Streaming-Dienste

Finanztip rät umzudenken: Musik übers Internet hören statt kaufen

  • Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2014

München, 18. Juni 2014 – Wer regelmäßig Musik auf CD oder als Download kauft, für den können sich sogenannte Streaming-Dienste lohnen. Die Experten der Verbraucher-Webseite Finanztip haben die Preise verglichen: Ab etwa acht neuen Liedern pro Monat kommt eine Musik-Flatrate günstiger als die Anschaffung. Anbieter wie Spotify oder Deezer bieten über 20 Millionen Titel, die man für fünf bis zehn Euro im Monat unbegrenzt hören kann.

Pionier und Marktführer der Streaming-Dienste ist Spotify. Der schwedische Anbieter punktete im Kurztest von Finanztip mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das gesamte Musikrepertoire kann für zehn Euro im Monat über den Computer oder per App auf Smartphone und Tablet abgespielt werden. Abonnenten können Songs auch herunterladen und sie somit ohne mobile Datenverbindung unterwegs hören. „Mindestens genauso gut wie Spotify fanden wir den in Deutschland weniger bekannten Anbieter Deezer“, sagt Daniel Pöhler, Medienexperte bei Finanztip. Deezer überzeugte die Tester durch eine sehr große Musikauswahl und eine intuitiv bedienbare App mit Download-Option. Auch hier kostet das Premiumpaket monatlich zehn Euro – im ersten halben Jahr sogar nur die Hälfte. Der Preisvergleich von Finanztip zeigt: Musik über Spotify oder Deezer zu hören, kostet etwa so viel wie der Kauf einer neuen CD pro Monat.

Für Einsteiger: Testphasen und kostenlose Tarife nutzen

Zum Kennenlernen bieten fast alle Anbieter kostenlose Testphasen von zwei bis vier Wochen an. „Wir empfehlen auf jeden Fall, diese Angebote von verschiedenen Portalen zu nutzen“, sagt Pöhler. So könne man die Handhabung und das Musikangebot für sich testen. Nur die Kündigung sollte man nicht vergessen. Die Dienste Spotify, Deezer und Xbox Music bieten zudem auch komplett kostenlose Tarife an. Dort wird die Musik allerdings von Werbung unterbrochen, es sind mobil nicht alle Titel verfügbar und der Klang ist teilweise nicht ganz so gut. „Wer sich noch nicht für ein Abo entscheiden möchte und erst mal in Ruhe ausprobieren mag, ob das Streaming überhaupt in Frage kommt, für den sind die kostenlosen Angebote von Spotify und Deezer top“, empfiehlt Daniel Pöhler.

Unbegrenzt Lieder hören, aber nicht besitzen

„Jeder, der sich Musik über iTunes oder Amazon runterlädt, sollte sich gut überlegen, ob er nicht lieber Streaming-Dienste nutzen möchte. Und wer noch Geld für CDs ausgibt, der erst recht!“ Die Lieder gehören einem dann allerdings nicht, sondern sind nur so lange verfügbar, wie das Abo besteht. Dafür gibt es aber eine enorm große Musikauswahl – von Klassikern bis hin zu aktuellen Hits. Fast alle Interpreten sind zu finden. „Mit solchen Angeboten muss ich Musik gar nicht mehr unbedingt besitzen, archivieren und später vererben“, meint Finanztip-Experte Pöhler. „Hauptsache, ich kann immer hören, was ich gerade möchte und das von überall!“

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