Kfz-Versicherung der Generali

Unklare Preispolitik beim großen Anbieter

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Preise für die Kfz-Versicherung der Generali sind nicht transparent.
  • Mit dem Rabattschutz können Sie im Jahr bis zu drei Schäden einreichen, ohne Ihre Schadenfreiheitsklasse zu verlieren.
  • Die Beschwerdequote der Kfz-Versicherung liegt unter dem Marktschnitt.
  • Die Generali und ihre Tochterunternehmen Aachenmünchener und Cosmosdirekt bieten einen Telematik-Tarif an.
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Das Unternehmen Generali Versicherungen hat 2014 etwa 2,4 Millionen Fahrzeuge versichert und gehört damit zu den größeren Kfz-Versicherungen in Deutschland.

Preise: Nicht feststellbar

An dieser Stelle hätten wir gerne über die Preise der Generali in der Kfz-Versicherung informiert. Allerdings können potenzielle Kunden auf der Website des Unternehmens keine Kfz-Tarife berechnen. Unsere Preisanfrage wies die Presse-Abteilung mit der Begründung zurück, dass das Unternehmen nicht an unserer Beispielberechnung teilnehmen möchte. Somit können wir keinen Vergleich anstellen.

Zusatzoptionen: Schadenfreiheitsklasse sichern

Rabattschutz - Sie können als Zusatzoption einen sogenannten Rabattschutz wählen. Dadurch dürfen Sie bis zu 3 Schäden in der Vertragslaufzeit melden, ohne Ihre Schadenfreiheitsklasse zu verlieren. Statistisch gesehen lohnt sich diese Option nur, wenn sie deutlich weniger als 100 Euro in der Haftpflicht kostet und deutlich weniger als 200 Euro in der Vollkasko.

Verkehrsrechtsschutz - Sie können zusätzlich zum gewählten Tarif eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung abschließen. Ob sich eine solche Police lohnt, hängt von Ihrer persönlichen Risikoeinschätzung und Ihrer Neigung zu Klagen ab.

Telematik-Offensive der Generali

Hinter den Namen „Generali Mobility“ verbirgt sich der Telematik-Tarif der Generali. Mit einem solchen Tarif sollen Kunden Geld sparen, falls sie in den Augen des Unternehmens vorsichtig fahren. Je vorsichtiger die Fahrweise, desto niedriger sind die Beiträge. Versicherungen erhoffen sich davon weniger Schäden. Bis zu 40 Prozent sollen Kunden damit sparen können. Allerdings kann es bei schlechter Fahrweise auch passieren, dass sich der Beitrag erhöht.

Das Tochterunternehmen der Generali, die Aachenmünchener, bietet ebenfalls einen Telematik-Tarif an. Fahren Kunden sehr gut, sind bis zu 15 Prozent Ersparnis möglich.

Auch die Cosmosdirekt, eine weitere Generali-Tochter, bietet einen Telematik-Tarif an. Fahrer unter 28 Jahren können so bis zu 30 Prozent sparen. Wie der Mutterkonzern kann sich auch bei der Cosmosdirekt der Beitrag erhöhen, falls Kunden schlecht fahren. Außerdem müssen Kunden mindestens eine Teilkasko-Versicherung abschließen.

Um Telematik zu nutzen, brauchen Kunden die jeweilige kostenlose App der Versicherung, die den Fahrstil unterwegs misst. Die Versicherer analysieren auf dieser Grundlage das Fahrverhalten anhand folgender Kriterien:

Hartes Bremsen - Wer hart bremst, hat den Verkehr um sich herum oft nicht im Blick. Dies kann zum Beispiel vor Ampeln oder im Stop-and-go-Verkehr passieren.

Geschwindigkeit - Überhöhte Geschwindigkeit führt zu mehr Unfällen und schwereren Unfallfolgen. Halten Sie sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung, dann steigt die Bewertung Ihrer Fahrweise.

Schnelles Beschleunigen - Wer oft und schnell beschleunigt, wird mit Punktabzug bestraft, weil er als aggressiver Fahrer gilt.

Kurvenfahren - Flottes Kurvenfahren bewertet die Generali als schlechten Fahrstil. Die anderen beiden Tochterunternehmen gehen auf diesen Faktor nicht ein.

Ihr Weg zur günstigsten Autoversicherung

Um die günstigste Autoversicherung zu finden, sollten Sie sich nicht auf einen Anbieter allein verlassen. Unser großer Portaltest hat ergeben, dass Sie am besten mehrere Vergleiche kombinieren. Denn Vergleichsportale listen nicht alle Versicherungen. Und günstige Direktversicherer ziehen sich zunehmend von den Portalen zurück.

Vergleichen Sie am besten auf zweien der empfohlenen Portale: Verivox, Check24 oder autoversicherung.de. Zusätzlich können Sie auch bei der Hannoverschen Direkt oder bei der Huk24 Preise abfragen. Damit erhalten Sie in allen Fällen ein sehr gutes Ergebnis und können auch direkt eine Police abschließen. Wie Sie die Vergleichsportale richtig einstellen, erklären wir in unserem Ratgeber zum Wechsel der Kfz-Versicherung.

Mehr zur Kfz-Versicherung in unserem Ratgeber

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Mindestens zwei Internetportale nutzen

  • Vollkasko kann billiger als Teilkasko sein.
  • Versichern Sie grobe Fahrlässigkeit und Mallorca-Police.
  • Werkstattbindung ist sinnvoll und spart Geld.

» Zum Ratgeber

Empfohlene Vergleichsportale und Anbieter:

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Generali im Porträt: Kfz-Versicherung nicht profitabel

Die Generali betreute 2014 etwas mehr als 2,4 Millionen Fahrzeuge, die mindestens ein Jahr beim Unternehmen versichert waren, und nahm damit rund 630 Millionen Euro ein. Die Schaden-Kosten-Quote in der Kfz-Sparte lag bei 101 Prozent. Die Versicherung gilt damit knapp als nicht profitabel. Die Quote sagt aus, in welchem Verhältnis die Aufwendungen für versicherte Leistungen zu den eingenommenen Prämien stehen.

Die Beschwerdequote der Generali-Kfz-Versicherung lag 2014 laut einer Statistik der Bundesfinanzaufsicht (Bafin) bei 1,21 je 100.000 Verträge und damit unter dem Marktschnitt von 1,66.

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Finanztip-Chefredakteur
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Artikel verfasst von

Eric Brandmayer

Redakteur bei Finanztip (bis Januar 2017)

Eric Brandmayer hat bei Finanztip volontiert. Er kümmerte sich als Redakteur im Versicherungsteam vor allem um die Themen Hausrat und Haftpflicht. Während seines Bachelors in Journalismus und Public Relations arbeitete er als Werksstudent beim Deutschen Olympischen Sportbund in der Pressestelle. Praktische Erfahrungen sammelte er zuvor in verschiedenen Redaktionen, in der Versicherungsbranche sowie als Autor.

Arne Düsterhöft

Finanztip-Volontär

Arne Düsterhöft ist Volontär in der Redaktion von Finanztip und unterstützt die unterschiedlichen Experten-Teams. Zuvor berichtete er über digitale Technologien und Telekommunikation in der Online-Redaktion von teltarif.de. Nach Auslandssemestern in Dublin und New York hat Arne Düsterhöft seinen Masterabschluss in Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin gemacht.