Gesetzliche Hinterbliebenenrente

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012
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Der Tod des Ehepartners, eines Elternteils oder eines anderen Familienmitgliedes ist immer ein schwerer Schlag. Neben der Trauer treten nicht selten auch Ängste um die wirtschaftliche Zukunft hinzu. Die gesetzliche Rentenversicherung hilft in eingeschränktem Maße mit der Rente an Hinterbliebene.

In vielen Fällen greift zusätzlich - soweit vorhanden - eine private Absicherung (insbesondere Risikolebensversicherung). Aber auch von der gesetzlichen Rentenversicherung werden bei Erfüllung der Voraussetzungen Zahlungen an Hinterbliebene geleistet. Die Hinterbliebenenrenten sind im Sozialgesetzbuch VI "Gesetzliche Rentenversicherung" als "Renten wegen Todes" geregelt.

Witwen- und Witwerrenten

Voraussetzung für den Bezug einer Witwenrente oder Witwerrente ist, dass der verstorbene Angehörige eine Wartezeit von fünf Beitragsjahren in der Rentenversicherung zurückgelegt hat. Siehe hierzu den Artikel zur Witwenrente.

Rentensplitting

Das Rentensplitting führt zum Verzicht auf eine Hinterbliebenenrente durch Aufteilung der gemeinsam erworbenen Rentenansprüche. Beim Rentensplitting bestimmen die Ehegatten gemeinsam, dass die von ihnen in der Ehe erworbenen Ansprüche auf eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung gleichmäßig zwischen ihnen aufgeteilt werden. Das Rentensplitting ist vergleichbar mit dem Versorgungsausgleich, ohne dass die Ehegatten bzw. Lebenspartner tatsächlich geschieden werden. Siehe hierzu den Artikel zur Rentensplitting.

Für diese Form der Auseinandersetzung können sich Ehepaare entscheiden, wenn beide Ehepartner nach dem 1. Januar 1962 geboren sind oder nach 2001 geheiratet haben. Im Gegensatz zur Witwen- oder Witwerrente bleiben so - auch bei erneuter Heirat - die erworbenen Rentenansprüche bestehen.

Vollwaisenrente und Halbwaisenrente

Die Halbwaisenrente wird nach dem Tode eines Elternteils, die Vollwaisenrente nach dem Tode beider Elternteile gezahlt, sofern von der beziehungsweise dem Verstorbenen die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt worden ist. Siehe hierzu den Artikel zur Waisenrente.

Erziehungsrente

Auch Geschiedene können eine so genannte Erziehungsrente beanspruchen, wenn sie ein Kind erziehen und ihr früherer Ehepartner stirbt. Diese Rente dient somit als Unterhaltsersatz und gibt Ihnen die Möglichkeit, sich verstärkt um die Erziehung Ihrer Kinder zu kümmern.

Rente wegen Todes bei Verschollenheit

Schließlich kommt der Bezug einer Hinterbliebenenrente auch bei Verschollenheit des Eheagtten in Betracht (§ 49 SGB VI). Der mutmaßliche Todestag wird nach den jeweiligen Umständen bestimmt.

Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt eine Hinterbliebenenrente bei Tod durch Arbeitsunfall. Die gesetzliche Unfallversicherung wird im Sozialgesetzbuch (SGB VII) geregelt. Danach werden folgende Renten an Hinterbliebene gezahlt:

  • Witwen und Witwer erhalten bis zu ihrem Tod oder ihrer Wiederverheiratung grundsätzlich eine (kleine) Witwen- oder Witwerrente in Höhe von 30% des Jahresarbeitsverdienstes. Sie beträgt 40% des Jahresarbeitsverdienstes, wenn der Berechtigte das 47. Lebensjahr vollendet hat oder erwerbsgemindert oder berufs- oder erwerbsunfähig ist oder ein waisenrentenberechtigtes Kind erzieht oder für ein behindertes Kind sorgt (§ 65 SGB VII).
  • Früheren Ehegatten des durch Arbeitsunfall Verstorbenen, deren Ehe geschieden ist, wird nach dem Tode des Versicherten auf Antrag Rente gewährt, wenn der Verstorbene dem früheren Ehegatten während des letzten Jahres vor seinem Tode Unterhalt geleistet hat oder ein entsprechender Anspruch bestand (§ 66 SGB VII)
  • Kinder des Verstorbenen erhalten eine Halb- oder Vollwaisenrente bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, wobei sich der Bezugszeitraum bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres und ggf. auch darüber hinaus verlängern kann (§ 67 SGB VII)
  • Hinterlässt der durch einen Arbeitsunfall Verstorbene Verwandte der aufsteigenden Linie, Stief- oder Pflegeeltern, die von dem Verstorbenen aus seinem Arbeitsverdienst wesentlich unterhalten wurden oder ohne den Arbeitsunfall wesentlich unterhalten worden wären, so wird diesen eine Elternrente gewährt (§ 69 SGB VII). Die Rente beträgt 20 Prozent des Jahresarbeitsverdienstes für einen Elternteil und 30 Prozent des Jahresarbeitsverdienstes für ein Elternpaar.
  • In der gesetzlichen Unfallversicherung werden wie in der gesetzlichen Rentenversicherung auch Renten bei Verschollenheit gezahlt (§ 63 Abs. 4 SGB VII)
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