Interner Tarifwechsel PKV

Tarif in der privaten Kranken-versicherung wechseln und sparen

Das Wichtigste in Kürze

  • Als Mitglied in der privaten Krankenversicherung (PKV) haben Sie das Recht, bei Ihrem Versicherer kostenlos den Tarif zu wechseln.
  • Dadurch können Sie Ihre Beiträge eventuell deutlich senken, ohne auf wichtige Leistungen zu verzichten.
  • Als Faustregel sollten Sie alle fünf Jahre Ihren Tarif überprüfen und ihn mit anderen Ihres Versicherers vergleichen lassen.
  • Vor allem für ältere, langjährig Versicherte lohnt sich das, weil es mittlerweile in der Regel günstigere Tarife gibt.
  • Sie brauchen die Hilfe eines Versicherungsberaters, da Sie selbst wahrscheinlich beim Versuch scheitern werden, alleine den optimalen Tarif zu finden.
  • Wählen Sie für ein erfolgsabhängiges Honorar den Versicherungsberater Minerva und für ein Pauschalhonorar den Versicherungsberater Verssulting.
  • Tipp: Sollen wir Sie zum Thema private Krankenversicherung sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

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Jeder, der länger in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist, kennt diesen Ärger: In der Zeit vor dem Jahreswechsel flattert ein Schreiben herein mit einer saftigen Beitragserhöhung. Viele Versicherte nehmen das stillschweigend über etliche Jahre hin – bis ihnen eines Tages die Belastung über den Kopf wächst.

Dabei gibt es von Gesetzesseite eine gute Möglichkeit, dieser Beitragsexplosion entgegenzuwirken: Als PKV-Versicherter dürfen Sie bei Ihrem privaten Krankenversicherer kostenlos den Tarif wechseln und können dadurch möglicherweise Beiträge sparen. Dieses Recht nutzen zu wenige. Erfahrungen spezialisierter Berater zeigen, dass in vielen Fällen eine Ersparnis von mehr als 200 Euro im Monat möglich ist.

Für wen lohnt sich ein Tarifwechsel?

Die Antwort ist einfach: potenziell für jeden. Jeder Privatversicherte sollte sein Recht wahrnehmen, den Tarif zu wechseln, und dadurch bei gleich gutem Schutz Beiträge zu sparen. Das Gesetz ist dabei auf der Seite der Kunden: Es entstehen keine Kosten, der Versicherte kann nur profitieren.

Das Problem liegt in der Umsetzung. Sie sollten nicht nur einmal, sondern sogar regelmäßig den Tarif wechseln. So können Sie in sinnvollen Zeitabständen entscheiden, ob der Tarif noch gut ist oder ob es bessere Alternativen gibt. Als Faustregel empfiehlt es sich, alle fünf Jahre einen Vergleich mit anderen Angeboten Ihres Versicherers anzustellen. Das Gesetz sieht keine Beschränkungen vor, wie oft Sie den Tarif wechseln dürfen. Angesichts des damit verbundenen Aufwands ist ein häufigerer Wechsel meist nicht sinnvoll.

Ganz besonders lohnt es sich für ältere, langjährig Versicherte, da ihr alter Tarif wahrscheinlich im Vergleich zu neueren nicht mehr optimal ist.

Achtung

Nicht den Versicherer wechseln

Wenn Sie in der PKV sind, sollten Sie in aller Regel nur intern den Tarif, aber nicht die Versicherung wechseln. Denn wenn Sie zu einem anderen Anbieter gehen, verlieren Sie einen erheblichen Teil Ihrer Altersrückstellungen, die im Alter die Kosten abfedern sollen. Außerdem müssen Sie sich einer neuen Gesundheitsprüfung stellen, was Risikozuschläge und Ausschlüsse zur Folge haben kann. Ein externer Wechsel kann nur in Ausnahmefällen sinnvoll sein. Wenn Ihr Vermittler Ihnen eine solche sogenannte Umdeckung vorschlägt, ist er wahrscheinlich auf die neue Abschlussprovision aus.

Warum sich ein Tarifwechsel lohnt

Krankenversicherungen werden mit der Zeit immer teurer. Dafür gibt es hauptsächlich zwei Gründe: Zum einen entwickelt sich die Medizin stetig weiter, und modernere Therapien haben eben ihren Preis. Zum anderen steigt die Lebenserwartung, wodurch die Menschen immer länger in dem Alter sind, in dem sie höhere Gesundheitskosten verursachen.

Zwar bildet jede private Krankenversicherung sogenannte Altersrückstellungen, die dafür sorgen, dass die Beiträge im Alter nicht explodieren. Steigen werden sie dennoch.

Das besondere Phänomen in der PKV ist aber, dass neue, aktuell angebotene Tarife fast immer billiger sind als alte. Der Grund liegt im bedenkenswerten Vertriebssystem der PKV: Private Krankenversicherungen sind darauf angewiesen, dass ihre Vermittler neue Kunden an Land ziehen. Also müssen sie attraktive, günstige Tarife bereitstellen. Nach einer Weile werden diese dann für den Verkauf geschlossen und durch neue Tarife mit günstigeren Beiträgen ersetzt. Währenddessen werden die geschlossenen Tarife sukzessive teurer. Dieser Prozess wiederholt sich oft alle paar Jahre. Dadurch, dass neue Tarife für den Verkauf billig gemacht werden, steigt der Beitrag erst nach der Schließung im Lauf der Zeit auf die eigentlich angemessene Höhe.

Zudem zeigt die Erfahrung, dass gesunde Versicherte eher mal den Tarif wechseln als kranke – obwohl jeder das Recht auf einen Tarifwechsel hat, unabhängig vom Gesundheitszustand. Wenn aber Gesunde einen Tarif verlassen, verbleiben anteilig mehr Kranke, wodurch die Beiträge steigen.

Welche Spielregeln gelten

Jeder privat Versicherte hat nach Paragraf 204 VVG das Recht, bei seinem Versicherer in einen anderen Tarif zu wechseln, der entweder einen gleich guten oder einen schlechteren Versicherungsschutz bietet (interner Tarifwechsel). Wenn Sie in einen Tarif mit höheren Leistungen wechseln wollen, kann der Versicherer

  • einen Risikozuschlag verlangen, auch wenn kein erhöhtes Risiko beim Versicherten vorliegt (BGH, Urteil vom 13. April 2016, Az. IV ZR 393/15),
  • eine Wartezeit ansetzen, in der Sie die höheren Leistungen nicht in Anspruch nehmen können,
  • die höheren Leistungen in Ihrem Fall ausschließen.

Im Gegenzug können Sie

  • freiwillig bestimmte höhere Leistungen ausschließen, um Risikozuschläge oder Wartezeiten zu vermeiden,
  • sich mit dem Versicherer auf eine Gesundheitsprüfung einigen, um den besseren Tarif ohne Einschränkungen zu bekommen.

Sie dürfen grundsätzlich in alle alten und neuen Tarife wechseln. Also in alle, die Ihre Versicherung anbietet oder jemals angeboten hat. Die Auswahl ist mit mehreren Hundert Tarifen dadurch sehr groß und oft schwierig. Sie brauchen bei der richtigen Tarifauswahl deshalb einen guten Berater.

Bei einem internen Tarifwechsel behalten Sie alle Rechte aus dem ursprünglichen Vertrag, beispielsweise, dass Sie später in den Standardtarif  wechseln können, der nur bestimmten Versicherten offensteht. Insbesondere behalten Sie alle in Ihrem alten Tarif gebildeten Altersrückstellungen. Diese werden voll auf den neuen Tarif angerechnet. Unter Umständen kann der neue Beitrag dadurch sehr günstig sein.

Wenn Sie in einem sogenannten Unisex-Tarif versichert sind, in dem Frauen und Männer den gleichen Beitrag zahlen, dürfen Sie nicht in einen alten Bisex-Tarif wechseln, der für die Geschlechter unterschiedlich viel kostet. Dies gilt vor allem für alle, die ihre Versicherung erst 2013 oder später abgeschlossen haben.

Tipp

PKV will besser beraten

Die privaten Krankenversicherer wollen seit 2016 ihren Kunden besser helfen, ihren Tarif zu wechseln. Anfragen sollen schneller bearbeitet, Kunden ab 55 Jahren automatisch über ihr Wechselrecht aufgeklärt und Vor- und Nachteile verschiedener Tarife gut erklärt werden. 25 Versicherungen haben dazu eine verbindliche Leitlinie unterschrieben. Es bleibt abzuwarten, wie diese Offensive in die Tat umgesetzt wird und ob sich dann der Gang zum Berater erübrigt.

Warum Sie den Tarifwechsel nicht selbst versuchen sollten

Grundsätzlich hat die Versicherung keinen Anreiz, Ihnen beim Wechseln des Tarifs optimal zu helfen: Schließlich bekommt sie dann weniger Geld für die gleiche Leistung. Außerdem will sie keine Älteren oder Kranken in einem neuen verkaufsoffenen Tarif, der dadurch teurer wird für die potenziellen Neukunden. Daher können Sie, wenn Sie selbst aktiv werden und versuchen, Ihr Recht auf einen Tarifwechsel durchzusetzen, auf eine ganze Reihe von Problemen und Fallstricken treffen, die Sie sich ersparen sollten.

Versicherer legen Steine in den Weg

Wir kennen viele Fälle, in denen PKV-Anbieter die Anfragen von Kunden bezüglich eines Tarifwechsels behindert haben. Die Anfragen wurden beispielsweise monatelange nicht bearbeitet und der Kunde hingehalten. Oder der Versicherte gerät am Telefon an schlecht ausgebildete Mitarbeiter, die ihm schlicht nicht weiterhelfen können. In einem anderen Fall gab es die falsche Auskunft, dass es keinen günstigeren Tarif gebe.

So ging es auch einem unserer Leser. Er fragte bei seiner Versicherung nach einem günstigeren Tarif. Doch die Bayerische Beamtenkasse gab an, dass es für ihn keine passende Alternative gäbe. Als er dies von der Krankenversicherung schriftlich haben wollte, sah die Situation plötzlich anders aus. Unser Leser konnte mit nur wenigen Abstrichen bei der Leistung in einen günstigen Tarif wechseln. Auf Nachfrage bedauerte die Bayerische Beamtenkasse den Fall und versicherte die volle Unterstützung ihrer Kunden bei einem Tarifwechsel.

Das Mutterunternehmen der Bayerischen Beamtenkasse, die Versicherungskammer Bayern, hat sich verpflichtet, den Leitlinien zum Tarifwechsel des PKV-Verbands zu folgen. Trotzdem musste unser Leser um sein Recht ringen. In der Zeit, in der Sie mit Ihrem Versicherer kämpfen, zahlen Sie weiter hohe Beiträge. Ein professioneller Berater bringt Sie schneller ans Ziel.

Einige Makler verlangen für die Beratung zum Tarifwechsel ein zusätzliches erfolgsabhängiges Honorar. Ob dies zulässig ist, ist hochumstritten. Verschiedene Gerichte haben dazu unterschiedlich geurteilt (Landgericht München II, Urteil vom 16. Mai 2013, Az. 4 HK O 5253; Landgericht Münster, Urteil vom 27. Oktober 2015, Az. 03 S 32/15; Landgericht Hamburg, Urteil vom 22. März 2013, Az. 315 O 76/12; Landgericht Saarbrücken, Urteil vom 17. Mai 2016, Az. 14 O 152/15). Genauso wird darüber gestritten, ob Makler und Versicherungsberater zu diesem Thema überhaupt beraten dürfen, oder ob das eine Rechtsdienstleistung darstellt. Höchstrichterlich sind diese Fragen bisher nicht entschieden (Stand: Juli 2016).

Sie können sich auf das Angebot des Versicherers nicht verlassen

Selbst wenn die Versicherung ein Angebot für einen Tarifwechsel zuschickt, sollten Sie ihr nicht blind vertrauen:

Schlechte Tarifauswahl - Sie wissen nicht, ob der angebotene Tarif tatsächlich der beste für Sie ist, da Sie gar nicht alle Wechselmöglichkeiten kennen. Auch wenn der Versicherer Ihnen mehrere Tarife vorschlägt, wissen Sie nicht, ob diese Auswahl vollständig ist. Eventuell bekommen Sie sogar so viele Tarife gezeigt, dass die Informationsflut mehr verwirrt als informiert.

Risikozuschläge - Manchmal erhebt die Versicherung Risikozuschläge für bestimmte Mehrleistungen, die entweder zu hoch oder gar nicht gerechtfertigt sind. Dadurch ist es schwer, den eigentlichen Preis des Tarifs zu erkennen.

Möglichkeit des Leistungsausschlusses - Die Versicherung weist Sie nicht darauf hin, dass Sie ein Recht haben, Mehrleistungen für sich auszuschließen, um dadurch Risikozuschläge zu vermeiden.

Der Vertreter oder Makler hat wenig Interesse, Ihnen zu helfen

Versicherungsvertreter und -makler verdienen ihr Geld durch Provisionen. Für einen internen Tarifwechsel bekommen sie aber nichts. Somit stehlen Sie als Wechselwilliger nur Zeit und verursachen unbezahlte Arbeit. Falls Ihr Vertreter oder Makler doch hilft, weil er für Ihren Vertrag laufend eine Bestandsprovision bekommt, seien Sie sich bewusst, dass er dieses Geld sowieso bekommt. Egal, ob Sie den Tarif wechseln oder nicht. Und wenn Sie weniger Beitrag zahlen, bekommt er weniger Provision. Daher können Sie sich nicht darauf verlassen, dass er Sie neutral berät und sich dafür auch Zeit nimmt.

Sie kennen nicht alle rechtlichen Möglichkeiten

Aufgrund des Unwillens der Versicherer reicht es oft nicht, sich einfach mit einem Musterschreiben auf Paragraf 204 VVG zu berufen. Nur professionelle Berater kennen alle Rechtsmittel, die Sie gegen das Versicherungsunternehmen nutzen können. Deshalb wird ein professioneller Berater vom Versicherer oftmals anders behandelt als der Versicherte. So kommt er meist schneller an die entscheidenden Tarifinformationen.

Wie Sie einen guten Berater finden

Nehmen Sie also die Hilfe eines professionellen Honorarberaters oder Versicherungsberaters in Anspruch. Dieser arbeitet aber nicht umsonst.

Ein Honorar- oder Versicherungsberater verdient im Gegensatz zu Vertretern oder Maklern keine Provision, sondern wird direkt von Ihnen bezahlt. Dadurch hat er grundsätzlich ein Interesse an Ihrem Anliegen eines Tarifwechsels und steht auch nicht auf der Seite des PKV-Versicherers. Worauf Sie grundsätzlich bei der Suche nach einem guten Honorarberater achten sollten, erfahren Sie in unserem Artikel Einen Honorarberater finden.

Wenn Ihnen das zu zahlende Honorar hoch erscheint, bedenken Sie immer, dass Sie auf viele Jahre hinaus sparen, wenn Sie den Tarif verbessern. Außerdem klappt der Wechsel mit einem Berater meistens deutlich schneller. Auch das spart Beiträge.

Beim internen Tarifwechsel kommt es vor allem auf die nötige Fachkompetenz an. Um das zu überprüfen, können Sie auf folgende Punkte besonders achten:

  • Welche Erfahrung hat Ihr Berater mit PKV-Tarifwechseln? Er sollte mindestens seit 2008 in diesem Bereich aktiv sein und dies auch durch entsprechende Kundenreferenzen belegen können.
  • Welche Software nutzt er? Viele alte PKV-Tarife vergleicht beispielsweise das Programm Lux von KVpro oder Premium Software von der Firma Premiumcircle. Fragen Sie Ihren Berater nach der Technik, die er benutzt.
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Die Frage der Honorargestaltung

Wann ein Honorar fällig wird und wie hoch es ausfällt, unterscheidet sich je nach Berater und ist nicht festgelegt. Grundsätzlich gibt es zwei Konzepte, die beide Vor- und Nachteile haben:

Das erfolgsabhängige Honorar

Bei diesem Modell bezahlen Sie den Berater nur, wenn er Ihnen in einen günstigeren Tarif verhilft. Sie bezahlen ihm dann zwischen 50 und 100 Prozent des Beitrags, den Sie im nächsten Jahr sparen. Falls der Berater keinen passenden Tarif für Sie findet, kostet die Beratung nichts. Bei diesem Modell sollten Sie vor Beginn vertraglich festhalten, dass der neue Tarif in allen Bereichen mindestens die gleichen Leistungen wie Ihr alter aufweisen muss. Leistungseinschränkungen können Sie später immer noch zustimmen, sollten sich diese aber gut überlegen. Des Weiteren sollte die Ersparnis auch danach berechnet werden, ob der Selbstbehalt, der Zuschuss des Arbeitgebers sinkt oder Sie eine geringere Beitragsrückerstattung bekommen.

Der Vorteil dieses Modells liegt ganz klar darin, dass es kein finanzielles Risiko gibt: Sie können Ihren Tarif kostenlos überprüfen lassen und sparen in jedem Fall. Der Berater hat die gleiche Zielsetzung wie Sie: Je mehr Sie sparen, desto mehr verdient er.

Der Nachteil besteht im hohen Anreiz für den Berater, Sie hinters Licht zu führen: Da die Versicherungsbedingungen so komplex sind, kann er Sie zum Wechsel in einen für Sie nachteiligen, aber billigen Tarif verführen, ohne dass Sie es merken. Es gibt viele Beispiele für unseriöse Anbieter, die mit diesem Modell arbeiten.

Das pauschale oder zeitbezogene Honorar

Im Gegensatz zum ersten Modell bekommt der Berater hier Geld je nach Aufwand. Entweder nennt er vorab einen festen Preis für die Überprüfung Ihres Tarifs oder er rechnet nach Arbeitsstunden ab. Auch wenn er keinen passenden Tarif für Sie findet, müssen Sie das Honorar zahlen. Lassen Sie sich auf jeden Fall immer genau über den Fortgang seiner Recherche informieren. Oftmals ist relativ früh klar, dass ein Tarifwechsel nicht infrage kommt – dann sollten Sie die Beratung abbrechen.

Der Vorteil dieses Konzepts liegt darin, dass der Berater keinen Anreiz hat, Sie zu hintergehen. Er wird auf jeden Fall für seine Arbeit bezahlt und kann Sie dadurch neutral und objektiv beraten. Es schadet nicht seinem Geldbeutel, wenn er Ihnen rät, in Ihrem alten Tarif zu bleiben.

Der Nachteil besteht im finanziellen Risiko für Sie: Sie müssen auf alle Fälle Geld in die Hand nehmen, ohne zu wissen, ob Sie am Ende bei der Krankenversicherung sparen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass der Berater bei der Abrechnung seiner Arbeit trickst – kontrollieren Sie daher die Abrechnungen genau und fragen Sie nach.

Unsere Empfehlungen

Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter, die eine Beitragsoptimierung für die private Krankenversicherung anbieten. Leider sind darunter viele unseriöse Vermittler. Wir haben im Mai 2014 zwei kompetente Versicherungsberater recherchiert – einer mit einem erfolgsabhängigen und einer mit einem pauschalen Honorarmodell. Bei beiden lässt sich die Beratung problemlos per Telefon und Post abwickeln. Versicherungsberater dürfen laut Gewerbeordnung keine Provisionen annehmen.

Bei der Recherche haben wir uns auf Versicherungsberater beschränkt, weil die Beratung zu einem bestehenden Versicherungsvertrag klar in deren Aufgabenbereich fällt. Versicherungsmakler, die als Honorarberater arbeiten, blieben daher außen vor. Beide unserer Empfehlungen können auf eine lange Erfahrung und fundierte Fachkenntnisse zurückgreifen. Sie fungieren außerdem in den Medien regelmäßig als Ansprechpartner zum Thema Tarifwechsel in der privaten Krankenversicherung.

Minerva Kundenrechte GmbH
Günstiges erfolgsbezogenes Honorar

  • Versicherungsberater nach §34e GewO, darf keine Provisionen annehmen
  • hohe Branchenkompetenz
  • Honorar beträgt günstige 50 Prozent der Ersparnis des ersten Jahres
  • Veränderungen an Selbstbehalten, Arbeitgeberzuschuss und Beitragsrückerstattung werden fair in die Honorarberechnung einbezogen
  • erfolgsbezogenes Honorar erfordert Vertrauen in den Berater

Verssulting UG (Thorulf Müller)
Fair abgestufte Pauschalhonorare

  • Versicherungsberater nach §34e GewO, darf keine Provisionen annehmen
  • langjährige Branchenerfahrung und Hintergrundkenntnisse
  • vier Beratungsschritte, die Sie einzeln bezahlen, nach jedem Schritt können Sie abbrechen
  • beim Pauschalhonorar gehen Sie in Vorleistung
  • unübersichtliche Website

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29. August 2016 zum Beitrag
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Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Saidi Sulilatu

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis September 2015)

Saidi Sulilatu leitete bei Finanztip den Bereich Versicherungen. Zuvor war er viele Jahre als Honorarberater und Versicherungsmakler tätig. Sulilatu hat am 4. September 2015 Finanztip verlassen.