Seite des Heizkörpers. Drehen Sie das Ventil langsam auf. Zunächst entweicht Luft, danach läuft Wasser aus dem Ventil. Das ist normal. Drehen Sie das Ventil vorsichtig wieder zu, sobald Wasser herauskommt.

7. Heizungsrohre isolieren

In vielen Heizungskellern sind die Rohre für Heizung und Warmwasserrohre nicht oder nur schlecht gedämmt. Jeder nicht isolierte Meter Rohr kostet jährlich zwischen 15 und 26 Euro, weil die Wärme auf dem Weg in die Wohnung verloren geht. Die Isolation dagegen ist kostengünstig und auch für ungeübte Heimwerker einfach anzubringen. Außerdem ist sie inzwischen durch die Energieeinsparverordnung in allen nicht geheizten Räumen Pflicht. Am besten isolieren Sie auch gleich die Heizungsrohre, die hinter Ihrem Kühlschrank verlaufen, wenn Sie schon dabei sind. Das spart Strom.

8. Heizungspumpe überprüfen

Im Keller schlummert oft noch großes Sparpotenzial. Wer nicht gleich die ganze Heizung austauschen kann oder will, sollte sich zumindest die Heizungspumpe anschauen. Diese hat die Aufgabe, das von der Heizung erwärmte Wasser durch die Rohre und Heizkörper zu befördern. Seit 2015 müssen neu zum Verkauf angebotene Pumpen hocheffizient sein. Eine Hocheffizienzpumpe verbraucht bis zu 70 Prozent weniger Strom als eine herkömmlich geregelte Energiesparpumpe. Durch den Austausch einer alten Pumpe lassen sich deutlich mehr als 100 Euro Stromkosten pro Jahr einsparen. Die Investition macht sich nach wenigen Jahren bezahlt – ganz abgesehen vom ökologischen Nutzen.

9. Fenster abdichten und Rollläden schließen

Falls es durch die Fenster zieht, lassen sich die Spalten mit Dichtbändern aus Gummi oder Schaumstoff abdichten. Diese Dichtungen erhält man als Meterware zum Beispiel im Baumarkt. Zudem gibt es Kunststofffolien, die Sie innen auf den Fensterrahmen aufkleben können. Dadurch bildet sich ein Luftpolster zwischen Fensterscheibe und Folie. Der Isolationseffekt ist messbar. Verarbeitung und Optik sind allerdings nicht perfekt. Deshalb eignet sich diese Lösung nur dazu, Einfachverglasung energetisch etwas zu verbessern und Kondenswasser auf den Scheiben zu reduzieren. Auch bei gut isolierenden Fenstern gilt, dass die meiste Wärme durch die Fenster entweicht. Schließen Sie daher nachts die Rollläden, dann geht weniger Wärme verloren.

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10. Keine Stromheizung verwenden

Glauben Sie nicht den Werbeversprechen der Hersteller von Stromheizungen. Strom ist der mit Abstand teuerste Energieträger zum Heizen! Heizen Sie nur dann mit Strom, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. In solchen Fällen sollten Sie möglichst günstigen Heizstrom beziehen.

Mehr dazu im Ratgeber Strom für Nachtspeicher und Wärmepumpen

Jens Tartler
von Finanztip, Experte für Energie

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Jens Tartler

ehemaliger Finanztip Redakteur für Energie & Reise (bis September 2016)

Jens Tartler schrieb insbesondere über die Themen Energie und Reise. Insgesamt zwanzig Jahre lang arbeitete er zuvor als Redakteur für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland. Zuvor studierte er Volkswirtschaftslehre in Köln und den USA. Vertiefende Einblicke in die Branchen Verkehr und Energie gewann Jens Tartler zwischenzeitlich als Pressesprecher eines Unternehmens sowie eines Dachverbands.

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.