Förderung von Elektroautos

4.000 Euro Kaufprämie für ein E-Auto erhalten

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Anfang Juli 2016 erhalten Käufer von Elektroautos einen Zuschuss vom Staat in Höhe von 4.000 Euro für ein reines E-Auto oder 3.000 Euro für einen Plug-in-Hybrid.
  • Der Fördertopf umfasst 1,2 Milliarden Euro. Wer die Prämie zuerst beantragt, wird zuerst bedient.
  • Die Autobauer müssen die Hälfte der Prämie selbst beisteuern, daher kann es sein, dass sie sie durch verdeckte Preisaufschläge wieder reinzuholen versuchen.
  • Elektrofahrzeuge werden zehn Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit.
  • Außerdem dürfen Arbeitnehmer ihr privates E-Auto beim Arbeitgeber aufladen, ohne dass dies als geldwerter Vorteil gilt.
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Verbraucher in Deutschland bekommen beim Kauf von Elektroautos seit Juli 2016 einen Zuschuss vom Staat. Vorgesehen sind eine Prämie von 4.000 Euro für ein reines E-Auto oder 3.000 Euro für ein Hybrid-Fahrzeug mit Elektro- und Verbrennungsmotor (Plug-in-Hybrid). Im ersten Monat haben allerdings nur rund 1500 Käufer die Prämie beim Staat beantragt. Wenn das so weitergeht, sind die von der Regierung gewünschten 300.000 Elektroautos in Deutschland erst im Jahr 2032 erreicht.

Außerdem gewährt der Staat Nutzern von Elektrofahrzeugen Vorteile bei der Kraftfahrzeugsteuer und der Einkommensteuer.

Vorteile bei Kfz- und Lohnsteuer

Bei erstmaliger Zulassung ist ein E-Auto für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Das gilt rückwirkend zum Jahresanfang 2016. Ursprünglich war für den Zeitraum von 2016 bis 2020 nur vorgesehen, dass neu zugelassene E-Autos fünf Jahre von der Steuer befreit sind. Die nun aktuelle Regel gilt für reine Elektrofahrzeuge und für entsprechend umgerüstete Wagen.

Am 17. November 2016 ist zudem ein Gesetz zur steuerlichen Förderung der Elektromobilität in Kraft getreten. Der Staat fördert sie jetzt auch über die Lohnsteuer. Gewährt ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern folgende Vorteile, bleiben diese steuerfrei - zunächst im Zeitraum 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2020:

  • Aufladen eines privaten (Hybrid-)Elektrofahrzeugs des Arbeitnehmers und
  • Aufladen eines Dienstwagens des Mitarbeiters im Betrieb sowie
  • das zeitweise Überlassen einer betrieblichen Ladevorrichtung.

Übergibt der Arbeitgeber eine Ladevorrichtung dauerhaft kostenlos oder verbilligt an seinen Mitarbeiter, kann er den geldwerten Vorteil und Zuschüsse pauschal mit 25 Prozent Lohnsteuer besteuern.

Kaufprämie schnell sichern

Für die Vergabe der Kaufprämie gilt das Windhund-Verfahren: Wer sie rasch online beantragt, bekommt sie auch frühzeitig. Der Startschuss fiel Anfang Juli 2016. Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Sobald der Fördertopf leer ist, wird das Programm eingestellt. Insgesamt stehen 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Das reicht für 300.000 reine E-Autos oder 400.000 Plug-in-Hybride. Luxuswagen im Wert von mehr als 60.000 Euro sind von der Förderung ausgenommen.

Da die Autoindustrie die Hälfte der Prämie selbst beisteuert, werden nur solche Hersteller subventioniert, die sich an dem Verfahren beteiligen. Es ist nicht auszuschließen, dass die Autobauer sich das Geld über Hintertüren wieder reinholen, indem sie zum Beispiel weniger Rabatt geben als üblich.

Deutsche und ausländische Hersteller machen mit

Es beteiligen sich zum Beispiel Daimler, BMW und Volkswagen. Auch viele ausländische Pkw-Hersteller machen mit. 

Als erster Importeur hat Nissan seine Beteiligung an der E-Auto-Förderung angekündigt. Die Renault-Schwester will sogar eine zusätzliche Kaufprämie von 1.000 Euro drauflegen. Der weltweit meistverkaufte Stromer, der Nissan Leaf, wäre dann ab 18.365 Euro zu haben. 

Die begehrten Elektroautos von Tesla hingegen sind von der Subvention ausgenommen, da ihr Kaufpreis die Grenze von 60.000 Euro überschreitet. Das günstigere Tesla-Fahrzeug für den Massenmarkt, das Model 3, erscheint frühestens Ende 2017. Dann ist der Fördertopf wahrscheinlich schon leer. Spätestens Ende Juni 2019 läuft das Förderprogramm der Bundesregierung und der Autoindustrie definitiv aus. 

Da viele Kunden vom Kauf eines E-Autos absehen, weil sie Probleme mit der Reichweite der batteriebetriebenen Wagen befürchten, soll zudem das Netz an Ladesäulen deutlich ausgebaut werden. 

Ende April 2016 hatte sich die Bundesregierung mit der Autoindustrie auf die Elektroauto-Subvention geeinigt, Mitte Mai hat das Kabinett die Förderung abgesegnet. Umwelt- und Verbraucherverbände sprachen sich dagegen aus. Einfache Verbraucher würden mit ihren Steuergeldern den Zweit- oder Drittwagen von Wohlhabenden subventionieren, kritisieren sie.

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.

Udo Reuß

Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected].