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Finanzderivate: Zertifikate / Optionsscheine / Kurskontrakte / Futures     bei Finanztip.de
Anlagezertifikate

Anlagezertifikate zu Fonds

Anlagezertifikate oder Anlage-ETF:
Welcher Anleger hat sich nicht schon einmal den Kopf darüber zerbrochen, welche Anlagestrategie ein besseres Veranlagungsergebnis bringt, als der normale Aktien- oder Fondskauf. Selbstverständlich können gut informierte Anleger mit Terminmarktprodukten ein identisches Auszahlungsprofil wie mit Anlagezertifikaten aufbauen. Allerdings ist hier zu beachten, dass für viele dieser Strategien die Einschaltung von Terminbörsen notwendig ist. Bekanntlich ist die "Eintrittsgebühr" zu den meisten Terminbörsen beträchtlich. Neben den Transaktionskosten sind die Kontraktgrössen genau so zu beachten wie die zu leistenden Margins, da für manche Strategien ganz einfach "Short"-gegangen werden muss.

Anlagezertifikate als Fondsalternative:
Indexzertifikate und Exchange Traded Funds auf Indexwerte (ETF) bilden ausschließlich den Kursverlauf des jeweiligen Index ab, auf den sie basieren. Beispiel DAX-Index: Steigt der DAX-Index um 2%, so steigt auch ein normales DAX-Indexzertifikat oder ein ETF auf den DAX um 2%, fällt der Index um 5%, so verlieren auch die Indexpapiere um 5% an Wert. Aber dennoch wird man als Anleger mit solchen Indexpapieren mit einer Wahrscheinlichkeit von deutlich über 50 % ein besseres Anlageergebnis erzielen, als wenn man sich einen Aktienfonds, der sich an der Wertentwicklung des DAX-Index orientiert, ins Depot legt.

Für Indexzertifikate und Indexfonds auf ETF-Basis sprechen die deutlich geringeren Kosten der Abwicklung. Außerdem schafft es der Großteil der hochbezahlten Fondsmanager nicht, eine sogenannte Benchmark, die beispielsweise der DAX-Index sein kann, zu übertreffen. Dennoch wird man als Anleger bei Fonds mit üppigen Ausgabeaufschlägen und Managementgebühren kräftig zur Kassa gebeten. Indexzertifikate und Index-ETF werden üblicherweise mit einer minimalen Spanne zwischen An- und Verkaufspreis permanent zum Handel angeboten.

Produktvielfalt:
Selbstverständlich hat die Zertifikatewelt noch wesentlich mehr zu bieten als Indexzertifikate. So wurden bereits vor einigen Jahren Discountzertifikate, mit denen man mit einem Preisabschlag in Aktien und Indizes investieren kann, zum absoluten Renner auf dem Zertifikatemarkt. Da diese Zertifikate sogar ein geringeres Risiko aufweisen, als vergleichbare Direktveranlagungen, eignen sie sich hervorragend zum langfristigen Vermögensaufbau – deshalb tragen diese Zertifikate die Bezeichnung Anlagezertifikate vollkommen zu recht.

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Aber auch die nahen Verwandten der Discountzertifikate, die Rolling-Discounts und auch Bonuszertifikate erlebten in den vergangenen Jahren einen enormen Aufschwung. Der Grund dafür liegt mit Sicherheit in der leicht verständlichen Funktionsweise dieser Zertifikate.

Aber auch Zertifikate auf Basiswerte, welche mit den Aktien- und Finanzmärkten nicht korrelieren, befinden sich derzeit im Aufschwung. So eigenen sich Zertifikate auf Hedgefonds, Edelmetalle und andere Rohstoffe bestens um das Risiko eines reinen Aktienportfolios auf andere Assetklassen zu verteilen.

Kosten:
Da bei Anlagezertifikaten wegen eventueller Umschichtungen und Anpassungen Managementaktivitäten erforderlich sind, weisen diese teilweise Ausgabeaufschläge und jährlich anfallende Managementgebühren auf. Verglichen mit Fonds sind die Aufgabeaufschläge mit zumeist maximal drei Prozent und jährliche maximale Managementgebühren in Höhe von 1,5 Prozent jedoch gering.

Handelbarkeit:
Obwohl Anlagezertifikate nur unter langfristigen Veranlagungshorizonten erworben werden sollten, können sie jederzeit zu fairen Preisen gehandelt werden, da die Emittenten üblicherweise jederzeit handelbare Quotes anbieten und so die Liquidität der Zertifikate garantieren.

Verwandt: Zertifikate - Grundlagen

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