Stromanbieter wechseln hilft gegen höhere EEG-Umlage

  • Zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2015

Berlin, 15. Oktober 2015 – Strom wird zwar wieder teurer, Verbraucher können aber durch einen Anbieterwechsel ein Vielfaches sparen. Die EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien steigt Anfang 2016 von 6,17 auf 6,35 Cent je Kilowattstunde (ohne Mehrwertsteuer). Für eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden wird der Strom dadurch um 9,20 Euro netto teurer, mit Mehrwertsteuer um 10,95 Euro. Hundert Euro und mehr im Jahr lassen sich aber einsparen durch einen Wechsel des Stromanbieters, rät das gemeinnützige Online-Verbraucher­magazin Finanztip.

„Steigt die EEG-Umlage, nutzen die meisten Stromversorger das für eine Preiserhöhung und geben damit die Belastung in voller Höhe an ihre Kunden weiter“, sagt Energieexperte Jens Tartler von Finanztip. „Dass die Anbieter aber ihren Strom an der Börse immer günstiger einkaufen, davon merken die Kunden wenig.“ Das müssen Verbraucher aber nicht tatenlos hinnehmen. Sollte ihnen in den nächsten Wochen oder Monaten der Strompreis erhöht werden, ist das ein guter Grund für einen sofortigen Wechsel des Anbieters. Bei einer Preiserhöhung haben Stromkunden ein Sonderkündigungsrecht und können auch dann wechseln, wenn ihr Vertrag eigentlich noch eine längere Laufzeit hätte.

Wechsel bringt Musterfamilie 285 Euro im Jahr

Rund 40 Prozent aller Haushalte in Deutschland sind noch im teuren Basistarif des örtlichen Grundversorgers. „Damit zahlen sie freiwillig viel zu viel für ihren Strom“, erklärt  Tartler. Denn in fast allen Fällen gibt es noch deutlich günstigere Anbieter. Bei mehr als 1.000 Stromversorgern und mehr als 10.000 Stromtarifen haben es Verbraucher aber schwer, die Qualität der Angebote zu überblicken und den für ihre Bedürfnisse günstigsten Tarif zu finden. Deshalb rät Finanztip dazu, Vergleichsrechner im Internet zu nutzen.

Beim Test von Finanztip von acht Portalen haben Verivox und Check24 am besten abgeschnitten. Nur bei diesen beiden lässt sich der Rechner so einstellen, dass unfaire Bedingungen für den Nutzer weitestgehend ausgeschlossen sind. Was es dabei zu beachten gibt, erfahren Verbraucher im kostenlosen Finanztip-Ratgeber zum Stromanbieterwechsel. Eine Familie mit einem Verbrauch von 5.000 Kilowattstunden spart zum Beispiel in Köln jährlich rund 285 Euro im Vergleich zum Grundtarif – und das ohne Boni. Sie zahlt bei dem Anbieter Natur-Fuxx 1.161 Euro pro Jahr statt 1.447 Euro im Grundtarif von Rheinenergie. Die Kölner Familie spart durch den Wechsel also knapp 20 Prozent. „Solche Größenordnungen sind auch in anderen Städten üblich“, erklärt Finanztip-Experte Tartler.

 

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