Kursgewinne aus privaten Aktiengeschäften

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Mit der Einführung der Abgeltungsteuer endet ab 1. Januar 2009 die Steuerfreiheit auf Kursgewinne aus privaten Wertpapiergeschäften. Bis zu diesem Zeitpunkt gelten die "alten" Vorschriften des § 23 EStG zu "Private Veräußerungsgeschäfte".

Regelung bis zum 31. Dezember 2008

Kursgewinne aus privaten Aktiengeschäften sind grundsätzlich steuerfrei. Eine Ausnahme gilt, wenn die Aktien innerhalb der Spekulationsfrist von 12 Monaten gekauft und verkauft wurden.

Gestaltungsmöglichkeiten: 

1. Nutzen Sie die Freigrenze von 512 Euro optimal aus

Spekulationsgewinne von weniger als 512 Euro pro Jahr sind steuerfrei. Für Ehegatten verdoppelt sich die Freigrenze. Vorsicht: Es handelt es um eine Freigrenze und nicht um einen Freibetrag. Beträgt der Spekulationsgewinn zum Beispiel exakt 512 Euro, muss der gesamte Gewinn (also 512 Euro) und nicht nur der über diesen Betrag liegende Teil versteuert werden.

Wenn ein Ehegatte einen Spekulationsgewinn von 700 Euro, und der andere einen von 200 Euro erzielt, müssen die vollen 700 Euro versteuert werden. Wenn jedoch ein gemeinsames Wertpapierdepot (auf beide Namen) unterhalten wird, so bleibt der gesamte Spekulationsgewinn von 900 Euro - weil die Freigrenze von 1024 Euro unterschritten wird - steuerfrei.
Verkäufe - wenn es denn geht - zum Jahresende vornehmen. Verkauf im Dezember und im Januar bedeutet, Freigrenze doppelt nutzen.

2. Bei Verkäufen gilt "first in - first out"

Bei der Bewertung von Aktienverkäufen gilt das so genannte "first in - first out" Prinzip. Das heißt, es wird unterstellt, dass diejenigen Aktien verkauft werden, die am längsten im Depot liegen.

Beispiel: Sie haben vor zwei Jahren 100 Aktien eines Unternehmens erworben. Vor fünf Monaten haben Sie weitere 50 gekauft. Jetzt verkaufen Sie 80 Stück, weil der Kurs günstig ist. Die Folge: Das Finanzamt nimmt an, dass die Verkäufe aus dem Altbestand stammen. Die Kursgewinne sind daher nicht zu versteuern.

3. Kursgewinn ermitteln

Aktien gleicher Unternehmen, die innerhalb der Spekulationsfrist zu verschiedenen Zeitpunkten erworben haben, sind auf der Basis der durchschnittlichen Anschaffungskosten dem Finanzamt zu melden.

Beispiel: Sie haben 50 Aktien zu einem Kurs von 100 Euro erworben und 50 Stück zu einem Kurs von 150 Euro. Der Durchschnittspreis beträgt folglich 125 Euro. Alle Aktien werden innerhalb der Spekulationsfrist zu einem Kurs von 180 Euro verkauft. Der Gewinn pro Stück beträgt 55 Euro (180 Euro ./. 125 Euro). Der zu versteuernde Spekulationsgewinn beträgt 5.500 Euro.

4. Spekulationsverluste realisieren

Die Verluste aus Spekulationsgeschäften sind nur mit eigenen entsprechenden Gewinnen aus Spekulationsgeschäften verrechenbar. Ist daher ein Spekulationsgewinn erzielt worden, so kann es recht sinnvoll sein, innerhalb des gleichen Jahres auch einen Spekulationsverlust zu realisieren.

Beispiel: 50 ABC-Aktien sind innerhalb von neun Monaten von 70 Euro auf 100 Euro gestiegen und dann verkauft worden. Spekulationsgewinn von 1.500 Euro (50 Aktien x 30 Euro). Die XYZ-Aktien mit 30 Stück im Bestand sind hingegen von 160 Euro auf 140 Euro gefallen.

So wird gerechnet: Der Verlust aus dem Verkauf der XYZ-Aktien (30 x 20 = 600 Euro) ist mit dem Gewinn aus dem Verkauf der ABC-Aktien (50 x 30 = 1500 Euro) zu verrechnen. Im Saldo ergibt sich ein Spekulationsgewinn von 900 Euro. Dieser liegt bei einer Zusammenveranlagung unter der Steuerfreigrenze von 1.024 Euro und bleibt somit steuerfrei.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Finanztip-Redaktion

Die Experten für Verbraucherfinanzen

Die Finanztip-Redaktion besteht aus einem Team von Experten, die völlig unabhängig für Sie recherchieren, damit Sie die beste Entscheidung treffen können. Die Experten arbeiten in den Teams Bank & Geldanlage, Versicherung & Vorsorge, Recht & Steuern sowie Energie/Reise/ Mobilität & Medien. Bei der Wahl der Zeitschrift „Wirtschaftsjournalist“ zur Wirtschaftsredaktion des Jahres belegte die Redaktion 2015 den zweiten Platz.