Mastercard

Die Kreditkarte für alles andere

Das Wichtigste in Kürze

  • Verbraucher können mit Mastercard-Kreditkarten weltweit zahlen und Geld abheben.
  • Verlorene oder gestohlene Karten müssen gesperrt werden. Das geht über die Notfall-Telefonnummer 116 116. Bankkunden haften selbst für finanzielle Verluste, die ihnen entstanden sind, bis sie die Karte sperren.
  • Oft haben die Kreditkarten nur den Namen Mastercard gemein. Leistungen, Konditionen und Abrechnungsrhythmus unterscheiden sich je nach Karten-Herausgeber.
  • Verbraucher erhalten Mastercard Kreditkarten von ihrer Bank, nicht vom Kreditkartenunternehmen selbst.

So gehen Sie vor

  • Als Prepaid-Kreditkarte empfiehlt Finanztip die Mastercards der Fidor Bank. Wem die Bank keinen Dispo gewährt, der muss immer Guthaben auf das zugehörige Konto überweisen.
  • Falls Verbraucher sich für Gold- oder Platinkarten interessieren, sollten sie prüfen, ob sich die ausgewählte Karte überhaupt lohnt.
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Glück, Gesundheit und gutes Wetter – das sind Dinge, die man nicht kaufen kann. Für alles andere, so sagt es jedenfalls die Werbung, gibt es Mastercard. Zumindest können Verbraucher mit den Kreditkarten des Unternehmens alles andere bezahlen.

Akzeptanz der Kreditkarten

Mit den Kreditkarten von Mastercard können Verbraucher weltweit Geld abheben – schließlich akzeptieren zwei Millionen Geldautomaten rund um den Globus die unterschiedlichen Karten von Mastercard. Das Unternehmen macht keine Angaben dazu, an wie vielen Automaten Verbraucher in Deutschland mit Mastercard-Kreditkarten an Geld kommen, doch an den meisten Automaten dürfte es keine Probleme geben.

Das gilt auch für das weltweite Bezahlen. Das Unternehmen spricht von 36 Millionen Akzeptanzstellen und ist in mehr als 200 Ländern tätig. Falls die Girocard also im Ausland nicht akzeptiert wird, können Verbraucher immer noch zur Kreditkarte greifen.

Mastercard legt die Kosten für das Geldabheben oder Zahlen in einer fremden Währung nicht selbst fest. Diese Information finden Kunden im Preis- und Leistungsverzeichnis der kartenausgebenden Bank.

NFC-Logo

Mit einigen Mastercard-Kreditkarten können Verbraucher auch kontaktlos über die Near Field Communication (NFC) bezahlen. Mastercard nennt das Ganze Paypass. Ob sie ihre Karte an der Kasse aus der Hand geben müssen oder nicht, erkennen Kunden am Funksymbol auf Karte und Kasse.

Zudem können Verbraucher über Mastercard auch mit dem Handy mobil bezahlen. Diese Möglichkeit steht allerdings nur den Kunden der Deutschen Bank offen. Zudem muss es sich um ein Smartphone mit Android-Betriebssystem handeln.

Sicherheit bei Mastercard-Karten

Kommt Bargeld weg, haben Verbraucher nicht viele Möglichkeiten. Bei Kreditkarten sieht das anders aus. Diese müssen sie zunächst sperren. Das geht unter der in Deutschland kostenlosen Notfall-Telefonnummer 116 116. Bis sie das erledigt haben, haften die Kunden gesetzlich bis zu einer Obergrenze von 150 Euro, falls jemand anderes die Karte nutzt. Einige Banken verzichten auf diese Haftung.

Bei Mastercard gilt zudem eine sogenannte Zero Liability Protection. Das heißt für Verbraucher mit einer Mastercard, dass sie im Betrugsfall gar nicht haften. Bedingung dafür ist, dass die Kunden den Kartenverlust unverzüglich ihrer Bank gemeldet haben und das sie nicht fahrlässig mit der Kreditkarte umgegangen sind. Falls die Bank in einen solchen Fall Geld von den Kunden verlangt, sollten sie sie auf die Mastercard-Regeln hinweisen.

Beim Online-Shopping setzt Mastercard genau wie Visa auf ein 3D-Secure-Verfahren, um die Kunden besser zu schützen. Bei Mastercard nennt sich das Mastercard Securecode. Dabei geben die Kunden beim Einkaufen neben den Kartendaten noch eine TAN ein, die sie per SMS erhalten.

Seit November 2016 bietet Mastercard zudem einen Service an, der künstliche Intelligenz nutzt, um Betrug beim Online-Shopping besser zu erkennen. „Decision Intelligence“ analysiert, wie Kunden ihre Mastercard nutzen und soll so später das normale Einkaufen von unerwünschten Transaktionen unterscheiden können. Neben Betrugsfällen soll so auch die Zahl überflüssiger Ablehnungen reduziert werden.

Was Mastercard außer Kreditkarten noch bietet

Mastercard bietet unterschiedliche Kreditkarten-Produkte an. Es gibt eine Standard-Kreditkarte, Gold- und Platinum-Kreditkarten sowie die World-Elite-Karte. Das Unternehmen bewirbt die Karten mit höherem Status mit mehr Leistungen und Service. Bei der World-Elite-Karte spricht es sogar davon, dass sie „reserviert für besondere Kunden“ sei.

Anbieter können über Mastercard auch Prepaid-Kreditkarten ausgeben. Bei diesen Karten müssen die Nutzer zuerst Guthaben auf das Konto laden, bevor sie sie einsetzen können. Was die jeweilige Mastercard kostet und welchen zusätzlichen Service es gibt, hängt von der herausgebenden Bank ab.

Einige Anbieter haben ungewöhnlichere Mastercard-Karten im Programm: virtuelle Kreditkarten. Bei diesen erhalten die Kunden lediglich die Kartendaten, mit denen sie nur im Internet bezahlen können. Die Gebühren sind oft unübersichtlich. Statt der virtuellen Karten können viele Verbraucher aber auch Bezahlwege wie Paypal oder Paydirekt nutzen.

Neben Kreditkarten gibt es auch Debit-Karten von Mastercard. Debit-Karten sind Karten, bei denen das Geld direkt vom Konto gebucht wird, wie bei den Bankkarten in Deutschland. Deutsche Banken kombinieren in der Regel das nationale Girocard-System mit einem internationalen Partner: Mastercard oder Visa. Bei Mastercard heißt die Debit-Karte Maestro, bei Visa Europe V-Pay. Wer mit solchen kombinierten Karten Geld abhebt, nutzt in Deutschland das Girocard-System, im Ausland den internationalen Partner.

Cirrus-Logo

Beim Bezahlen kommen in Deutschland eines der beiden Systeme zum Einsatz, im Ausland dann nur Maestro oder V-Pay. Manche Anbieter geben reine Maestro-Karten aus, zum Beispiel das Fintech-Unternehmen N26 (früher: Number26). Die Fidor Bank geht einen anderen, ebenso ungewöhnlichen Weg: Sie kombiniert Maestro und Mastercard auf einer Karte. Die Deutsche Bank bietet als erste Großbank seit Dezember 2016 eine Mastercard-Debit als Alternative zur Girocard an.

Die Cirrus-Karten von Mastercard sind in Deutschland eher unbekannt und werden in der Regel eher von Volksbanken ausgegeben. Mit ihnen können die Kunden Geld an Automaten mit Cirrus-Logo abheben, Bezahlen klappt nur in Kombination mit dem Girocard-System.

Mastercard entwickelt auch neue Technologien für den Zahlungsverkehr. Neben dem eigenen NFC-System gehören dazu die digitale Bezahllösung Masterpass und das biometrische Bezahlverfahren Identity Check Mobile.

Über Masterpass können Verbraucher ihre Kartendaten und Lieferadressen abspeichern. Beim Bezahlen loggen sie sich in ihr sogenanntes Mastercard Wallet ein und wählen die Kreditkarte und Adresse aus, die sie für den Einkauf nutzen wollen. Über Masterpass können Verbraucher nicht nur die Kreditkarten von Mastercard nutzen, sondern auch andere Karten von Visa, American Express oder Diners Club.

Beim Identity Check Mobile geht es darum, die Identität beim Einkaufen nachzuweisen. Die Kunden nutzen dafür keine Passwörter, sondern Selfies oder ihren Fingerabdruck. Damit der Identity Check nicht mit einem zuvor aufgenommen Foto umgangen werden kann, müssen die Nutzer bei der Selfie-Lösung beim Bezahlen in die Kamera blinzeln. Das Bild wird direkt nach der Aufnahme übertragen.

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Abrechnung bei Mastercard

Die Banken buchen die Umsätze der Mastercard-Kreditkarten auf unterschiedlichen Wegen ab. Das hängt damit zusammen, welche Art Kreditkarte die Bank ausgibt.

Debit - Alle Umsätze werden direkt abgebucht, die Karte funktioniert in dieser Hinsicht wie eine Girocard. Es kann passieren, das diese Karten nicht von Hotels oder Autovermietungen akzeptiert werden.

Charge - Die Abrechnung der Karte erfolgt monatlich, die Banken strecken ihren Kunden also Geld vor. 

Revolving - Bei Revolving-Kreditkarten können Kunden die Umsätze in Raten bezahlen, müssen dafür jedoch oft hohe Zinsen zahlen. 

Diese Mastercard-Kreditkarten empfiehlt Finanztip

Finanztip hat unterschiedliche Kreditkarten von Mastercard untersucht.

Bei den Debit-Kreditkarten eignen sich die Produkte von Fidor. Wir empfehlen die Karte als Alternative zu Prepaid-Kreditkarten. Ohne Dispo funktionieren die Karten nur, falls Kunden Guthaben auf dem Konto haben.

Fidor Bank
Mastercard Debit-Karte in Kombination mit Girokonto

  • keine Schufa-Bonitätsprüfung
  • keine Fremdwährungsgebühr
  • eine Bargeldabhebung pro Monat in der Eurozone kostenfrei
  • Jahresgebühr von 14,95 Euro
  • ab zweitem Mal Abheben im Monat Kosten von jeweils 2,50 Euro

Auch bei den Gold- und Platinkarten gibt es gute Karten. Ob sich die Kreditkarten der Netbank, von Miles and More und Advanzia für Verbraucher lohnen, hängt jedoch sehr vom jeweiligen Verhalten ab.

Netbank Mastercard Platinum

  • Reiserücktrittsversicherung ohne Selbstbehalt unabhängig vom Karteneinsatz
  • Mietwagenvollkaskoversicherung ohne Selbstbehalt
  • Weltweit kostenlos Bargeld abheben
  • 25 Euro Bonus bei Kontoeröffnung
  • Jahresgebühr von 100 Euro, Rückerstattung abhängig vom Kartenumsatz
  • Fremdwährungsgebühr von 1,0 % des Umsatzes bei Zahlungen außerhalb der Eurozone
  • Verpflichtende Nutzung des Girokontos als Gehaltskonto

Lufthansa Miles and More Credit Card Gold
“World Plus”-Version

  • Mietwagen Vollkaskoversicherung mit niedrigem Selbstbehalt von 230 Euro
  • 1 Meile pro 2 Euro Kartenumsatz für das Miles-and-More-Rabattsystem – lohnt sich vor allem bei Gebrauch für Leistungen der Lufthansa
  • Abrechnung monatlich
  • 110 Euro Jahresgebühr
  • Sollzinsen von 8,9 % effektiv im Jahr
  • Guthabenverzinsung von 0,6% effektiv im Jahr bei Guthaben bis 100.000 Euro, darüber 0,3 %
  • Gebühr von 2 % des Umsatzes (mindestens 5 Euro) bei Abhebungen am Geldautomaten
  • Mangelhafter Versicherungsschutz von Auslandsreisekrankenversicherung und Reiserücktrittsversicherung

Gebührenfrei Mastercard Gold
Goldene Kreditkarte der luxemburgischen Advanzia Bank

  • goldene Kreditkarte ohne Jahresgebühr
  • bis zu siebenwöchiger kostenloser Kredit für Einkäufe
  • keine zusätzlichen Gebühren für Zahlungen außerhalb der Eurozone
  • enthaltener Reiseschutz lückenhaft
  • hohe Sollzinsen von 22,9 % effektiv im Jahr für Geldabhebungen – berechnet ab Tag der Abhebung bis zum Begleichen der Rechnung
  • hoher Sollzinssatz von 19,94 % effektiv im Jahr für Einkäufe, wenn Rechnung nicht vollständig oder zu spät bezahlt wird – berechnet ab Tag des Einkaufs bis zum Begleichen der Rechnung.

Mastercard im Porträt: Konkurrent von Visa

Mastercard wurde 1966 von mehreren Banken als Konkurrent zu Visa gegründet. Damals arbeitete das Unternehmen noch unter den Namen Interbank Card Association, erst 1979 wechselte es zum nun bekannten Namen Mastercard.

Seit 1968 arbeitet Mastercard international, 2006 ging das Unternehmen an die Börse. Bei der Bilanzsumme hinkt Mastercard dem Rivalen Visa hinterher: Während Mastercard im Geschäftsbericht von 2015 rund 16 Milliarden US-Dollar nannte, kam Visa auf 40 Milliarden Dollar.

Mastercard gibt die Kreditkarten nicht selber aus, sondern lizensiert lediglich Banken dafür. Verbraucher müssen sich also an ihre Bank wenden, falls sie Fragen zur Kreditkarte haben, zum Beispiel, wenn die bisherige Mastercard abläuft und noch keine neue Karte im Briefkasten gelandet ist.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.