Krankenhaustagegeld-Versicherung

Unnötiges Tagegeld im Krankheitsfall

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Krankenhaustagegeld-Versicherung zahlt bei einem medizinisch notwendigen, stationären Aufenthalt im Krankenhaus.
  • Pro Tag gibt es einen vorher vereinbarten Betrag von der Versicherung.
  • Besser ist eine Krankentagegeld-Versicherung.
  • Sinnvolle Krankenzusatzversicherungen finden Sie in unserer Übersicht.
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Tipp

Sinnvolle Krankenzusatzversicherungen

Einige Krankenzusatzversicherungen sollte fast jeder haben, andere sind nicht ratsam. Wir haben eine Übersicht zusammengestellt.

Geld für den täglichen Krankenbesuch der Familie, für das Telefon am Bett, für die gesetzliche Zuzahlung – Versicherungen fallen viele Gründe ein, mit denen sie eine Krankenhaustagegeld-Versicherung bewerben. Wer diese Police abschließt, bekommt bei einem stationären Krankenhausaufenthalt pro Tag eine vorher vereinbarte Summe ausgezahlt. Bis zu 100 Euro täglich sind in der Regel möglich.

Eine Krankenhaustagegeld-Versicherung zahlt nur bei einem medizinisch notwendigen, stationären Aufenthalt im Krankenhaus (Versicherungsvertragsgesetz § 192 Abs. 4). Bei langwierigen ambulanten Behandlungen gibt es kein Geld. Das Tagegeld zahlt die Versicherungsgesellschaft, sobald ihr die Bescheinigung des Krankenhauses über die Dauer der Behandlung in der Klinik vorliegt.

Wird ein Arbeitnehmer krankgeschrieben, hat er sechs Wochen lang einen Anspruch auf Lohnfortzahlung, danach zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld. Wer zusätzliche Kosten durch einen Krankenhausaufenthalt durch eine Versicherung abdecken möchte, sollte lieber eine Krankentagegeld-Versicherung abschließen. Denn diese fängt, anders als die Krankenhaustagegeld-Versicherung, den Einkommensunterschied zwischen Krankengeld und normalem Einkommen auf. Privatversicherte, die kein Krankengeld erhalten, sollten auf jeden Fall ein Krankentagegeld vereinbaren.

Leistungen der Krankenhaustagegeld-Versicherung

Die Höhe des Tagessatzes ist einkommensunabhängig und daher in jedem Vertrag individuell vereinbart. Der erste Tag und der letzte Tag der stationären Behandlung gelten jeweils als ein Tag. Die Höhe des Beitrages hängt unter anderem von der Höhe des Tagessatzes, dem Alter, Beruf und Gesundheitszustand des Versicherten ab. Aber auch davon, ob sie Teil einer allgemeinen Krankenzusatzversicherung ist. So kostet beispielsweise für einen 30-Jährigen ein Krankenhaustagegeld in Höhe von 60 Euro etwa 11 Euro Beitrag pro Monat. Ein 70-Jähriger zahlt rund 30 Euro im Monat.

Die Krankenhaustagegeld-Versicherung lässt sich auch im Rahmen der privaten Unfallversicherung oder gemeinsam mit einer privaten Krankenzusatzversicherung abschließen. Dadurch gibt es unterschiedliche Leistungen:

Leistungen in der privaten Unfallversicherung - Für jeden Tag, den Sie nach einem Unfall im Krankenhaus verbringen müssen, erhalten Sie einen fest vereinbarten Betrag als Krankenhaustagegeld, dessen Höhe Sie (bei Vertragsabschluss) selbst bestimmen. Die Kosten der Krankenhausbehandlung zahlt Ihre Krankenversicherung.

Leistungen in der privaten Krankenversicherung - Für jeden Tag, den Sie (egal aus welchem Grund) stationär behandelt werden, erhalten Sie einen fest vereinbarten Betrag als Krankenhaustagegeld, dessen Höhe Sie ebenfalls selbst bestimmen.

Eine weitere Krankenhaustagegeld-Versicherung dürfen Sie nur mit Einwilligung des Versicherers abschließen.

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    Finanztip-Chefredakteur
    Hermann-Josef Tenhagen

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    Artikel verfasst von

    Annika Krempel

    Finanztip-Expertin für Versicherungen

    Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.