Fondskauf FAQ
Fondsarten
Gut zu Wissen
ETF - Indexfonds
geschlossene Fonds
Ratgeber Extra ...
Investmentfonds:  Fondsdatenbank - Fonds - Fonds-Ratgeber     bei Finanztip.de
Geldanlage: Investmentfonds - Aktienfonds

Aktienfonds und Wertpapierfonds

Aktienfonds investieren das Fondsvermögen vornehmlich in Aktien inländischer und / oder ausländischer Unternehmen. Das Sondervermögen kann auch - abhängig von den Bedingungen des Fonds - teilweise in festverzinslichen Anlagen "zwischengeparkt" werden. Aktienfonds legen das Kapital - gemäß ihrer Ausrichtung - in bestimmten Regionen, Länder, Branchen oder Nebenwerte an, denn für einen Aktienfonds ist zumeist eine festgelegte Anlagepolitik vorgegeben und für die Auswahl der Vermögenswerte weitere Gliederungskriterien. Je nach Marktentwicklung unterliegen Aktienfonds großen Schwankungen.

Ein Aktienfonds ist zunächst eine Alternative zur Direktanlage in Aktien. Die Fondsidee lautet: Nimm das Kapital vieler Anleger, bündele es und lege es systematisch nach den vereinbarten Grundsätzen an. Im Gegensatz zu dem Erwerb von Einzelaktien ist so eine professionelle Anlage mit Risikoverteilung möglich.

Je spezieller der Aktienfonds aufgestellt ist und je enger die Bandbreite der in Betracht kommenden Aktien ist, desto höher ist das Risiko des Aktienfonds. Beispiel: Ein Aktienfonds mit Schwerpunkt Gentechnologie birgt weitaus höhere Chancen und Risiken als ein Fonds, der nur in DAX-Werte investiert. Andererseits werden aber auch Kapitalschutzfonds angeboten, die mit einem Risikopuffer ausgestattet sind. Dabei wird häufig eine Bandbreite innerhalb eines Aktienkorbes defniert, um so einen Kapitalschutz zu erreichen.

Den unterschiedlichen Anlegerinteressen sollen unterschiedliche Fonds dienen. Beispiele:

  1. Aktienfonds: ausschließliche oder überwiegende Anlage in Aktien
  2. Mischfonds: Anlage in Aktien und Festverzinsliche Wertpapiere
  3. Länderfonds: Anlage in "Exotenbörsen" (Thailand, Malaysia usw.)
  4. Umbrella: Umbrella-Fonds sind Fonds, die unter einem Dach mehrere Fonds verwalten. Hierdurch wird dem Anleger ermöglicht, zwischen den jeweiligen Fonds kostengünstig zu wechseln.
  5. Ausschüttung: Die Fondserträge werden regelmäßig ausgeschüttet.
  6. Akkumulierend: Akkumulierende Fonds schütten die erzielten Erträge nicht aus, sondern investieren die Erträge sofort wieder. Sie werden auch thesauriende Fonds genannt.
Innerhalb der Anlageschwerpunkte wird noch nach nationaler und internationaler Anlage unterschieden. Für den Begriffswirrwarr sorgen auch Fondsbezeichnungen, die den Kundenzugang oder die Ausschüttung bezeichnen. Hierzu zählen die Bezeichnungen:
  1. Publikumsfonds: Fonds für private Anleger offen
  2. Spezialfonds: Fonds speziell für institutionelle Anleger
  3. Offene Fonds: offene Fonds verkaufen laufend neue Anteile. Ihr Wert wird börsentäglich ermittelt.
  4. Geschlossene Fonds: Die Fondsmittel werden durch eine genau festgelegte Anzahl von Anteilen aufgebracht. Hierzu zählen in der Regel Immobilienfonds und Länderfonds.
Der internationale - weltweit agierende - Aktienfonds ist eine Grundinvestition. Der Fonds legt das zur Verfügung stehende Geld der Anleger weltweit an. Das Anlagerisiko wird also durch die Verteilung in viele verschiedene Länder, Branchen und Währungen minimiert. Aufgrund der großen Auswahlmöglichkeiten kann der Fondsmanager weltweit die besten Werte heraussuchen. Der große Aktienfonds "Templeton Growth Fund" ist zum Beispiel ein solcher Fonds.
  Kredite Vergleichen


Fazit und Vorteile der Fondsanlage
Die Vorteile einer Fondsanlage gegenüber einem Direktinvestment in Aktien und Wertpapiere sind durch die Einführung der Abgeltungsteuer gestiegen. Die Vorteile sind zwar nicht so bedeutend, wie die Werbung es suggeriert. Zumindest zwei Vorteile sind jedoch gegeben:

Für die langfristige Vermögensanlage ist die Fondskonstruktion ein wichtiger Baustein. Abhängig von den persönlichen Anlagepräferenzen gibt es nahezu einen Fonds für jeden Anlagewunsch. "Normale Vermögensaufbauer" sind aber mit den großen risikostreuenden Fonds am besten bedient. Spezialfonds sollten - zumindest für die breite Masse der Anleger - im Depot stark untergewichtet sein.

Finanztip.de   Keine Gewähr für Richtigkeit
Finanztipps