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Handelssoftware für CFD und Ordertypen

Nahezu alle CFD-Trader arbeiten mit einer Handelssoftware für CFDs. Neben der Möglichkeit CFDs zu einem angebenen Kurs direkt abzuschließen, können die Trader neben den klassischen Positionen wie Marketorder, Stopporder auch spezielle Ordertypen wie garantierte Stopp-Order, if-done-Order oder OCO-Order tätigen. Gerade die unterschiedlichen Ordertypen wie garantierte Stop-Order und bedingte Aufträge mit verschiedenen Auftragsgültigkeiten werden gern genutzt.

Wegen der hohen Hebelwirkung können die speziellen CFD-Order manchmal von elementarer Wichtigkeit sein. Beispiel: Am Freitag den 19. September 2008 konnte man der Tagespresse eindeutig entnehmen, dass in den USA die Investmenthäuser "Lehman Brothers" und auch "Merrill Lynch" vor der Pleite bzw. einer Übernahme stehen. Nur die Mitarbeiter der KfW lesen anscheinend keine Tagespresse, obwohl schon am Donnerstag es deutliche Hinweise im Wirtschaftsteil gab. Für den folgenden Börsentag (Montag, den 22. September 2008) war daher mit drastisch gesunkenen Eröffnungskursen für Bankaktien und teilweise auch Versicherungsaktien zu rechnen. Ohne garantierte Stopp-Loss-Order hätten CFD-Halter in einer "Long-Position" bei diesen Basiswerten hohe Verluste hinnehmen müssen.

Order-Beispiel: garantierte Stop-Loss-Order
Bei einer garantierten Stop-Loss-Order übernimmt der CFD-Broker das Risiko, wenn der Ausführungskurs vom gewählten Schwellenpreis abweichen sollte (Slippage-Risiko). Hierfür ist an den CFD-Broker eine gesonderte Prämie zu zahlen. Mit der Erteilung einer garantierten Stop-Loss-Order soll sicher gestellt werden, dass die CFD-Position genau zu dem vom Trader aufgegebenen Preis ausgeführt wird. Ein solcher Fall liegt vor, wenn vor Eröffnung der Börse ("über Nacht") die Kurse sich spürbar verändern.

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Eröffnet die Börse zum Beispiel am nächsten Morgen mit deutlich gesunkenen Kursen, wird auch dann erst die "normale" Stopp-Loss-Order ausgeführt. Um diese Gefahr zu vermeiden, kann der Trader (Spekulant) gegen Zahlung einer zusätzlichen Gebühr eine garantierte Stopp-Order aufgeben. Das Risiko eines über Nacht auftretenden Verlustes trägt der CFD-Broker. Die Prämie für eine garantierte Stop-Loss-Order ist mithin eine Art "Versicherungsprämie".

Order-Beispiel: Gekoppelter Auftrag (Linked Order bzw. Kettenauftrag)
Bei gekoppelten Aufträgen handelt es sich um zwei Aufträge (z.B. eine Stopp-Order und ein Limitauftrag). So kann die Ausführung des einen Auftrages das Löschen des anderen zur Folge haben. In einem solchen Fall spricht man insoweit auch von OCO-Order (one cancels the other).

Order-Beispiel: OCO-Order
Ein CFD wird mit einer Long-Position für einen Index abgeschlossen. Gleichzeitig wird hierfür eine Stopp-Order für die Verlustbegrenzung und eine Limit-Order für die Gewinnrealisierung aufgegeben. Bei einer Glattstellung bleibt immer noch die Stopp-Loss-Order im Markt, so dass bei einem plötzlichen Indexverfall bis zum Stopp-Kurs ein weiteres Mal ein Verkauf ("short" da Leerverkauf) stattfinden würde. Mit einem gekoppelten Auftrag lassen sich somit unterschiedlich gekoppelte Einstiegs- und Ausstiegsszenarien verbinden.

Order-Beispiel: If-Done-Order
Dies ist die klassische Kettenorder, wobei die zweite Order nur dann zur Ausführung an den Broker geht, wenn eine andere Order vorher erfolgreich abgeschlossen wurde. Mit der "if-done-Order" wird insbesondere das Intradaytrading automatisiert. Es handelt sich um eine Folgeorder, die nur wirksam wird, wenn vorher eine bestimmte andere Order zur Ausführung gelangt ist.

Leerverkauf mit CFDs
Sowohl in der Werbung als auch in allgemeinen Informationen für CFD's wird auf die Möglichkeit von Leerverkäufen im CFD-Trading hingewiesen. Mit keinem anderen Instrument lassen sich Leerverkäufe für private Spekulanten so einfach tätigen wie mit "contracts for difference".

Am 19. September 2008 hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) - wegen der allgemeinen Finanzkrise - mit einer Verfügung ein zeitlich begrenztes Verbot für Leerverkäufe für bestimmte Aktien deutscher Finanzunternehmen erlassen. Zuvor hatten bereits die USA und Großbritannien Leerverkäufe verboten. Betroffen von diesem Verbot für Leerverkäufe sind nicht nur die Anbieter von Kursdifferenzkontrakten (CFDs), sondern auch Zertifikate und andere Hebelprodukte, die erlauben, auf sinkende Kurse zu setzen, ohne im Besitz der zugrundeliegenden Aktien zu sein. Von einem Leerverkaufsverbot sind insbesondere Hedgefonds betroffen.

Handelsstrategien mit CFDs
Auf der Website des CFD-Partners der Postbank sind ein paar Beispiele für den Einsatz von CFDs für verschiedene Tradingszenarien enthalten. Es handelt sich dabei im wesentlichen um folgende Tradingstrategien:


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