Kreditkarten-Check

Die AvD-Tank-und-Spar-Visa-Karte

Das müssen Sie wissen

  • Sie erhalten beim Tank&Spar-Angebot des Automobilclubs von Deutschland (AvD) eine Visa-Karte von der Santander Bank. Sie bekommen die Kreditkarte jedoch nur, wenn Sie Mitglied des AvD sind.
  • Für die Karte wird eine Jahresgebühr von 25 Euro im Jahr fällig. Darüber hinaus fallen Sollzinsen von 12,29 Prozent effektiv pro Jahr an, wenn Sie Ihre Abrechnung nicht pünktlich bezahlen. Geldabheben ist teuer und kostet Sie mindestens 5,25 Euro pro Vorgang.
  • Die Tank&Spar-Karte bietet Ihnen einen Tankrabatt von 3 Prozent, mit dem Sie maximal 75 Euro im Jahr sparen können. Außerdem erhalten Sie die Jahresgebühr ab einem jährlichen Umsatz von 5.000 Euro zurück. Die Karte bietet Ihnen zwei Unfallversicherungen, die allerdings nur begrenzten Schutz bieten.

Dann lohnt sich die Karte

  • Sie sind Mitglied beim AvD oder wollen es werden.
  • Sie tanken für mindestens 2.500 Euro im Jahr. Das sind etwa 210 Euro im Monat. Die Rechnung zahlen Sie mit der AvD-Karte.
  • Sie setzen mit der Karte mehr als 5.000 Euro im Jahr um.
  • Sie zahlen Ihre Kreditkartenabrechnung immer pünktlich.
  • Sie nutzen die Karte nicht zum Geldabheben.
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Der Automobilclub von Deutschland (AvD) bietet seinen Mitgliedern die AvD-Tank&Spar-Visa-Card an. Laut der Website des AvD ist diese Karte „viel mehr als eine Kreditkarte“. Doch was bringt die Kreditkarte des AvD wirklich? Wir haben die von der Santander Bank ausgegebene Kreditkarte getestet und liefern Ihnen die Antworten. 

Das kostet die AvD-Tank&Spar-Visa-Karte

Die Jahresgebühr der Kreditkarte beträgt 25 Euro. Das ist deutlich günstiger als das vergleichbare Angebot des ADAC: Dessen Kartendoppel Gold schlägt mit 109 Euro jährlich zu Buche. Der Beitrag für die Clubmitgliedschaft für den AvD fällt mit jährlich 34,90 Euro ebenfalls niedriger aus als für den ADAC, der 49 Euro pro Jahr verlangt.

Im Vergleich zu anderen Kreditkarten sind die Sollzinsen relativ hoch. Zudem fallen hohe Gebühren an, falls Sie mit der Karte Geldabheben. Die genauen Kosten haben wir für Sie in der Tabelle aufgelistet.

Unser Tipp: Verzichten Sie mit der AvD-Kreditkarte komplett auf Abhebungen im In- und Ausland. Zu diesem Zweck gibt es zahlreiche andere Karten, mit denen Sie weltweit kostenlos Geld am Automaten holen können.

Die Kosten im Überblick

Jahresgebühr 25 Euro
Partnerkarte 10 Euro
Geldabheben aus Guthaben 1 Prozent des Umsatzes (mindestens 5,25 Euro)
Geldabheben aus Kreditrahmen 3,5 Prozent des Umsatzes (mindestens 5,75 Euro)
Sollzinsen pro Jahr 12,29 Prozent effektiv
Fremdwährungsgebühr außerhalb der Eurozone 1,5 Prozent des Umsatzes
Für Nichtmitglieder: AvD-Mitgliedsbeitrag 34,90 Euro pro Jahr

Quelle: Webseite des Anbieters (Stand: 28. September 2016)

Das bietet Ihnen die AvD-Tank&Spar-Visa-Karte

Tankrabatt: Die Visa-Kreditkarte bietet Ihnen einen Tankrabatt von 3 Prozent. Allerdings ist dieser Vorteil bei einer Tankrechnung von 2.500 Euro im Jahr gedeckelt. Danach gibt's diesen Rabatt nicht mehr. Sie können also bis zu 75 Euro jährlich an der Zapfsäule sparen. Der eingesparte Betrag wird nicht von der Tankrechnung abgezogen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt Ihrem Konto gutgeschrieben.

Das Unternehmen erkennt die Zahlungen an einem bestimmten Merkmal (Merchant Category Code), das für Tankstellen hinterlegt ist. Bei Bau- und Supermärkten kommt es vor, dass ein anderer Code hinterlegt ist und somit die Zahlung nicht als Tankstellenzahlung erkannt wird. Der Kunde kann jedoch diese Rechnung beim AvD einreichen und so für die nachträgliche Buchung des Tankrabatts sorgen.

Dann lohnt sich der Tankrabatt

Um den Tankrabatt voll auszuschöpfen, müssen Sie bei einem Benzinpreis von 1,50 Euro je Liter etwa 23.800 Kilometer im Jahr fahren, wenn Sie mit Ihrem Wagen durchschnittlich 7 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen.

Keine Jahresgebühr: Sie bezahlen keine Jahresgebühr, wenn Sie mit der Karte für mehr als 5.000 Euro im Jahr bezahlen. Die Rechnungen von der Tankstelle zählen hier auch dazu. Das Abheben von Bargeld leider nicht.

Unfallversicherung: Der Versicherungsschutz – eine Insassenunfallversicherung im In- und Ausland sowie eine Verkehrsmittelunfallversicherung – entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als lückenhaft und teilweise unsinnig. In der Praxis werden entweder nur sehr spezielle Schadensfälle abgedeckt oder die Leistungen werden von bereits abgeschlossenen Versicherungen übernommen wie zum Beispiel der Haftpflichtversicherung.  

So ist die Insassenunfallversicherung heutzutage überflüssig. Noch vor einigen Jahren war sie sinnvoll, da es eine Lücke im Versicherungsschutz gab. Denn wenn es keinen Unfallschuldigen gab, wie beispielsweise bei einem Reifenplatzer, konnte ein verletzter Beifahrer keine Ansprüche gegen die Autohaftpflicht geltend machen. Inzwischen muss die Autohaftpflicht jedoch auch ohne Schuld des Fahrers zahlen.

Auch der Nutzen einer Verkehrsmittelunfallversicherung ist fraglich. Theoretisch garantiert sie dem Versicherungsnehmer nach einem Unfall in einem Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn einen Anspruch auf Schadensersatz. Tatsächlich unterliegt diese Versicherung jedoch zahlreichen Einschränkungen. So greift der Versicherungsschutz beispielsweise nur dann, wenn die Reise auch mit der AvD-Kreditkarte bezahlt wurde.

Dann lohnt sich die AvD-Tank&Spar-Visa-Karte

Die Karte lohnt sich für Sie, wenn Sie Mitglied beim Automobilclub von Deutschland sind oder es werden möchten und wenn Sie oft mit dem Auto unterwegs sind. Dann können Sie mit dem Rabatt bis zu 75 Euro pro Jahr sparen. Falls Sie außerdem oft mit der Kreditkarte bezahlen, sparen Sie sich ab einem Mindestumsatz von 5.000 Euro pro Jahr die Kartengebühr von 25 Euro. Unser Rechenbeispiel zeigt Ihnen, wie Sie mit der Karte 75 Euro im Jahr sparen können:

Rechenbeispiel AvD-Tank&Spar-Visa-Karte

Jahresgebühr für die Karte -25 Euro
Tankrabatt +75 Euro
Jährlicher Umsatz von 5.000 Euro +25 Euro
Gesamtersparnis +75 Euro

Achten Sie jedoch darauf, Ihre Kreditkartenrechnung pünktlich zu bezahlen. Andernfalls fallen hohe Sollzinsen von 12,29 Prozent effektiv im Jahr an. Vermeiden Sie es unbedingt, mit Ihrer Kreditkarte Bargeld abzuheben. Dadurch können zum Teil extrem hohe Kosten entstehen.

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Vergleich mit der Kreditkarte des ADAC

Sie können bei den zwei großen Automobilclubs Deutschlands – ADAC und AvD – eine Kreditkarte mit identischem Tankrabatt bekommen. Allerdings ist die Jahresgebühr für die Mitgliedschaft und die Karte beim ADAC wesentlich teurer als beim AvD. Nur wenn Verbraucher zwei Kreditkarten – Visa und Mastercard – haben wollen und sich für den zusätzlichen Service des ADAC interessieren, ist das Kartendoppel eine Option.

Vergleich Kreditkarten AvD und ADAC

  AvD-Tank&Spar-Karte ADAC-Kartendoppel Gold
Jahresgebühr 25 € 109 €
Mitgliedsbeitrag 34,90 € 49 €
Kreditkarte Visa Visa und Mastercard
Tankrabatt bis 75 € im Jahr bis 75 € im Jahr

Quelle: Webseiten der Anbieter (Stand: 28. September 2016)

AvD-Tank&Spar-Visa-Card

  • 3 Prozent Tankrabatt, maximal 75 Euro pro Jahr
  • Rückzahlung der Jahresgebühr ab einem jährlichen Mindestumsatz von 5.000 Euro
  • Jahresgebühr von 25 Euro, Partnerkarte 10 Euro
  • nur für Mitglieder des Automobilclubs von Deutschland, Mitgliedsbeitrag 34,90 Euro pro Jahr
  • Versicherungsschutz lückenhaft oder unnötig
  • Sollzinsen von 12,29 Prozent effektiv pro Jahr bei Teilzahlung
  • hohe Abhebegebühren aus Guthaben von 1 Prozent des Umsatzes (mindestens 5,25 Euro) und aus dem Kreditrahmen von 3,5 Prozent des Umsatzes (mindestens 5,75 Euro)

Mehr dazu im Ratgeber Kreditkarten

Josefine Lietzau
Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Kostenlose Kreditkarte als Basisausstattung

  • Bei Kreditkarten fallen oft hohe Kosten an.
  • Achten Sie auf Gebühren beim Abheben.
  • Auch das Bezahlen im Ausland ist oft teuer.
  • Einige Anbieter verlangen nur geringe Gebühren.

» Zum Ratgeber

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Dr. Manuel Kayl

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis August 2016)

Manuel Kayl war bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Er hat am 31. August 2016 Finanztip verlassen.