Wechsel der Kfz-Versicherung

So kündigen Sie Ihre Autoversicherung

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Wechsel zu einer günstigeren Autoversicherung kann mehrere Hundert Euro im Jahr sparen.
  • Jeden Herbst sollten Sie Ihren Tarif auf Onlineportalen vergleichen.
  • Die meisten Kfz-Policen können jedes Jahr zum 30. November gekündigt werden. Vergleich und Neuabschluss müssen Sie vorher erledigen.
  • Wenn die Versicherung den Beitrag erhöht, Sie ein neues Auto kaufen oder nach einem Schaden nicht mehr zufrieden sind, können Sie ebenfalls wechseln.
  • Erst nachdem die neue Versicherung den Abschluss bestätigt hat, sollten Sie den alten Vertrag per Fax oder Einschreiben kündigen. Die Kündigung muss bis zum 30. November den alten Versicherer erreichen.

So gehen Sie vor

  • Damit die Kündigung rechtzeitig eingeht, sollten Wechselwillige bis ungefähr zum 20. November ihren Tarif mit den Angeboten auf Vergleichsportalen vergleichen.
  • Machen Sie immer zwei Vergleiche. Kombinieren Sie dafür Vergleichsportale und Direktversicherer miteinander.
  • Die besten Vergleichsportale sind Verivox und Check24. Etwas schlechter, aber immer noch empfehlenswert, schnitt autoversicherung.de ab.
  • Kombinieren Sie ein Portal mit einem der günstigen Direktversicherer, die nicht auf den Portalen vertreten sind. Das sind vor allem Hannoversche Direkt und Huk24. Oder kombinieren Sie zwei Vergleichsportale.
  • Die günstigsten Ergebnisse in unseren Tests lieferte die Kombination aus Verivox und Hannoversche.
  • Gibt es dort einen günstigeren Tarif mit den richtigen Leistungen, dann schließen Sie diesen zum 1. Januar des Folgejahres ab.
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Es lohnt sich, jedes Jahr im Herbst zu prüfen, ob man die Autoversicherung wechseln sollte. Denn das kann schnell mal 100 Euro Ersparnis bringen. Bei Fahrern, die schon sehr lange nicht mehr oder noch nie ihre Autoversicherung gewechselt haben, sind vielleicht sogar mehrere Hundert Euro weniger möglich. Eine halbe Stunde Zeit für einen Vergleich auf Onlineportalen und ein Fax oder ein Einschreiben an den alten Versicherer sind alles, was es dazu braucht.

Da die Kündigungsfrist der meisten Verträge bis zum 30. November läuft, locken die Anbieter im Herbst regelmäßig mit Neukundenrabatten und günstigen Tarifen. Die Preisschlacht der Kfz-Versicherungen sollten Versicherte nutzen.

So geht der Wechsel

Der neue Tarif sollte die gleiche oder eine bessere Leistung zu einem günstigeren Preis bieten. Gleichen Sie die Ergebnisse der Vergleichsportale daher mit dem alten Vertrag ab. Prüfen Sie außerdem, ob einige Klauseln des alten Tarifs vielleicht überflüssig sind oder wichtige Leistungen fehlen.

Kündigen Sie am besten schriftlich per Einschreiben oder Fax und heben Sie den Sendebericht auf. Alternativ können Sie auch einen Kündigungsdienst nutzen. Verträge, die Sie nach dem 1. Oktober 2016 geschlossen haben, können Sie auch per E-Mail kündigen. Wichtig ist nur, dass die Mail Ihnen eindeutig zugeordnet werden kann. Verwenden Sie daher eine E-Mail-Adresse, die bei der Versicherung hinterlegt ist. Außerdem ist es sinnvoll, zusätzlich die Vertragsnummer und eine Adresse anzugeben, die der Anbieter in seinen Unterlagen wiederfindet.

Zusätzlich sollte das Schreiben an die Versicherung das Kennzeichen und den Zeitpunkt der Kündigung enthalten. Es ist immer gut, auch den Grund anzugeben, beispielsweise Prämienerhöhung oder Verkauf des Wagens. Verkaufen Sie das Auto, ist es auch sinnvoll, Name und Adresse des Käuders aufzuführen. Denn Sie können die Versicherung erst kündigen, wenn der Käufer für das Auto eine neue nachweist. Nutzen Sie zur Kündigung unser Musterschreiben.

Die Kündigung ist erst gültig, sobald sie bei der alten Versicherung eingegangen ist. Das muss innerhalb der Kündigungsfrist geschehen, in der Regel also bis spätestens zum 30. November.

Bei der E-Mail müssen Sie beweisen können, dass die Kündigung bei der Versicherung eingegangen ist. Fordern Sie eine Lesebestätigung ein, außerdem sollten Sie das Schreiben im Postausgang speichern und samt Zieladresse und Datum ausdrucken. Achten Sie darauf, ob die Versicherung die Kündigung innerhalb einer von Ihnen gesetzten Frist bestätigt – wenn nicht, haken Sie nach.

Ein Vergleich bis spätestens zum 20. November stellt sicher, dass die Zeit für die Kündigung nicht zu knapp wird. Verschicken Sie das Schreiben an die alte Versicherung erst, wenn von der neuen Gesellschaft bereits eine Bestätigung des neuen Vertrags vorliegt. Sonst kann es möglicherweise in der Kaskoversicherung Probleme geben. Denn bei Voll- oder Teilkasko kann eine Versicherung Sie auch ablehnen, im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung.

Mehr zur Kfz-Versicherung in unserem Ratgeber

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Mindestens zwei Internetportale nutzen

  • Vollkasko kann billiger als Teilkasko sein.
  • Versichern Sie grobe Fahrlässigkeit und Mallorca-Police.
  • Werkstattbindung ist sinnvoll und spart Geld.

» Zum Ratgeber

Empfohlene Vergleichsportale und Anbieter:

Tipp

Kündigungsdienste

Online-Kündigungsdienste helfen Ihnen, Kündigungsfristen nicht zu vergessen, und halten Kündigungsvorlagen und Anbieteradressen parat.

Kündigungsfrist endet meist am 30. November

Die meisten Verträge in der Kfz-Versicherung laufen bis zum Jahresende (Hauptfälligkeit) und haben eine ordentliche Kündigungsfrist von einem Monat. Die neue Versicherung beginnt dann ab dem 1. Januar des Folgejahres.

Bei einem neuen Vertragsabschluss sollten Sie möglichst an der Laufzeit bis zum 31. Dezember festhalten, damit Sie auch in Zukunft von günstigen Versicherungsprämien zur Wechselsaison profitieren können.

Nicht bei allen Versicherungen läuft der Vertrag immer bis zum Jahresende. Einige schließen Policen auch mit unterjähriger Laufzeit ab. Dann läuft der Vertrag beispielsweise bis Ende März. Da die Kündigungsfrist auch hier einen Monat beträgt, müsste die Kündigung in diesem Fall bis Ende Februar bei der Versicherung eingegangen sein.

Außerordentliches Kündigungsrecht

In der Kfz-Versicherung gibt es ein außerordentliches Kündigungsrecht:

  • nach einer einseitigen Erhöhung des Versicherungsbeitrags ohne Erhöhung des Versicherungsschutzes,
  • nach einem Schadensfall und
  • beim Verkauf des Autos.

Sobald eine Beitragserhöhung angekündigt ist, haben Versicherungskunden einen Monat Zeit, ihr Sonderkündigungsrecht zu nutzen. Beispiel: Das Versicherungsunternehmen erhöht die Prämie mit einem Brief vom 15. November. Dann läuft die außerordentliche Kündigungsfrist bis zum 14. Dezember.

Eine außerordentliche Kündigung ist auch im Schadensfall möglich. Wenn Versicherungskunden mit der Regulierung des Schadens nicht zufrieden sind, können sie ebenfalls kündigen, und zwar innerhalb eines Monats nach Bearbeitung des Schadensfalls. Damit ist der Zeitpunkt gemeint, zu dem der Versicherer für den Schaden gezahlt hat (auch teilweise) oder die Übernahme der Kosten abgelehnt hat. Allerdings hat auch die Versicherung das Recht, nach einem Schaden die Police zu kündigen.

Wer sich ein neues Auto zulegt und das alte verkauft, beendet damit den bestehenden Versicherungsvertrag. Das ist die Möglichkeit, einen neuen Anbieter zu suchen. Bevor der alte Wagen abgemeldet wird, sollte der Besitzer rechtzeitig Beiträge für das neue Auto vergleichen. Bei der Abmeldung eines Fahrzeugs informiert die Zulassungsstelle automatisch den Versicherer. Wird das Auto ohne vorherige Abmeldung verkauft, läuft die Versicherung kurzfristig weiter, bis der neue Besitzer das Auto ummeldet.

Wenn Sie Ihren Wohnort wechseln und die Versicherung dadurch teurer wird, haben Sie kein außerordentliches Kündigungsrecht.

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Ruheversicherung bei vorübergehender Abmeldung

Ein Sonderfall ist die sogenannte Ruheversicherung, die dann greift, wenn das Auto auch nur vorübergehend abgemeldet wird. Der Versicherungsvertrag läuft dann kostenlos weiter, bis zur endgültigen Kündigung. Der Versicherungsumfang bleibt mit Ausnahme der Vollkaskoversicherung bestehen – eine Vollkaskoversicherung wird also zur Teilkaskoversicherung. Das Fahrzeug ist bei Wiederanmeldung automatisch beim selben Anbieter versichert.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.