Kostenlos mit Aktien sparen: ETF-Sparpläne

  • Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2016

Berlin, 14. Dezember 2016 – Auch wer nur 50 Euro im Monat übrig hat, kann diese in Aktien investieren, um mehr Rendite zu erwirtschaften. Sinnvoll sind dann sogenannte ETF-Sparpläne: Anleger kaufen dabei börsengehandelte Fonds auf bestimmte Aktienindizes in Häppchen. Doch einige Anbieter verlangen dafür Gebühren, die die Rendite schmälern. Das gemeinnützige Verbraucherportal Finanztip hat deshalb den Markt analysiert und mehrere Onlinebanken und Broker ohne Depotführungsgebühr ausfindig gemacht.

Laut dem Branchendienst Extra hatten Privatanleger hierzulande im Oktober 2016 fast 300.000 ETF-Sparpläne laufen – so viele wie noch nie. „Der Sparplan mit Aktien-Indexfonds eignet sich für fast jeden, der langfristig sparen möchte“, sagt Sara Zinnecker, Finanztip-Expertin für Banken und Geldanlage. „Schon mit einer geringen Einzahlung jeden Monat können Anleger über zehn Jahre und mehr Vermögen aufbauen.“ Weil ETFs kein aktives Fondsmanagement benötigen, fallen nur geringe Kosten an. „Und wer bei der Wahl des Sparplan-Anbieters aufpasst, zahlt nicht mal Gebühren dafür“, sagt Zinnecker.

Fünf Anbieter schneiden besonders gut ab

Kostenlose Sparpläne auf zahlreiche ETFs bieten laut aktueller Finanztip-Untersuchung die Broker und Onlinebanken Flatex, Consorsbank, Maxblue, Onvista Bank und Comdirect. Darunter befinden sich auch ETFs auf die breit gestreuten Indizes MSCI World, Stoxx Europe 600 oder MSCI EMU. Mit mehr als 350 unterschiedlichen ETFs hat Flatex mit Abstand die größte Auswahl an kostenlosen Sparplänen. Consorsbank und Maxblue haben mehr als 100 kostenlose Sparplan-ETFs im Programm.

Sparer können jederzeit einsteigen

Einen Sparplan auf einen Aktien-Indexfonds können Sparer unabhängig vom aktuellen Geschehen an den Börsen abschließen. „Der Einstiegszeitpunkt ist nicht so wichtig, weil zu Beginn nur wenig Kapital in einem Sparplan steckt“, erklärt Zinnecker. „Selbst wenn es anfangs bergab geht, ist noch genügend Zeit, Verluste aufzufangen.“ Umso wichtiger ist der Ausstiegszeitpunkt. „Gegen Ende der Spardauer hat sich viel Kapital angesammelt, das mit den Kursen schwankt. Gehen die Börsen ausgerechnet dann in die Knie, kann das die Rendite mindern.“ Es kann daher ein Vorteil sein, den Sparplan zu beenden, wenn das Sparziel erreicht ist, oder in den letzten Jahren der geplanten Laufzeit nach und nach in sichere Anlagen umzuschichten.

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