Selbstbeteiligung Kfz-Versicherung

Mehr als 300 Euro Selbstbehalt in der Vollkasko kann sich lohnen

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Selbstbeteiligung senkt den jährlichen Preis der Kfz-Versicherung.
  • Sie können grundsätzlich die Selbstbeteiligung für die Vollkasko- und die Teilkaskoversicherung unterschiedlich hoch wählen.
  • Wir empfehlen 300 Euro Selbstbehalt in der Vollkasko- und 150 Euro in der Teilkaskoversicherung.
  • Da Sie im Durchschnitt Schäden bis zu 1.300 Euro in der Vollkasko ohnehin selbst bezahlen sollten, können Sie auch 500 Euro oder sogar 1.000 Euro Selbstbehalt in der Vollkasko wählen.
  • Probieren Sie auf den Vergleichsportalen aus, wie viel Beitragsersparnis Ihnen eine höhere Selbstbeteiligung als 300 Euro bringt.

So gehen Sie vor

  • Machen Sie immer zwei Vergleiche. Nutzen Sie dafür mindestens ein Vergleichsportal. Auch der Vergleich mit dem Preis eines Direktversicherers kann sinnvoll sein.
  • Wir empfehlen die Vergleichsportale Check24 und Verivox. Nicht ganz so gut, aber immer noch empfehlenswert ist autoversicherung.de.
  • Die günstigen Direktversicherer, die nicht auf den Portalen vertreten sind und bei denen sich der Vergleich auch lohnt, sind vor allem Hannoversche Direkt und Huk24.
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Eine kleine Beule in der Autotür ist kein Schaden, den die Versicherung unbedingt übernehmen muss: Kleinere Schäden am Auto tragen Versicherte im Rahmen einer Selbstbeteiligung (SB) besser selbst. Dafür gewährt die Versicherung einen Beitragsrabatt, weil sie damit Verwaltungskosten spart. Für die Teilkaskoversicherung empfehlen wir 150 Euro Selbstbehalt, da sich das statistisch gesehen bei den meisten Autofahrern lohnt.

Für die Vollkasko wählen die meisten 300 Euro Selbstbehalt. Damit machen Sie grundsätzlich nichts falsch. Finanztip hat aber ausgerechnet, dass es sich durchschnittlich lohnt, einen Vollkaskoschaden bis zu einer Höhe von etwa 1.300 Euro ohnehin selbst zu bezahlen. Deswegen sollten Sie auf den Vergleichsportalen überprüfen, ob in Ihrem Fall ein Selbstbehalt von 500 Euro nicht einen deutlichen Preisvorteil bringt. Wenn Sie ein teureres Fahrzeug haben und einen Schaden von 1.000 Euro von Ihrem Tagesgeldkonto bezahlen können, sollten Sie sogar prüfen, ob sich nicht 1.000 Euro Eigenanteil in der Vollkasko in Ihrem Fall lohnen.

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Selbstbeteiligung in der Teilkaskoversicherung

In einer Finanztip-Studie haben wir im August 2016 für sechs verschiedene Profile und Autos verschiedene Höhen der Selbstbeteiligung durchgerechnet. Aus allen Tarifen, die auf einem Vergleichsportal für ein Profil angezeigt wurden, errechneten wird Durchschnittswerte. Die Beispiele zeigen: In der Teilkaskoversicherung brachte ein Selbstbehalt von 150 Euro bei einem Profil im Durchschnitt bis zu 30 Prozent Preisnachlass. Mit 300 Euro Eigenanteil stieg der mögliche Rabatt sogar auf 41 Prozent.

Veränderung der Beiträge: Teilkasko mit Selbstbeteiligung

Höhe Selbstbeteiligung 0 € 150 € 300 €
       
Volvo V40 769 € -18 % -24 %
BMW 5er¹ 126 € -27 % -37 %
Toyota Auris 501 € -25 % -32 %
Nissan Micra¹ 27 € -19 % -26 %
Subaru Forester 911 € -30 % -41 %
VW Golf¹ 48 € -15 % -19 %

¹ monatliche Zahlung
Quelle: Finanztip-Studie, Nafi-Auto (Stand: August 2016)

Finanztip hat anhand von 501 Tarifberechnungen eine durchschnittliche Beitragsersparnis von 22 Prozent ermittelt, wenn Sie 150 Euro Selbstbeteiligung in der Teilkasko wählen. 300 Euro Selbstbeteiligung brächten weitere 8 Prozentpunkte. Nach unserer Einschätzung bietet daher der niedrigere Eigenanteil das bessere Preisleistungsverhältnis.

Selbstbeteiligung in der Vollkaskoversicherung

In der Vollkasko wird eine Selbstbeteiligung von 300 Euro mit einem deutlichen Preisvorteil belohnt. Eine weitere Erhöhung auf 500 Euro oder 1.000 Euro bringt nur noch einen vergleichsweise geringen Vorteil.

Veränderung der Beiträge: Vollkasko mit Selbstbeteiligung

Höhe Selbstbeteiligung 0 € 150 € 300 € 500 € 1000 €
           
Volvo V40 1.861 € -21 % -26 % -29 % -36 %
BMW 5er¹ 267 € -25 % -31 % -35 % -41 %
Toyota Auris 694 € -20 % -24 % -28 % -33 %
Nissan Micra¹ 42 € -17 % -21 % -25 % -30 %
Subaru Forester 1.284 € -22 % -27 % -32 % -36 %
VW Golf¹ 59 € -10 % -13 % -15 % -18 %

¹ monatliche Zahlung
Annahmen: In der Teilkasko wurde eine Selbstbeteiligung von 150 Euro angenommen.
Quelle: Finanztip-Studie, Nafi-Auto (Stand: August 2016)

Wir haben bei den 892 Tarifberechnungen eine durchschnittliche Ersparnis von 24 Prozent für 300 Euro SB in der Vollkasko ermittelt. Eine Erhöhung auf 500 Euro bringt 27 Prozent und damit nur weitere 3 Prozentpunkte Ersparnis. Wer einen Eigenanteil von 1.000 Euro akzeptiert, bekommt einen jährlichen Preisnachlass von im Schnitt 32 Prozent.  

Da Sie aber einen Schaden von 500 Euro so gut wie immer selbst bezahlen sollten und meistens sogar einen von 1.000 Euro, überprüfen Sie auf den Vergleichsportalen am besten, ob in Ihrem Fall nicht eine Ersparnis herauskommt. Achtung: Viele der besonders günstigen Tarife sehen niedrige Selbstbeteiligungen vor und werden mit hohen Selbstbeteiligungen gar nicht angeboten. Starten Sie daher am besten mit einer Selbstbeteiligung von 300 Euro in der Vollkasko, damit Sie alle verfügbaren Tarife angezeigt bekommen. Testen Sie dann schrittweise, wie viel Sie mit 500 Euro und gegebenenfalls 1.000 Euro Selbstbeteiligung sparen würden.

Mehr zur Kfz-Versicherung in unserem Ratgeber

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Mindestens zwei Internetportale nutzen

  • Vollkasko kann billiger als Teilkasko sein.
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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Finanztip-Redaktion

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Die Finanztip-Redaktion besteht aus einem Team von Experten, die völlig unabhängig für Sie recherchieren, damit Sie die beste Entscheidung treffen können. Die Experten arbeiten in den Teams Bank & Geldanlage, Versicherung & Vorsorge, Recht & Steuern sowie Energie/Reise/ Mobilität & Medien. Bei der Wahl der Zeitschrift „Wirtschaftsjournalist“ zur Wirtschaftsredaktion des Jahres belegte die Redaktion 2015 den zweiten Platz.