Ratgeber Lohnsteuer 2013

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012
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Jedes Jahr veröffentlichen die obersten Finanzbehörden der Länder die Broschüre "Lohnsteuer Jahr .... - Kleiner Ratgeber für Lohnsteuerzahler". Diese Broschüre umfasst rund 35 Seiten und kann auf verschiedenen Websites der Finanzbehörden aufgerufen werden. Finanztip zitiert nachstehend in verkürzter Form einige Auszüge, um auf dieses Merkblatt aufmerksam zu machen. Die einzelnen Themen aus der Broschüre sind allerdings umfassender und zielgenauer in anderen Finanztip- Artikeln bereits enthalten, so zum Beispiel zu Sonderausgaben. Hier ein Deeplink zum Download der Broschüre der Finanzverwaltung Ratgeber zur Lohnsteuer 2013.

Lohnsteuerabzugsmerkmale der Arbeitnehmer (ELStAM)

Die Lohnsteuerkarte wird nicht mehr in gedruckter Form an die Arbeitnehmer versendet - Sie ist Vergangenheit.. Die Lohnsteuerabzugsmerkmale der Arbeitnehmer (ELStAM) - Steuerklasse, Kirchenzugehörigkeit, Kinder- und weitere Freibeträge - werden den Arbeitgebern heutzutage über ein elektronisches Verfahren zur Verfügung gestellt.

Prüfung der Eintragungen als Lohnsteuerabzugsmerkmale (früher: Lohnsteuerkarte) Vor der Weiterleitung der Lohnsteuerdaten an den Arbeitgeber sollten die Inhaber die Eintragungen im eigenen Interesse prüften. Es passieren immer wieder Fehler und insbesondere in der Zuordnung der Kinder. Die elfstellige Identifikationsnummer (Steuernummer) ist auf der Lohnsteuerkarte eingetragen. Enthält die bisherige Lohnsteuerkarte keine steuerliche Identifikationsnummer, ist diese ID- Nummer dem Arbeitgeber nachzureichen. Prüfen Sie insbesondere, ob Ihr Geburtsdatum, die Steuerklasse, die Kirchensteuerpflicht und die Zahl der Kinderfreibeträge für Kinder unter 18 Jahren richtig eingetragen sind.

Wenn Sie unrichtige ELStAM feststellen, so lassen Sie diese von Ihrem Finanzamt umgehend prüfen und ggf. berichtigen. Wenn bestimmte ELStAM günstiger sind, als es den tatsächlichen Verhältnissen entspricht, sollten Sie Ihre ELStAM umgehend ändern lassen. Wenn Sie Ihre ELStAM nicht ändern lassen, kann das Finanzamt die zu wenig gezahlte Lohnsteuer nachfordern. Sie sind jedoch verpflichtet die ELStAM ändern lassen,

  • wenn eine günstigere Steuerklasse oder eine höhere Zahl an Kinderfreibeträgen gebildet wurde, als Ihnen zusteht,
  • wenn die Voraussetzungen für den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende im Laufe des Kalenderjahres entfallen, zum Beispiel weil Sie eine eheähnliche Lebensgemeinschaft begründen oder eine Haushalts gemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person bilden, die die Gewährung des Entlastungsbetrags ausschließt,
  • wenn Sie zum 1. Januar 2013 von Ihrem Ehegatten entweder dauernd getrennt leben oder geschieden sind.



Um den Steuerabzug im laufenden Jahr möglichst gering zu halten, ist der Steuerklassenwahl Aufmerksamkeit zu schenken. Absetzbare Kosten können im Lohnsteuerermäßigungsverfahren geltend gemacht werden. Lohnsteuerzahler können zum Ausgleich der für das Vorjahr überzahlten Lohnsteuer eine Veranlagung zur Einkommensteuer beantragen (siehe hierzu Artikel zu Lohnsteuerermäßigung über Freibetrag auf Lohnsteuerkarte und zur Antragsveranlagung).

Redaktioneller Auszug aus "Kleiner Ratgeber für Lohnsteuerzahler

Ohne Antrag werden bereits die folgenden Freibeträge und Pauschbeträge berücksichtigt:

  • Pauschbeträge werden bereits bei der Berechnung der Lohnsteuer berücksichtigt, ohne dass Sie einen besonderen Antrag stellen müssen:
  • der Grundfreibetrag,
  • der Arbeitnehmer-Pauschbetrag für Werbungskosten oder der Pauschbetrag bei Versorgungsbezügen,
  • der Pauschbetrag für Sonderausgaben,
  • die Vorsorgepauschale in allen Steuerklassen
  • der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (bei Steuerklasse II)

 

Steuern sparen durch Freibetrag bei ELStAM

Durch die Eintragung eines Freibetrags als Lohnsteuerabzugsmerkmal ermäßigt sich die Lohnsteuer, die der Arbeitgeber von Ihrem Arbeitslohn einbehalten muss. Freibeträge können Sie beim Finanzamt beantragen, wenn Sie bestimmte Aufwendungen haben oder Ihnen Pauschbeträge zustehen. Ein Freibetrag wird jedoch nicht in allen Fällen eingetragen, in denen steuerlich zu berücksichtigende Aufwendungen vorliegen. Im Einzelnen gilt Folgendes:

  • Für Vorsorgeaufwendungen wird ein Freibetrag in keinem Fall eingetragen. Es wird nicht zwischen Altersvorsorgeaufwendungen und sonstigen Vorsorgeaufwendungen unterschieden: Zu den Altersvorsorgeaufwendungen gehören insbesondere die Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen und den berufsständischen Versorgungseinrichtungen sowie Beiträge zu bestimmten privaten Lebensversicherungen; hiervon sind grundsätzlich 74% der Aufwendungen (höchstens 74% von 20.000 Euro) als abziehbare Aufwendungen im Kalenderjahr 2013 zu berücksichtigen. Dieser Vom-Hundert-Satz steigt im Laufe der nächste Jahre jeweils um 2 Prozentpunkte.
    Sonstige Vorsorgeaufwendungen sind Beiträge zu Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit, zu Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen, zu Kranken-, Pflege-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen; für diese Beiträge gilt ein Höchstbetrag von 2.400 Euro, wenn die Beiträge zur Krankenversicherung in vollem Umfang allein getragen werden; in allen anderen Fällen beträgt der Höchstbetrag 1.500 Euro. Beiträge zu Kapitallebensversicherungen und Rentenversicherungen werden weiterhin berücksichtigt, wenn die Laufzeit dieser Versicherungen vor dem 1. Januar 2005 begonnen hat und ein Versicherungsbeitrag bis zum 31. Dezember 2004 entrichtet wurde.
    Alle Vorsorgeaufwendungen werden bereits bei der Berechnung der Lohnsteuer durch eine Vorsorgepauschale im Rahmen bestimmter Höchstbeträge berücksichtigt. Wenn Ihnen höhere Vorsorgeaufwendungen entstehen, die im Rahmen der hierfür geltenden Sonderausgaben-Höchstbeträge berücksichtigt werden können, können Sie diese bei einer Veranlagung zur Einkommensteuer geltend machen. Für Kranken und Pflegeversicherungsbeiträge werden als Mindestvorsorgepauschale 12 % des Arbeitslohns, höchstens 1.900 Euro (3.000 Euro in der Steuerklasse III), berücksichtigt. Beiträge für eine zusätzliche Altersvorsorge nach dem Altersvermögensgesetz ("Riesterrente") können nicht im Lohnsteuerabzugsverfahren, sondern ebenfalls erst bei der Veranlagung zur Einkommensteuer (Anlage Vorsorgeaufwand zur Einkommensteuererklärung) berücksichtigt werden.
    Anmerkung: Die Vorsorgepauschale ist in der Steuerveranlagung abgeschafft worden, weil der steuerliche Abzug von Vorsorgeaufwendungen geändert wurde. So werden nur noch die tatsächlich geleisteten Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bis zu den Höchstbeträgen berücksichtigt. Im Lohnsteuerabzugsverfahren wird daher die Vorsorgepauschale in geänderter Form bei lohnsteuerlichen Vorschriften geregelt.
  • Ein Antrag auf Eintragung eines Freibetrags wegen wie Werbungskosten abziehbarer Aufwendungen, erhöhter Werbungskosten, erhöhter Sonderausgaben oder außergewöhnlicher Belastungen kann nur dann gestellt werden, wenn die Aufwendungen bzw. die abziehbaren Beträge insgesamt eine Antragsgrenze von 600 Euro überschreiten.
    Für die Feststellung, ob die Antragsgrenze überschritten wird, dürfen die wie Werbungskosten abziehbaren Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte und die Werbungskosten nicht in voller Höhe, sondern nur mit dem Betrag angesetzt werden, der den Arbeitnehmer-Pauschbetrag übersteigt. Hinweis: Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag ist auf 1. 000 Euro erhöht worden. Verheiratete Arbeitnehmer können den Antrag stellen, wenn die hiernach zu berücksichtigenden Aufwendungen bzw. die abziehbaren Beträge beider Ehegatten zusammen mehr als 600 Euro betragen.
  • Für die Eintragung des Freibetrags bei Steuerklasse VI, der Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene, der Freibeträge für Kinder in Sonderfällen sowie des Freibetrags für haushaltsnahe Beschäftigungen, Dienstleistungen, Handwerkerleistungen oder wegen negativer Einkünfte aus anderen Einkunftsarten gilt die Antragsgrenze nicht.
  • Wer einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen lässt, ist verpflichtet nach Ablauf des Kalenderjahres unaufgefordert eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Ausgenommen sind die Fälle, in denen auf der Lohnsteuerkarte lediglich der Pauschbetrag für behinderte Menschen, der Pauschbetrag für Hinterbliebene oder der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in Sonderfällen eingetragen oder die Kinderfreibetragszahl geändert worden ist.


So manche Steuervergünstigung ist abhängig von einem Antrag. Auch im zunehmenden Zeitalter der elektronischen Steuererklärung sind Formulare, Vordrucke, Anträge erforderlich, um einen Steuervorteil wahrnehmen zu können. Tipp: Nutzen Sie auch die Anleitung bzw. ein Merkblatt zum Steuerformular oder weitere Informationen zu Ihrem "Steuerproblem", denn der kleine Ratgeber für Lohnsteuerzahler enthält zwar viele Hinweise. In vielen Fällen ist jedoch ein "Tiefergehen" für den steuerlichen Abzug gefragt. Beispiel: Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastung.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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