ETF-Sparplan

Mit Aktien-Indexfonds langfristig Vermögen aufbauen

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Sparplänen legen Sie regelmäßig Geld zurück.
  • Sparpläne auf Aktienfonds bieten über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren besonders gute Renditeaussichten. Sie eignen sich sehr gut als zentraler Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau.
  • Sie sind flexibel. Spardauer und -betrag sowie die Zahlungsintervalle können Sie frei anpassen.
  • Wir empfehlen Sparpläne auf börsengehandelte Aktien-Indexfonds. Sie sind bequem, preisgünstig und transparent.
  • Wir favorisieren Indexfonds-Sparpläne auf den Weltaktienindex MSCI World.

So gehen Sie vor

  • Um einen Sparplan auf einen Aktien-Indexfonds abzuschließen, benötigen Sie ein Wertpapierdepot. Darin werden die Fondsanteile gutgeschrieben und verwaltet.
  • Bei Online-Banken ist ein solches Depot in der Regel kostenlos.
  • Viele dieser Direktbanken im Internet bieten derzeit ETF-Sparpläne an, in die Sie einzahlen können, ohne dass Nebenkosten für den Erwerb der Fondsanteile anfallen.
  • Auch für Sparpläne auf den Index MSCI World gibt es mehrere kostenlose Angebote. Wir empfehlen Comdirect, Consorsbank, DAB Bank, Flatex und Maxblue (Deutsche Bank).
  • Für Sparpläne auf speziellere Indexfonds fallen oft Kaufkosten an. Wir empfehlen den Sparplan von Flatex, der in 290 von 309 Fällen nichts beim Ankauf berechnet und ansonsten 90 Cent je Order.
  • Alternativ kommt für Sparraten von 100 bis 200 Euro die Comdirect und die Consorsbank infrage. Für monatliche Raten ab 200 Euro empfehlen wir die DAB Bank.
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Rund 10 Prozent ihres verfügbaren Einkommens legen die deutschen Haushalte der Bundesbank zufolge jedes Jahr auf die hohe Kante. Ein Großteil dieses Geldes fließt in Sparbücher sowie auf Tages- und Festgeldkonten. Aber auch Sparpläne sind beliebt. Es gibt staatlich geförderte und ungeförderte Verträge. Riester-Sparpläne beispielsweise bezuschusst der Staat. An diese Zuschüsse sind aber etliche Bedingungen geknüpft, die diese Verträge zum Teil sehr kompliziert, teuer und auch unflexibel machen. Dennoch können sie sich unter Umständen lohnen. Mehr dazu lesen Sie in unseren Ratgebern zur Altersvorsorge und zur Riester-Rente.

Deutlich variabler sind nicht geförderte Sparpläne, wie sie Banken anbieten. Dazu gehören auch Fondssparpläne, die zu den flexibelsten Sparprodukten am Markt zählen. Sie können die Höhe Ihrer Einzahlungen variieren, mit den Zahlungen ganz aussetzen, zusätzliches Geld einzahlen und jederzeit verkaufen.

So funktioniert ein Fondssparplan

Über Aktienfonds-Sparpläne können Anleger bei den meisten Banken ab 50 Euro monatlich in eine Vielzahl von Wertpapieren investieren. Auf diese Weise wird das Risiko verteilt. Fällt ein Wertpapier aus oder macht Verluste, ist das kein Drama, solange die anderen gut laufen.

Sparpläne gibt es für verschiedene Fondsarten: etwa für schwankungsarme Rentenfonds, die in festverzinsliche Anleihen investieren, und für riskantere Aktienfonds, die das Kapital der Anleger in Anteilsscheine von börsennotierte Unternehmen stecken. Auch für Mischfonds, die sowohl Aktien als auch Anleihen kaufen, existieren Sparpläne.

Warum Aktienfonds in jedes Anlagedepot gehören, wenn es um den langfristigen Vermögensaufbau geht, erläutern wir Ihnen ausführlich in unserem Ratgeber zu Aktien-Indexfonds. Dort können Sie auch im Detail nachlesen, wieso wir börsengehandelte Indexfonds, die auch kurz ETFs (englisch für „Exchange Traded Funds“) genannt werden, den gemanagten Aktienfonds vorziehen: Sie sind einfach, billig, transparent und bequem. Letzteres ist besonders bei einem langfristigen Sparplan vorteilhaft.

Anleger können in Aktien-Indexfonds über Jahrzehnte einzahlen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob ihr Fonds gut oder schlecht verwaltet wird. Denn ETFs haben keine Manager, die Fehlentscheidungen treffen können. Diese Fonds entwickeln sich immer so wie der jeweilige Aktienindex, den sie kopieren – abzüglich der Verwaltungskosten, die meist einige Zehntel der Anlagesumme ausmachen. Auch die Funktionsweise von ETFs ist in unserem Ratgeber ausführlich beschrieben.

Aktien-Indexfonds sind eine langfristige Anlage

Mit einem Sparplan auf einen Aktien-Indexfonds kaufen Sie regelmäßig Fondsanteile, beispielsweise monatlich, zu einem festgelegten Anlagebetrag. Die Anteile werden in einem Wertpapierdepot aufbewahrt, das Sie bei fast jeder Bank eröffnen können. Da Aktienkurse zum Teil stark schwanken, schwankt auch der Wert von ETFs. Es ist also möglich, dass ein Aktien-Sparplan zwischenzeitlich ins Minus gerät. Wir raten Ihnen deswegen, nur Geld in einem solchen Sparplan anzulegen, das Sie die nächsten 10, besser 15 Jahre nicht benötigen. Denn auf lange Sicht wurden Verluste in der Vergangenheit immer wieder aufgeholt. Ein langer Atem ist bei einem solchen Sparplan also Pflicht.

Das Durchhaltevermögen der Sparer wurde in der Vergangenheit meistens mit ansehnlichen Renditen belohnt. Ein Sparplan auf einen börsengehandelten Indexfonds, der den Weltaktienindex MSCI World nachbildet, hätte in den vergangenen 15 Jahren bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro eine durchschnittliche Rendite von 7,4 Prozent erzielt, nach Abzug der Kaufkosten. Bei manchen Anbietern fallen keine Nebenkosten an, dann ist der Ertrag noch ein wenig höher. Geht man weiter zurück in die Vergangenheit, waren aber auch deutlich höhere und niedrigere Renditen möglich, wie die folgende Tabelle zeigt.

Wertentwicklung Sparpläne über 15 Jahre (100 € im Monat, 18.000 € insgesamt)

Jahr Beginn Jahr Ende Endbetrag durchschnittliche Rendite pro Jahr
1969 1984 43.534 € 10,95 %
1974 1989 60.447 € 14,78 %
1979 1994 36.639 € 8,91 %
1984 1999 58.814 € 14,46 %
1989 2004 27.125 € 5,25 %
1994 2009 18.727 € 0,52 %
2000 2015 32.220 € 7.36 %

Quelle: MSCI, Finanztip-Berechnung auf MSCI World Net minus Verwaltungskosten (Stand: 24.2.2016)

Achtung

Manche Banken und Finanzvermittler rechnen für ihre Kunden Sparpläne schön. Sie behaupten zum Beispiel, über Sparpläne kämen Anleger günstiger an Fondsanteile oder Sparpläne würden immer besser abschneiden als Einmalanlagen. Finanztip hat die Werbeaussagen untersucht. Ergebnis: Sie sind nicht haltbar. Details lesen Sie in unserem Artikel zum Durchschnittskosten-Effekt.

Einen Sparplan auf einen Aktien-Indexfonds können Sie jederzeit abschließen – unabhängig vom aktuellen Geschehen an den Börsen. Der Einstiegszeitpunkt ist nicht so wichtig, weil zu Beginn nur wenig Kapital in einem Sparplan steckt. Fallen zunächst die Kurse, ist das kein Grund zur Aufregung. Denn beim Sparplan kaufen Sie ja über einen langen Zeitraum verteilt Aktien ein. Falls der Kurs stark schwankt, kommen Sie also mal etwas teurer, mal etwas billiger zu Ihren Aktien.

Anders als der Einstiegs- hat der Ausstiegszeitpunkt großen Einfluss auf die Rendite eines Sparplans. Gegen Ende der Spardauer hat sich viel Kapital angesammelt, das mit den Kursen schwankt. Gehen die Börsen ausgerechnet dann in die Knie, kann das die Rendite mindern.

Deshalb kann es vorteilhaft sein, die Fondsanteile länger zu behalten als geplant und auf eine Kurserholung zu hoffen, oder schon vorher auszusteigen, wenn das Sparziel erreicht ist. Eine andere Möglichkeit besteht darin, Fondsanteile in den letzten Jahren der geplanten Laufzeit nach und nach in sichere Anlagen umzuschichten. Auf diese Weise sichern Sie Gewinne. Mehr Information dazu erhalten Sie in unserem Ratgeber Richtig umschichten.

Die günstigsten Angebote für ETF-Sparpläne bekommen Sie bei Direktbanken im Internet. Bei vielen Sparplänen entfallen sogar sämtliche Kosten für den Kauf der Anteile. Jedoch bekommen Sie bei Onlinebanken in der Regel keine Beratung, welcher ETF-Sparplan für Sie geeignet ist. Wenn Sie sich bei der Auswahl des passenden Fonds nicht sicher sind, können Sie einen Honorarberater aufsuchen. Im Unterschied zu Bankberatern, die meist nur auf den Verkauf teurer hauseigener Produkte aus sind, geben Ihnen Honorarberater unabhängige Empfehlungen.

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Diese Indizes sind für einen Sparplan geeignet

Wichtig bei der Anlage in Indexfonds ist es, das Risiko möglichst gut zu verteilen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie mehrere Sparpläne abschließen müssen. Als Fundament für Ihre Aktienanlage genügt ein Indexfonds auf einen international orientierten Index. Wir empfehlen Ihnen Indexfonds auf den MSCI World. Dieser setzt sich aus 1.600 Einzelunternehmen aus 23 Ländern zusammen. Fast 60 Prozentder Unternehmen stammen aus den USA. Es handelt sich vor allem um große Konzerne wie Apple oder Exxon Mobil, sogenannte Standardwerte, die global tätig sind. Eine Übersicht über die Indexverteilung nach Ländern und Branchen finden Sie in unserem Detailartikel zum MSCI World. 

In der folgenden Tabelle haben wir noch weitere Indizes zusammengestellt, die sich für einen ETF-Sparplan eignen. Wir empfehlen Einsteigern Indizes, die große Unternehmen aus mehreren Ländern und verschiedenen Branchen enthalten. Einzelne Länderindizes wie der Deutsche Aktienindex (Dax) eignen sich nicht als Grundbaustein für ein Depot. 

Indizes für ETF-Sparpläne

Name Index Region Firmen stammen vorwiegend aus Unternehmensgröße Währungsrisiko
MSCI World weltweit USA, Japan große und mittlere Unternehmen ja
Stoxx Europe 600 Europa Großbritannien, Schweiz große, mittlere und kleine Unternehmen ja
MSCI EMU Euroraum Frankreich, Deutschland große und mittlere Unternehmen nein

Quellen: MSCI, Stoxx (Stand: 10. September 2015)

Beachten Sie, dass der Wert von Indizes, die ein internationales Aktienspektrum abdecken, auch von Währungsschwankungen abhängt. Diese sind meist deutlich kleiner als die Schwankungen der Aktien, können aber zusätzliche Rendite oder Verluste einbringen. Unterm Strich ist diese Art der Anlage auch in fremden Währungen jedoch kein Nachteil. 

Die günstigsten Banken und MSCI-World-Sparpläne

Für beliebte Indizes wie den MSCI World gibt es Indexfonds von mehreren Fondsgesellschaften. Sie unterscheiden sich kaum in der Wertentwicklung. Die Gebühren, die die Fondsgesellschaften für die Verwaltung der Fonds berechnen, bewegen sich je nach ETF zwischen 0,1 bis 0,75 Prozent des Fondsvermögens pro Jahr. ETFs sind damit deutlich günstiger als aktiv gemanagte Fonds. Die besten für einen Sparplan geeigneten Produkte haben wir in einer Untersuchung herausgefiltert. 

  • Amundi ETF MSCI World UCITS ETF (ISIN FR0010756098)
  • Comstage ETF MSCI World TRN UCITS ETF (ISIN LU0392494562)
  • DB X-Trackers MSCI World Index UCITS ETF (ISIN LU0274208692)
  • iShares Core MSCI World UCITS ETF (ISIN IE00B4L5Y983)

Die ISIN ist die Wertpapier-Identifikationsnummer. Sie dient dazu, Indexfonds und andere Wertpapiere ohne Verwechslungsgefahr auszuwählen und zu kaufen. Manchmal finden Sie auch die WKN, die Wertpapier-Kennnummer, die demselben Zweck dient.

Onlinebanken sind günstiger

Wir haben geprüft, welche Onlinebanken die von uns empfohlenen MSCI-World-ETFs als Sparplan kostenlos anbieten. Kostenlos bedeutet, dass die Bank nichts für den Ankauf und die Verwahrung der ETF-Anteile berechnet. Das Ergebnis ist in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst.

Banken mit kostenlosem Sparplan auf empfohlene MSCI-World-ETFs

Anbieter MSCI World Sparplan kostenlos Empfohlene Indexfonds    
    Comstage (LU0392494562) db x-trackers (LU0274208692) iShares (IE00B4L5Y983)
Comdirect x x - -
Consorsbank x x x -
DAB Bank x x x -
Flatex x x - x
Maxblue x x x -

¹Den Amundi-ETF auf den MSCI World hat keiner der genannten Onlinebroker im Programm.
Quellen: Anbieter (Stand: 24. Februar 2016)

Sollten Sie eine Alternative zum MSCI World suchen, können Sie bei allen empfohlenen Banken außerdem Anteile des Stoxx Europe 600 in Sparplanform kostenlos ansparen: entweder den von Comstage (ISIN LU0378434582/WKN ETF060), von DB X Trackers (ISIN LU0328475792/WKN DBX1A7) oder von iShares (ISIN DE0002635307/WKN 263530).

ETFs auf den MSCI EMU haben die Consorsbank, die DAB Bank, Flatex und Maxblue kostenlos im Angebot: Comstage (ISIN LU0392494729/WKN ETF112), DB X Trackers (ISIN LU0846194776/WKN DBX0GJ) oder iShares (ISIN IE00B3VWMM18/WKN A0X8SE).

Bei allen genannten Banken ist auch die Depotführung kostenlos. Beachten Sie allerdings, dass bei der Comdirect das Depot nur dauerhaft nichts kostet, wenn Sie eine der folgenden Bedingungen erfüllen: Sie zahlen regelmäßig in einen Sparplan ein, Sie kaufen zweimal pro Quartal andere Wertpapiere oder Sie eröffnen zusätzlich ein kostenloses Girokonto. Ansonsten fallen 1,95 Euro pro Monat an.

Comdirect
Depotbank mit großem Angebot an ETF-Sparplänen

  • ETF-Sparplan auf den MSCI World kostenlos
  • ETF-Sparplan auf den Stoxx Europe 600 kostenlos
  • ETF-Sparplan auf den MSCI EMU im Angebot, jedoch nicht kostenlos
  • Depot nur mit Sparplan oder kostenlosem Girokonto dauerhaft umsonst

Consorsbank
Depotbank mit Angebot an ETF-Sparplänen

  • ETF-Sparpläne auf den MSCI World kostenlos
  • ETF-Sparplan auf den Stoxx Europe 600 kostenlos
  • ETF-Sparplan auf den MSCI EMU kostenlos
  • Rabattaktion gilt mindestens bis Oktober 2016 für DB X-Trackers und Januar 2019 für Comstage

DAB Bank
Depotbank mit großem Angebot an ETF-Sparplänen

  • ETF-Sparpläne auf den MSCI World kostenlos
  • ETF-Sparpläne auf den Stoxx Europe 600 kostenlos
  • ETF-Sparpläne auf den MSCI EMU kostenlos
DAB Bank

Flatex
Depotbank mit großem Angebot an ETF-Sparplänen

  • ETF-Sparpläne auf den MSCI World kostenlos
  • ETF-Sparpläne auf den Stoxx Europe 600 kostenlos
  • ETF-Sparpläne auf den MSCI EMU kostenlos

Maxblue
Online-Depot der Deutschen Bank

  • ETF-Sparpläne auf den MSCI World kostenlos
  • ETF-Sparpläne auf den Stoxx Europe 600 kostenlos
  • ETF-Sparplan auf den MSCI EMU kostenlos

Die günstigsten Banken für spezielle Indexfonds

Als Fundament für ein gemischtes Portfolio empfehlen wir börsengehandelte Indexfonds auf den MSCI World. Viele Anleger versuchen zusätzlich, durch gezielte Investments in ETFs auf weitere Indizes, eine höhere Rendite zu erzielen. Für diese Kunden ist es vor allem wichtig, dass die Depotbanken ein breites Angebot an kostenlosen Sparplänen bieten und dass die Kosten für die übrigen Sparpläne niedrig sind. Eine Übersicht bietet folgende Tabelle:

Angebot und Konditionen der Onlinebanken im Überblick

Anbieter Anzahl kostenlose ETF-Sparpläne Anzahl ETF-Sparpläne Kosten pro Ausführung für Sparplan 100 € Kosten pro Ausführung für Sparplan 200 € Kosten pro Ausführung für Sparplan 300 €
Flatex 290 19 0,90 € 0,90 € 0,90 €
Comdirect 45 190 1,50 € 3 € 4,50 €
Consorsbank 40 80 1,50 € 3 € 4,50 €
DAB Bank über 160 rund 250 2,75 € 3 € 3,25 €
Maxblue (Deutsche Bank) 106 24 2,90 € 3,30 € 3,70 €
S-Broker 95 382 2,50 € 5 € 7,50 €
ING-Diba 0 34 1,75 € 3,50 € 5,25 €
Onvista 41 0 0 € 0 € 0 €
1822 Direkt 0 46 2,95 € 2,95 € 2,95 €
Wüstenrot 0 32 2,40 € 3,60 € 4,80 €

Quellen: Websites der Anbieter (Stand: 9. Februar 2016)

Mit 309 ETF-Sparplänen hat Flatex das größte Angebot. Flatex ist auch am günstigsten: 290 ETFs von Comstage und iShares sind im Ankauf kostenlos, für die verbleibenden 19 ETFs der Debeka berechnet Flatex einen Festpreis von 90 Cent pro Order. Diese Kosten würden die Rendite eines Sparplans, in den über zehn Jahre monatlich 100 Euro fließen, um etwa 0,17 Prozentpunkte pro Jahr verringern.

Mit 235 ETFs beziehungsweise 120 ETFs bieten auch die bekannteren Geldinstitute Comdirect und Consorsbank noch ein großes Angebot an ETF-fähigen Sparplänen. Weit weniger davon (45 beziehungsweise 40) sind allerdings kostenlos. Für die regulären Sparpläne berechnen beide Onlinebanken jeweils 1,5 Prozent des Ordervolumens an Gebühren. Wer zehn Jahre lang 100 Euro anspart, muss so auf jährlich 0,3 Prozent Rendite verzichten. Das ist mehr als bei Flatex. Wir empfehlen die Comdirect und die Consorsbank als Alternative für Sparer mit Sparraten bis 200 Euro – dabei fallen die Kostenunterschiede noch nicht so ins Gewicht. Daneben sind die Banken eine Option für Sparer, die gern ETFs von DB X-Trackers kaufen wollen – denn diese hat Flatex nicht im Programm.

Die DAB Bank hat mit mehr als 230 sparplanfähigen ETFs ebenfalls ein großes Angebot. 70 ETFs kosten Sparer im Ankauf nichts. Für ETFs, die nicht auf der Angebotsliste stehen, verlangt die DAB dagegen eine fixe Vergütung von 2,50 Euro je Rate plus 0,25 Prozent des Ordervolumens. Ein Sparplan mit monatlich 100 Euro über zehn Jahre raubt Sparern jedes Jahr so einen guten halben Prozentsatz Rendite. Erst mit höheren Ordergrößen wird diese Quote besser. Wir empfehlen die DAB daher als Alternative für Sparpläne ab 200 Euro. Auch Anleger, die Lyxor-Fonds bevorzugen, werden bei der DAB Bank fündig.

Alle anderen Onlinebanken im Test sind entweder teurer oder haben nur eine geringe Auswahl an Sparplänen.

Flatex
Depotbank mit großem Angebot an ETF-Sparplänen

  • mit 309 ETF-Sparplänen größtes Angebot
  • 290 ETFs von Comstage und iShares sind im Ankauf kostenlos
  • für 19 Fonds der Debeka verlangt Flatex geringe 90 Cent pro Rate

Comdirect
Depotbank mit großem Angebot an ETF-Sparplänen

  • mit 235 ETF-Sparplänen großes Angebot
  • 45 ETFs von Comstage im Ankauf kostenlos
  • Alternative für Sparpläne bis 200 € und für Kunden, die ETFs von DB X-Trackers kaufen wollen
  • Depot dauerhaft kostenlos mit Sparplan oder bei Abschluss von kostenlosem Girokonto

Consorsbank
Depotbank mit Angebot an ETF-Sparplänen

  • mit 120 ETF-Sparplänen angemessen großes Angebot
  • 80 ETFs von Comstage und DB X-Trackers im Ankauf kostenlos
  • Rabattaktion gilt mindestens bis Oktober 2016 für DB X-Trackers und Januar 2019 für Comstage
  • Alternative für Sparpläne bis 200 € und für Kunden, die ETFs von DB X-Trackers kaufen wollen

DAB Bank
Depotbank mit großem Angebot an ETF-Sparplänen

  • mit über 230 ETF-Sparplänen großes Angebot
  • 70 ETFs von Comstage und DB X-Trackers im Ankauf kostenlos
  • Alternative für Sparpläne ab 200 Euro und für Kunden, die ETFs von Lyxor kaufen wollen
DAB Bank

So haben wir getestet

Vergleich ETF-Sparpläne 2016

Als Basis für unseren Test im Februar 2016 haben wir Anbieter für ETF-Sparpläne untersucht, die auf Vergleichs- oder Informationsportalen gelistet sind oder unter den ersten 20 Einträgen bei einer Google-Suche zu den Begriffen „ETF Sparplan“, „ETF Sparplan Vergleich“, „Depot Sparplan“ und „Wertpapierdepot Sparplan“ erscheinen. So haben wir insgesamt 13 Anbieter ermittelt: 12 Onlinebroker und das Onlinedepot samt Sparplan der Commerzbank. Bei allen Anbietern können Sie direkt im Internet Ihren ETF-Sparplan eröffnen.

In die engere Auswahl kamen dann nur die zehn Anbieter, die eine kostenlose Depotführung anbieten. Die Comdirect-Töchter Ebase und Cominvest bleiben trotz umfangreicher ETF-Auswahl außen vor. Für Kunden, die älter als 18 Jahre sind, kostet dort die Verwahrung der Wertpapiere pro Jahr 26,90 Euro. Anschließend haben wir die Kosten verglichen, die für die regelmäßigen Investments in ETFs anfallen. Manche Anbieter wie die Commerzbank, ING-Diba, Wüstenrot oder 1822direkt bieten keine kostenlosen ETF-Sparpläne an. Bei S-Broker gibt es kostenlose ETFs auf den MSCI World zwar. Wer jedoch seinen Sparplan aussetzt, zahlt dort monatlich 2,95 Euro an Gebühren. Bei den verbleibenden Anbietern Flatex, Comdirect, Consorsbank, DAB, Maxblue und Onvista gibt es eine bestimmte Anzahl an sparplanfähigen ETFs umsonst, darunter auch auf den von uns empfohlenen MSCI World.

Unsere Empfehlung richtet sich erstens danach, ob Kunden ETFs auf breit gestreute Indizes kostenlos für ihren Sparplan verwenden können. Zweitens haben wir ausgewertet, wie viele ETFs insgesamt zur Auswahl stehen und wie viel den Kunden ein mit kostenpflichten ETFs gemischtes Portfolio kosten würde.

Community
Die letzten Beiträge zu dieser Diskussion:
Mir ist noch etwas eingefallen: Wenn dein Sparerfreibetrag noch nicht ausgeschöpft ist, dann fällt letztlich keine Abgeltungsteuer an und auch die Anrechnung der ausländischen Quellensteuer geht ...
24. Mai 2016 zum Beitrag
also ich hab mal die beiden Angaben
- 138 Euro in Zeile 15 und
- 4,08 Euro in Zeile 51 (linke Spalte ist richtig)
in mein Steuerprogramm eingegeben und es wird anstandslos ...
23. Mai 2016 zum Beitrag
Hm, was steht denn in der Steuerbescheinigung? Da müssten selbst bei Freistellung Einträge zu den Zeilen 7, 47, 48 und dann eben zu 15 und 51 vermerkt sein.
23. Mai 2016 zum Beitrag
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Artikel verfasst von

Dr. Manuel Kayl

Finanztip-Experte für Bankprodukte

Manuel Kayl ist bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Studiert hat er an der TU München und dem Max-Planck-Institut für Physik.

Markus Neumann

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis Oktober 2015)

Markus Neumann schrieb für Finanztip über alle Aspekte der Geldanlage. Der erfahrene Finanzjournalist verfasste bereits zahlreiche Publikationen zum Thema Geldanlage, die im Berliner Fuchsbriefe-Verlag und bei der Stiftung Warentest erschienen sind. Neumann volontierte beim Heinrich Bauer Verlag in Hamburg. Im Anschluss arbeitete er viele Jahre als Redakteur und Reporter.

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