Paypass

Kontaktlos bezahlen mit Mastercard

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einigen Kreditkarten und Bankkarten können Verbraucher über die Nahfunk-Technik Near Field Communication (NFC) kontaktlos zahlen.
  • Mastercard nennt das kontaktlose Bezahlen mit den eigenen Karten Paypass.
  • Bei Verlust der Karte können Dritte damit für kleine Beträge einkaufen.
  • Aus den Karten lassen sich bestimmte Informationen über den letzten Einkauf auslesen, aber keine Pins oder andere kritische Daten.
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Ein Schwenk mit der Kreditkarte an der Kasse und schon ist der Einkauf bezahlt? Das klappt, falls die Karte mit Near Field Communication (NFC) ausgestattet ist. Kreditkartenanbieter wie Mastercard, Visa und American Express bieten diese Funktion unter verschiedenen Bezeichnungen an. Mastercard nennt das Ganze Paypass.

Wie zahlen Kunden mit Paypass

Das Bezahlen über Paypass funktioniert so: Anstatt die Kreditkarte in die Kasse zu stecken, halten die Kunden sie nur davor. Die Kasse zeigt über ein optisches oder akustisches Signal an, dass die Zahlung funktioniert hat. Es soll Mastercard zufolge nicht möglich sein, dass Kunden ungewollt oder doppelt bezahlen. Falls der Kunde weniger als 25 Euro ausgeben will, muss er zum Bezahlen mit Paypass keine Pin eingeben und auch nicht unterschreiben.

NFC-Logo auf Kreditkarten

Karten mit Paypass

Verbraucher können nicht mit jeder Kreditkarte von Mastercard kontaktlos bezahlen. Auch nicht jede Kasse ist mit der Funktion ausgestattet. Ob dies der Fall ist, erkennen Kunden am NFC-Symbol auf Karte und Kasse.

Mastercard zufolge sind zum Beispiel Kreditkarten der Commerzbank, der Netbank oder der Targobank mit Paypass ausgestattet. Zudem zeigt die Smartphone-App „Mastercard Nearby“ Geschäfte an, in denen Verbraucher kontaktlos zahlen können. Zu denen gehören Saturn, Starbucks und Vera Moda.

Mastercard hat aber nicht nur Kreditkarten mit Paypass im Programm. Auch die Bankkarten Maestro und Debit Mastercard können kontaktlos funktionieren.

Mögliche Probleme bei NFC

Verlust - Falls die Kreditkarte verloren gehen sollte, können Fremde mit ihr einkaufen – bis 25 Euro pro Einkauf. Verbraucher sollten ihre Kreditkarte bei Verlust also schnell sperren, das geht über die kostenlose Telefonnummer 116 116. Das Gleiche gilt für Mastercard-Kreditkarten ohne Paypass. Der Kunde haftet aber nur bis zu einer Obergrenze von 150 Euro.

Datenschutz - Auf dem Chip der Karte sind unterschiedliche Informationen gespeichert. Bei manchen Kreditkarten ist es möglich, einige dieser Daten sehr einfach über eine Smartphone-App auszulesen, zum Beispiel mit dem Scheckkartenleser für Android. Die App zeigt dann vielleicht den Namen des Karteninhabers an oder sogar Informationen zu den letzten Bezahlvorgängen wie Währung, Datum und Summe.

Sicherheit - Sicherheitsforscher haben es auf der Konferenz „Hack in the Box“ geschafft, NFC-Kreditkarten über Schadsoftware auszuspähen. Ob das auch außerhalb von Laborbedingungen möglich ist, steht nicht fest.

Mehr dazu im Ratgeber Kreditkarten

Josefine Lietzau
Finanztip-Expertin für Bankprodukte

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.