Nutzen von Börsenregeln

"Hin und Her macht Taschen leer"
Diese Börsenregel kennen Anleger, die häufig ihr Wertpapierdepot - manchmal auch auf Empfehlung von Bankberatern - umgeschichtet haben. Gemeint ist damit: Die An- und Verkaufsspesen der Wertpapiertransaktionen fressen eventuelle Gewinne auf. Schlimmer und manchmal schon kriminell ist das "Churning". Darunter wird im Finanzbereich das häufige Umschichten eines Depots durch einen Vermögensverwalter oder Broker verstanden, zumeist mit dem Hauptziel Provisionen für die eigene Tasche zu generieren. Insbesondere bei Termingeschäften waren und sind diese Praktiken zu verzeichnen.

2 wirklich wichtige Anlageregeln
Es gibt viele "Börsenzitate" und "Börsensprüche". Mal sind sie witzig gemeint. Beispiel: "Ihr Geld ist nicht verloren - es hat jetzt nur ein anderer". Leider werden auch Börsensprüche wie "Sell in May and go away" häufig auch ernst genommen. Zwei Regeln halten wir allerdings für sehr wichtig und wir benutzen hier bewusst den englischen Ausdruck, um diese weltweit geltenden wirklich wichtigen Anlegerregeln hervorzuheben.

Diese zwei Anlegerregeln sind Binsenweisheiten. Trotzdem verstoßen Anleger häufig gegen diese Binsenweisheiten. Finanzgeschäfte sind nicht "umsonst" und Risikostreuung ist enorm wichtig. Jeder sollte eigentlich wissen, dass eine hohe Rendite nicht ohne entsprechende Risikosteigerung möglich ist und dass bei einem persönlichen Gespräch mit Anlageberatern die empfohlenen Anlageprodukte bei einer Internetorder in der Regel deutlich günstiger zu beziehen sind. Wer einen hohen Teil seines Vermögens auf zwei bis vier Aktien konzentriert, wird irgendwann schlechte Erfahrungen machen. Darum: Wer diese bewusst nicht näher erklärten zwei Binsenweisheiten nicht versteht, sollte sich von risikoreichen Geldanlagen wie dem Aktienmarkt generell zurückziehen.

Börsenweisheiten sind wie Alchemie
Berichte von der Börse hören wir von Montag bis Freitag im Fernsehen. Nicht nur bei n-tv, sondern auch im Heute-Journal und in den Tagesthemen wird ein kurzer Überblick gern mit einem Börsen-Bonmot garniert. Das hören wir auch gern. Den Börsenkorrespondenten sei Dank, dass sie nur selten zu den alten abgegriffenen Börsenkamellen greifen, wie zum Beispiel: "Kaufen, wenn die Kanonen donnern" oder "Greife nicht in ein fallendes Messer". An diesen beiden bekannten Börsensprüchen wird auch der Widerspruch zueinander evident. Darum sollte nur gelten: "Never catch a falling knife in the kitchen" und "Ihr Geld ist nicht verloren - es hat jetzt nur ein anderer" passt besser zum Kartenspiel.

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Mehr zu Börsenweisheiten bei einer Buchbesprechung Information gleich Ruination oder "Warum Anleger das Tiefgründige im Trivialen suchen sollten.

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