Prepaid-Kreditkarte

Die besten Kreditkarten bei schlechter Bonität

Das Wichtigste in Kürze

  • Prepaid-Kreditkarten eignen sich für Jugendliche und Menschen mit einem schlechten Schufa-Eintrag sowie für Selbstständige. Jeder andere sollte Standard-Kreditkarten wählen.
  • Im Vergleich zur Standard-Kreditkarte müssen Verbraucher mit höheren Gebühren, komplizierten Kostenstrukturen und mehr Einschränkungen rechnen.
  • Oft gibt es günstigere Alternativen zu Prepaid-Karten.
  • Es kann zu Problemen bei Hotel- oder Mietwagenbuchungen kommen, die Karten werden dabei nicht immer akzeptiert.
  • Beachten Sie unsere Tipps, um zusätzlich Geld zu sparen.

Die besten Angebote

  • Sowohl für Jugendliche als auch für Selbstständige und Menschen mit schlechter Schufa-Bewertung gibt es in der Regel preiswertere Produkte als Prepaid-Kreditkarten.
  • Die DKB etwa bietet ein kostenloses Girokonto samt Kreditkarte für Minderjährige an. Die Fidor Bank überprüft beim Girokonto samt Debit-Karte die Schufa-Bewertung nicht.
  • Für Jugendliche ab 14 Jahren empfehlen wir bei den Prepaid-Karten vor allem die Karte der Commerzbank, die bis 18 Jahre komplett kostenlos ist.
  • Empfehlungen für Kinder unter 14 Jahren sind die Girokonten von Comdirect und Wüstenrot Direct. Zu diesen Konten gibt es eine kostenlose Prepaid-Kreditkarte.
  • Für Menschen mit schlechtem Schufa-Score eignet sich besonders die Prepaid-Karte von Payback.
  • Tipp: Sollen wir Sie zu aktuellen kostenlosen Kreditkarten-Empfehlungen sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

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Nicht jeder Bankkunde bekommt ohne Weiteres eine Kreditkarte. Bei Verbrauchern mit schlechter Bewertung durch die Auskunftei Schufa oder bei Freiberuflern ohne regelmäßiges Einkommen zögern viele Anbieter. Auch Minderjährige erhalten nicht immer problemlos eine Kreditkarte. Sollte dies der Fall sein, können für beide Gruppen Prepaid-Kreditkarten eine Lösung sein.

Der Unterschied zur klassischen Kreditkarte liegt vor allem darin, dass die Kunden die Karten nur über ein Guthaben nutzen können, das sie vorher aufladen müssen. Die Bank gewährt keinen Kredit, wie es Verbraucher von klassischen Kreditkarten her kennen. Das schützt sie davor, Schulden zu machen – und die Banken davor, Geld zu verlieren. Auch deshalb holen viele Anbieter bei Prepaid-Karten keine Schufa-Auskunft über die Bonität ein und achten etwas weniger auf das Alter der Verbraucher.

Eine Prepaid-Kreditkarte funktioniert zum großen Teil wie eine gewöhnliche Kreditkarte: Kunden können mit dieser Karte im Internet einkaufen, Flüge buchen oder im Ausland shoppen gehen.

Ein paar Unterschiede gibt es jedoch. Und diese sind meist mit Nachteilen verbunden:

Einschränkungen - Nutzer müssen mit einigen Beschränkungen rechnen. So begrenzen manche Anbieter die verfügbare Menge an Bargeld auf wenige Hundert Euro pro Tag.

Höhere Kosten - Bei den Karten fallen zum Beispiel Kosten für das Aufladen an, die es bei anderen Karten nicht gibt. Das macht sie in der Regel teurer.

Keine Flexibilität - Prepaid-Karten sind eigentlich reine Guthabenkarten. Das kann zwar mehr Kostenkontrolle bedeuten, macht den Einsatz der Karten jedoch unflexibel. Denn ohne Kredit können Sie die Karten nicht nutzen, um den Dispo zu umgehen, wenn auf Ihrem Girokonto Ebbe herrscht. Außerdem müssen Sie immer Geld auf die Karten laden, bevor Sie sie nutzen können.

Hinterlegen einer Kaution - Bei der Buchung von Hotels oder Mietwagen kann es zu Problemen kommen, weil Kreditkarten dabei oft als Sicherheit verwendet werden. Da bei Prepaid-Karten die Kreditfunktion fehlt, akzeptieren manche Stellen sie nicht. Fragen Sie am besten nach, bevor Sie ein Hotel oder einen Mietwagen buchen.

Wir empfehlen Ihnen, nur auf eine Prepaid-Karte zurückzugreifen, falls Sie keine andere Karte bekommen. Für alle anderen Situationen gibt es kostenlose Kreditkarten.

Gebühren bei Prepaid-Kreditkarten

Prepaid-Karten sind mit oder ohne feste Jahresgebühr erhältlich; daneben erheben manche Anbieter im erstem Jahr eine zusätzliche Ausgabegebühr. Neben diesen offensichtlichen Kosten gibt es allerdings eine Vielzahl weiterer, oft versteckter Kosten. Bei Prepaid-Karten bezahlen Sie im Vergleich zu herkömmlichen Karten in aller Regel mehr. Die Kosten entstehen beispielsweise durch:

Bargeldgebühr - Die Bargeldgebühr wird erhoben, wenn Sie im In- oder Ausland Bargeld an Geldautomaten oder Schaltern abheben. Bei einigen Prepaid-Karten fällt sie recht hoch aus, es kann also sinnvoller sein, mit den Karten zu zahlen.

Fremdwährungsgebühr - Diese Gebühr kann beim Bezahlen oder Geldabheben in anderen Währungen als dem Euro anfallen. Sie wird meistens als Prozentsatz des fälligen Betrags berechnet.

Gebühren beim Bezahlen - Es kann passieren, dass selbst beim Bezahlen in Deutschland Kosten entstehen.

Aufladegebühr - Prepaid-Karten müssen mit Geld aufgeladen werden. Nicht immer ist dies kostenlos, der Preis kann abhängig von der Aufladeart unterschiedlich hoch sein.

Inaktivitätsgebühr - Wenn Sie Ihre Karte nicht oft genug einsetzen, verlangen einige Anbieter Gebühren.

Finanztip-Empfehlungen

Durch die unterschiedlichen Gebühren ist es schwer, die Karten zu vergleichen. Deshalb haben wir anhand von Musterkunden-Profilen die jährlichen Kosten verschiedener Karten berechnet.

Unsere minderjährigen Musterkunden verhalten sich dabei anders als Musterkunden mit schlechterer Schufa-Bewertung: Minderjährige nutzen die Karten in einem Auslandsjahr, die Verbraucher mit Schufa-freien Karten setzen sie vor allem ein, um online zu bezahlen. Details zu diesen Profilen erläutern wir im Testartikel.

Grundsätzlich lässt sich sagen: Andere Kreditkarten-Angebote sind in der Regel günstiger als Prepaid-Karten.

Empfehlung für Jugendliche

Prepaid-Kreditkarten sind eine Option für Minderjährige, aber: Bei unserer Berechnung haben wir festgestellt, dass es in der Regel preiswertere Alternativen zu den Prepaid-Karten gibt, die wir für mindestens so empfehlenswert halten. Daher nennen wir sie zuerst, bevor wir uns den Prepaid-Empfehlungen zuwenden.

Alternative für Minderjährige: DKB Cash U18
Die DKB bietet zum Jugendkonto Cash U18 eine Charge-Kreditkarte von Visa an. Mit einer solchen Karte bekommen Verbraucher normalerweise einen Kredit von der Bank, bei der Karte für Minderjährige fällt dieser jedoch weg. Die Bonität fragt das Geldinstitut nicht ab.

Konto und Karte sind kostenlos. Es fallen keine Fremdwährungsgebühren an, wenn die Jugendlichen in einer anderen Währung als Euro bezahlen oder Geld abheben. Außerdem ist das Geldabheben weltweit kostenlos. Damit ist diese Karte preiswerter als die meisten unsere Prepaid-Empfehlungen, unser Musterkunde bezahlt 0 Euro.

Minderjährige bekommen das Konto nur, wenn ein gesetzlicher Vertreter – zum Beispiel ein Elternteil – ein Girokonto bei der DKB hat. Sobald die Kunden 18 Jahre alt geworden sind, gelten sie für ein Jahr als Aktiv-Kunden. Die Konditionen bleiben dadurch zunächst unverändert. Erst nach dem einen Jahr müssen regelmäßig 700 Euro auf dem Konto eingehen, um die Konditionen zu erhalten. Finanztip empfiehlt dieses Girokonto für alle Kunden.

DKB
DKB Cash U18

  • ab Geburt des Kindes erhältlich
  • keine Jahresgebühr
  • weltweit kostenlos abheben
  • keine Fremdwährungsgebühr beim Bezahlen oder Abheben in einer anderen Währung
  • ein gesetzlicher Vertreter muss ein DKB-Girokonto haben

Prepaid-Karten-Empfehlung für Kinder ab 14 Jahren: Commerzbank
Jugendliche ab 14 Jahren bekommen bei der Commerzbank eine kostenlose Prepaid-Karte von Mastercard oder Visa. Entgelte für das Abheben im In- und Ausland gibt es nicht, auch das Bezahlen ist weltweit kostenlos. Sie ist die einzige Prepaid-Kreditkarte, die wir gefunden haben, die wie die Alternativen nichts kostet, also für 0 Euro zu haben ist. Die Karte lässt sich nur in der Filiale beantragen.

Ab dem 18. Lebensjahr beträgt die Jahresgebühr für die Karte 39,90 Euro im Jahr. Es fallen zudem relativ hohe Gebühren beim Abheben und beim Bezahlen im Ausland an. Volljährige Kunden sollten also dann den Anbieter wechseln und versuchen, eine kostenlose Standardkarte zu bekommen.

Commerzbank
Prepaid-Karte für Minderjährige

  • keine Jahresgebühr
  • weltweit kostenlos abheben
  • keine Fremdwährungsgebühr beim Bezahlen oder Abheben in einer anderen Währung
  • erst für Kinder ab 14 Jahren erhältlich
  • ab 18 Jahren Jahresgebühren von 39,90 €


Commerzbank

Prepaid-Karten-Empfehlung für Kinder unter 14 Jahren
Falls Ihr Kind jünger ist als 14 Jahre, empfehlen sich andere Angebote, zum Beispiel das Kinderkonto der Comdirect und das der Wüstenrot Direct.

Comdirect Juniorgiro  
Zum Jugendkonto der Comdirect gehört eine kostenlose Prepaid-Kreditkarte von Visa. Sie eignet sich nicht zum Abheben in Deutschland und der Europäischen Union, da in diesem Fall 3 Prozent der Abhebesumme als Gebühr anfallen. Zum Geldholen können die jungen Kunden jedoch die Girocard nutzen, damit ist es kostenlos.

Außerhalb der Eurozone ist das Abheben mit der Visa-Karte dagegen kostenlos. Falls die Kunden jedoch in einer Fremdwährung bezahlen, fällt eine Gebühr von 1,75 Prozent an. Damit kostet das Angebot unseren Musterkunden rund 35 Euro im Jahr. In unserem Profil könnte ein Jugendlicher die Kosten um ein Drittel senken, indem er in der Eurozone die Girocard nutzt. Das Kontopaket ist ab einem Alter von sieben Jahren erhältlich, ab dem 18. Lebensjahr ist ein normales Girokonto nötig. Das Comdirect-Konto gehört zu den Finanztip-Girokonto-Empfehlungen

Comdirect
Juniorgiro

  • für Kinder ab sieben Jahren erhältlich
  • keine Jahresgebühr
  • weltweit kostenlos abheben
  • Fremdwährungsgebühr von 1,75 Prozent beim Bezahlen in Fremdwährung
  • hohe Kosten beim Geldabheben in Deutschland mit Kreditkarte


Comdirect

Wüstenrot Top Giro Young
Die „Visa Prepaid“ der Wüstenrot Bank gibt es ebenfalls für Kinder ab sieben Jahren. Die jungen Kunden erhalten die Visa-Karte in Kombination mit einem Girokonto, für dessen Eröffnung die Bank allerdings die Bonität bei der Schufa prüft.

Es fallen Fremdwährungsgebühren in Höhe von 1,5 Prozent des Umsatzes und Fixgebühren von 1,99 Euro pro Abhebung ab dem 25. Abheben im Jahr an. Zusätzlich können die Kinder mit der Girocard in Deutschland an Cashpool-Automaten Geld abheben. Es ist also möglich, sich die kostenlosen Abhebungen für das Ausland aufzusparen. Unser Musterkunde zahlt für das Girokonto und die Karte rund 43 Euro im Jahr.

Ab dem 25. Lebensjahr ist die Karte nicht mehr kostenlos. Das Ausstellen einer Notfall-Ersatzkarte ist mit 250 Euro sehr teuer. Eine normale Ersatzkarte kostet hingegen nichts.

Wüstenrot Bank - Top Giro Young
Visa Prepaid-Karte in Kombination mit Girokonto

  • für Kinder ab sieben Jahren erhältlich
  • keine Jahresgebühr
  • bis zu 24 Mal kostenlos Bargeld abheben an Automaten mit Visa-Zeichen im In- und Ausland
  • Fixkosten von 1,99 Euro ab dem 25. Mal Bargeldabheben
  • Fremdwährungsgebühr von 1,5 Prozent für Zahlungen außerhalb der Eurozone
  • Schufa-Bonitätsprüfung für Girokonto erforderlich
  • hohe Gebühr für Notfall-Ersatzkarte

Empfehlungen ohne Schufa-Überprüfung

Auch bei den Produkten für Menschen mit schlechteren Schufa-Einträgen gibt es eine Alternative, die für viele Nutzer preiswerter sein dürfte. Denn nicht nur bei Prepaid-Karten gehen einige Anbieter lockerer mit der Schufa-Bewertung um. Dies kann auch bei sogenannten Debit-Karten passieren, insbesondere, falls die Bank zunächst keinen Dispo gewährt.

Bei Debitkarten wird der Umsatz direkt vom Girokonto abgebucht, die Banken geben also keinen Kredit. Genau wie bei den Prepaid-Karten handelt es sich nicht um echte Kreditkarten. Die Karten werden deshalb nicht immer beim Buchen von Hotels und Mietwagen akzeptiert. Allerdings ist die Kostenstruktur einfacher als bei den Prepaid-Karten, es gibt in der Regel keine Inaktivitätsgebühren oder Aufladegebühren.

Alternative ohne Schufa-Prüfung: Debit-Mastercard der Fidor Bank
Die Fidor Bank aus München bietet eine Debit-Mastercard in Verbindung mit einem Girokonto an. Die Bonität des Kunden prüft die Bank bei der Schufa zunächst nicht, gewährt allerdings auch keinen Dispo. Beantragt ein Kunde den Dispo später, überprüft Fidor seine Schufa-Daten.

Für die Mastercard gibt es keine Ausgabegebühr, die Karte kostet 14,95 Euro pro Jahr. Einmal Geldabheben pro Monat ist kostenfrei. Ab dem zweiten Abheben fallen jedes Mal 2,50 Euro an. Wer außerhalb der Eurozone mit der Karte bezahlt oder Geld abhebt, zahlt keine Fremdwährungsgebühr.

In unserer Untersuchung erzielte die Fidor Bank ein gutes Ergebnis mit Kosten von rund 15 Euro pro Jahr. Durch die gestaffelten Kosten beim Geldabheben kann sich diese Summe für diejenigen schnell erhöhen, die öfter Bargeld abheben wollen. Die Fidor Bank eignet sich also vor allem für Verbraucher, die lieber mit der Karte zahlen. Für sie ist die Karte günstiger als die preiswerteste Prepaid-Karte, die wir untersucht haben. Ab dem 18. Mal Abheben im Jahr holt die Prepaid-Karte die Debit-Karte ein; heben die Kunden noch öfter ab, ist die Prepaid-Karte preiswerter.

Mit der Karte der Bank können Kunden kontaktlos zahlen, denn sie ist mit einem sogenannten NFC-Chip ausgestattet. Dieser ist so eingestellt, dass sich Daten zu den letzten zehn Transaktionen mit einer auf einem Smartphone installierten App auslesen lassen.

Genau wie bei der Kreditkarte von N26 (früher: Number26), die ebenfalls auslesbar ist, handelt es sich dem Geldinstitut zufolge nicht um personenbezogene Daten wie Name, Geburtsdatum oder Adresse. Auch die Kartenprüfziffer oder Händlerdaten werden nicht auf den Chip gespeichert. Es geht um Kreditkartennummer, Ablauf der Kreditkarte und die letzten zehn Transaktionen. Die Fidor Bank sieht darin eigenen Angaben zufolge weder ein Datenleck noch ein Risiko für die Kunden. Wer daran Zweifel hat, der sollte die Bank wechseln. Es gibt NFC-Kreditkarten von anderen Banken, bei denen es nicht möglich ist, die Daten auszulesen.

Die Fidor Bank wurde von der französischen Bankengruppe BPCE übernommen werden. Die Gruppe bewerten die drei Ratingagenturen S&P, Moody’s und Fitch mit der Note „A“ und somit als sicher.

Fidor Bank
Mastercard Debit-Karte in Kombination mit Girokonto

  • keine Schufa-Bonitätsprüfung
  • keine Fremdwährungsgebühr
  • eine Bargeldabhebung pro Monat in der Eurozone kostenfrei
  • Jahresgebühr von 14,95 Euro
  • ab zweitem Mal Abheben im Monat Kosten von jeweils 2,50 Euro

Prepaid-Visa-Karte von Payback
Das Bonussystem Payback bietet unter eigenem Namen auch Kreditkarten an, darunter eine Prepaid-Karte von Visa. Die Jahresgebühr beträgt 29 Euro und ist somit vergleichsweise hoch. Dafür fallen keine Kosten fürs Geldabheben im Inland an. Beim Bezahlen und Geldabheben in einer fremden Währung verlangt der Anbieter 1,75 Prozent der Summe. Unser Musterkunde zahlt für die Karte rund 30 Euro im Jahr.

Payback überprüft zwar die Bonität der Kunden, fragt dafür allerdings keine Schufa-Daten ab. Stattdessen verlangt der Anbieter zum Beispiel die letzten Gehaltsnachweise zum Überprüfen der finanziellen Situation. Schwankende Einkünfte, wie sie Selbstständige haben können, sollen keine Rolle für die Vergabe der Karte spielen, erläuterte Payback auf Nachfrage. Herausgeber der Karte ist die BW Bank in Stuttgart, die zur Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) gehört. Ihre Bonität beurteilen die Agenturen Moody’s und Fitch als solide.

Payback ist vor allem durch sein Rabattprogramm bekannt, bei dem allerdings in großem Umfang Daten der Kunden gesammelt werden und das Kaufverhalten analysiert wird. Mitglieder des Bonussystems Payback erhalten Vergünstigungen wie doppelte Punkte bei einem Anbieter ihrer Wahl. Details erfahren Sie in unserem Artikel zur Payback Karte.

PAYBACK Kreditkarte
Prepaid-Visa-Karte der BW Bank

  • kostenlos Bargeld abheben im Inland
  • keine Schufa-Prüfung
  • Fremdwährungsgebühr von 1,75 % außerhalb der Eurozone
  • Jahresgebühr von 29 € (im ersten Jahr kostenlos)
  • tägliches Abhebelimit von 250 €


Alternative: Basiskonto
Wer von der Schufa schlecht bewertet wird, kann auch noch auf anderen Wegen an eine Kreditkarte kommen. Denn Banken müssen jedem, der sich legal in der Europäischen Union aufhält, ein sogenanntes Basiskonto mit grundlegenden Funktionen anbieten. In der Regel wird es auf Guthabenbasis geführt. Bei manchen dieser Karte ist eine Prepaid-Kreditkarte dabei.

Die Banken überprüfen bei diesen Konten zwar die Schufa-Daten, ablehnen dürfen sie die Kunden deshalb jedoch nicht. Die Kosten bei diesen Konten können jedoch relativ hoch ausfallen. Zudem können die Banken die Kunden ablehnen, falls sie bereits ein weiteres Konto haben. Basiskonten sind deshalb und aufgrund der eingeschränkten Funktionen nur für einige Verbraucher eine Alternative. Die meisten sollten zunächst versuchen, ein kostenloses Girokonto zu bekommen und eine preiswerte Kreditkarte dazu.

Sparen Sie zusätzlich mit unseren Tipps

Wenn Sie einige einfache Regeln beachten, können Sie im Umgang mit Prepaid-Karten zusätzlich Geld sparen:

Bezahlen Sie immer in lokaler Währung
Wenn Sie außerhalb der Eurozone unterwegs sind, können Sie beim Bezahlen und Abheben häufig entscheiden, in welcher Währung Sie abrechnen wollen. Wählen Sie immer die lokale Währung. Denn falls Sie „in Euro“ wählen, ist dies in der Regel durch den Währungskurs teurer. Bei lokaler Währung wird der Betrag meist über einen im Internet einsehbaren Wechselkurs des Kreditkartenunternehmens umgerechnet, der meistens deutlich günstiger ist.

Vorsicht bei Preisaufschlägen im Internet
Bei vielen Einkäufen im Internet mit der Prepaid-Kreditkarte fallen zusätzliche Gebühren an, beispielsweise für Flugbuchungen. Versuchen Sie, wenn möglich, andere Zahlungsmitteln zu nutzen, um diese Preisaufschläge zu vermeiden. Manche Airlines bieten kostengünstige Alternativen wie das Lastschriftverfahren an.

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So haben wir getestet

Test Prepaid-Kreditkarten Januar 2017
Für unseren Test haben wir 23 Prepaid-Karten analysiert, die bei Google auf den vorderen Plätzen lagen oder auf Vergleichsportalen gelistet waren. Darunter wählten wir sieben Karten aus, die an Jugendliche ausgegeben werden, und 18 Karten, bei denen keine Schufa-Prüfung erfolgt. Deren Kosten rechneten wir anhand von unterschiedlichen Profilen aus. Zusätzlich analysierten wir die Kosten der Alternativen. Details zu unserem Vorgehen lesen Sie im Artikel zum Prepaid-Kreditkarten-Test.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.