Saisonkennzeichen

Nicht unbedingt preiswert, aber praktisch

Das Wichtigste in Kürze

  • Saisonkennzeichen eignen sich besonders für Cabrios, Wohnwagen und Motorräder, die nur über die Frühlings- und Sommermonate gefahren werden.
  • Sie zahlen nur Steuern und Versicherung für die Zeit, in denen das Fahrzeug angemeldet ist.
  • Wenn Sie ein Auto oder Motorrad einmal mit einem Saisonkennzeichen angemeldet haben, müssen Sie sich in den Folgejahren um nichts mehr kümmern.
  • Machen Sie immer zwei Vergleiche. Nutzen Sie dafür mindestens ein Vergleichsportal. Auch der Vergleich mit dem Preis eines Direktversicherers kann sinnvoll sein.
  • Wir empfehlen die Vergleichsportale Check24 und Verivox. Nicht ganz so gut, aber immer noch empfehlenswert ist autoversicherung.de.
  • Die günstigen Direktversicherer, die nicht auf den Portalen vertreten sind und bei denen sich der Vergleich auch lohnt, sind vor allem Hannoversche Direkt und Huk24.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zu Kfz-Versicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Kaum ist der Frühling da, sieht man sie wieder überall auf den Straßen: Cabrios und Motorräder. Und bald sind auch die ersten Wohnwagen unterwegs, mit denen Familien in den Camping-Urlaub fahren. Wenn auch Sie ein Fahrzeug für wärmere Jahreszeiten haben, sollten Sie über ein Saisonkennzeichen nachdenken. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihren Wagen oder Ihr Zweirad nur für die Monate anzumelden, in denen Sie es auch wirklich nutzen. Denn im Unterschied zu einem normalen Kennzeichen ist ein saisonales Kfz-Kennzeichen nicht ganzjährig gültig, sondern nur für einen festgelegten, zusammenhängenden Zeitraum. Dieser beträgt mindestens zwei und höchstens elf Monate.

Anteilig Steuern und Versicherung zahlen

Der große Vorteil ist, dass Sie nur anteilig Steuern und Autoversicherung zahlen. Fahren Sie Ihr Cabrio beispielsweise von April bis einschließlich September, fallen lediglich Beiträge für sechs Monate an. In den Wintermonaten ruhen die Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkaskoversicherung. Alternativ könnten Sie ein Jahreskennzeichen nutzen und Ihren Wagen jedes Jahr im April an- und Ende September wieder abmelden. Jedoch profitieren Sie dann nicht von der sogenannten Ruhezeit der Haftpflichtversicherung. Diese besagt, dass Ihr Auto auch in den nicht angemeldeten Monaten versichert ist. Wird es über den Winter beispielsweise mutwillig beschädigt oder gestohlen, springt die Haftpflicht ein.

Tipp

Saison für Oldtimer

Bisher war es nicht möglich, Oldtimer mit Saisonkennzeichen zu versichern und gleichzeitig den vergünstigten Steuersatz zu zahlen. Doch 2017 soll dies auch bei alten Autos möglich werden.

Vorteile eines Saisonkennzeichens

Darüber hinaus bringt ein Saisonkennzeichen weitere Vorteile mit sich: Haben Sie das Fahrzeug einmal entsprechend bei der Zulassungsstelle angemeldet, müssen Sie sich in den Folgejahren um nichts mehr kümmern. Der Versicherungsschutz läuft automatisch für den angegeben Zeitraum, und auch das Kennzeichen ist für die ausgewiesenen Monate dauerhaft gültig. Auf dem Kennzeichen werden am rechten Rand nämlich nur die zulässigen Monate vermerkt, nicht aber das Jahr. Ein halbjährlicher Gang zur Zulassungsstelle entfällt genauso wie die Anmelde- und Abmeldegebühr von jeweils rund 17 Euro. Dafür zahlen Sie nur einmalig eine Zulassungsgebühr von etwa 27 Euro.

Weiteres Plus eines Saisonkennzeichens: Wer seinen Wagen mindestens sechs Monate angemeldet hat und in der Zeit unfallfrei gefahren ist, wird von den meisten Versicherern in der Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) hochgestuft. Dadurch sinkt der Beitrag im Folgejahr. Für Autos und Motorräder, die weniger als sechs Monate im Jahr angemeldet sind, gilt diese Regelung nicht. Sie starten im nächsten Jahr in derselben SF-Klasse.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu Kfz-Versicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Darauf sollten Sie achten

So praktisch die Vorzüge eines Saisonkennzeichens auch sind, genauso streng sind die Regeln. In der Zeit, in der das Fahrzeug nicht angemeldet ist (etwa über den Winter), hat es kein gültiges Kennzeichen und darf daher keinesfalls am Straßenverkehr teilnehmen. Das bedeutet auch, dass Sie mit dem Cabrio oder dem Motorrad nicht zum TÜV fahren dürfen, sollte der Termin für die Hauptuntersuchung (HU) in diesen Zeitraum fallen. Sie warten dann einfach solange, bis das Saisonkennzeichen wieder gültig ist und machen anschließend einen Termin für die Jahresuntersuchung aus. Das ist erlaubt und auch so gewollt.

Ebenfalls dürfen Sie das Gefährt nicht am Straßenrand oder auf einem öffentlichen Parkplatz abstellen. Es muss auf Privatgrund überwintern. Ein Verstoß wird mit einem Bußgeld von 40 Euro und möglicherweise hohen Abschleppkosten geahndet.

Versicherungstarife vergleichen

Grundsätzlich ist es immer günstiger, ein Auto, das wirklich nur wenige Monate im Jahr gefahren wird, über ein Saisonkennzeichen zu versichern. Schließlich wird die Kfz-Police dann nur anteilig berechnet – im Gegensatz zum vollen Beitrag bei einem Jahreskennzeichen. Allerdings haben unsere Stichproben ergeben, dass eine Saisonversicherung vergleichsweise teurer sein kann, wenn man die Beträge aufs ganze Jahr hochrechnet.

Auf dem Vergleichsportal Check24 haben wir zwei verschiedene Cabrios überprüft: einen 3er BMW mit rund 150 PS und einen Golf VI mit 105 PS. Wir haben angegeben, dass beide Autos von einer Frau Mitte 30 gefahren werden, bereits eine Vorversicherung und die Schadenfreiheitsklasse 10 haben. Wir haben jeweils den halbjährlichen Beitrag für ein Saisonkennzeichen von April bis September berechnet sowie die Prämie für ein Jahreskennzeichen.

Ergebnis: In beiden Fällen war das Saisonkennzeichen teurer. Beim BMW kostete der günstigste Anbieter für sechs Monate rund 261 Euro, für den Golf 226 Euro. Eine Jahresversicherung für die beiden Cabrios war aber nicht doppelt so teuer, wie man vermuten könnte: Das BMW-Cabrio kostet jährlich 491 Euro, die Open-Air-Variante von VW nur 401 Euro. Wir raten Ihnen dennoch zu einem Saisonkennzeichen, weil die Vorteile überwiegen.

Vergleichen Sie allerdings unbedingt selbst Versicherungstarife auf einem Vergleichsrechner. Alle Hintergrundinformationen zu dem Thema finden Sie in unserem großen Ratgeber Kfz-Versicherung.

Mehr zur Kfz-Versicherung in unserem Ratgeber

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Mindestens zwei Internetportale nutzen

  • Vollkasko kann billiger als Teilkasko sein.
  • Versichern Sie grobe Fahrlässigkeit und Mallorca-Police.
  • Werkstattbindung ist sinnvoll und spart Geld.

» Zum Ratgeber

Empfohlene Vergleichsportale und Anbieter:

Community
Die letzten Beiträge zu dieser Diskussion:
Gesamte Diskussion anzeigen - Anmelden oder registrieren, um an der Diskussion teilzunehmen.

Sollen wir Sie
zu Kfz-Versicherung
sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten?

Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps - kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

  • Wertvolle Spartipps für Ihr Geld
  • Urteile, die Sie kennen sollten
  • Updates zu unseren beliebten Rechnern und Musterschreiben
  • Unverbindlich und jederzeit kündbar


Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

Vielen Dank für Ihre Anmeldung

Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

  1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
  2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
  3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

Weitere Themen

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei

Artikel verfasst von

Anika Schulz

ehemalige freie Finanztip-Mitarbeiterin

Anika Schulz ist ausgebildete Journalistin. Sie arbeitete bereits beim Peoplemagazin InTouch und bei verschiedenen Publikationen aus der BILD-Gruppe. Ihr Volontariat schloss sie erfolgreich beim Berliner Kurier ab. Für Finanztip schrieb sie bis zum 1. Juli 2016 im Bereich Versicherungen.

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.