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Wichtige Begriffe aus der Welt der CFD

Die Spekulation mit CFDs ist im Vergleich zu Optionsscheinen und Futures deutlich einfacher und das Trading ist transparenter. Der Trader braucht kein CFD-Lexikon, um sich mit den wichtigsten Fachwörtern vertraut zu machen. Trotzdem sollen hier einige Begriffe kurz am Beispiel erläutert werden, die im Handel mit Contracts for Difference immer wieder auftauchen. Die nachstehenden CFD-Informationen geben lediglich einen schnellen Überblick.

Underlying oder Basiswert
Der Basiswert (Aktie, Index usw.) ist die Grundlage für die Wertentwicklung des CFD. Die Kursentwicklung des Basiswertes schlägt sich voll in der Wertentwicklung des CFD wieder. Lediglich kurzfristige Überhänge von Angebot und Nachfrage beim Basiswert führen ggf. zu kleinen Abweichungen im Vergleich zum CFD. Arbitragehändler sorgen mit dem Computerhandel dafür, dass diese Abweichungen nur sehr gering sind.

Marginhandel
Beim Marginhandel hinterlegt der Trader nur einen Bruchteil der eingegangenen Position. Diese Sicherheitsleistung beträgt je nach Kontotyp und CFD-Broker typischerweise zwischen 1% bis 10%. So kann zum Beispiel bei einer Margin von 5% mit einer Einlage von 5000 Euro ein Handelsvolumen von 100.000 Euro bewegt werden. Die Marginanforderungen können bei jedem CFD-Broker unterschiedlich sein.

Als Margin wird die vom Trader auf das Brokerkonto oder Treuhandkonto zu zahlende Sicherheitsleistung bezeichnet. Die Sicherheitsleistung dient zur Abfederung potenzieller Verluste der eingegangenen CFD-Positionen. Der Trader ist verpflichtet, bei starken Marktbewegungen oder eingetretenen Verlusten sofort weitere Sicherheitsleistungen zu tätigen. Denn sonst wird die ursprüngliche Margin unterschritten. Werden CFDs über Nacht gehalten, ist im Falle einer Longposition für den Basisgesamtwert eine Finanzierungsgebühr zu zahlen.

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Margincall
Wenn die anfangs eingezahlte Sicherheitsleistung aufgebraucht oder unterschritten ist, ist ein Nachschuss zu leisten, um die eingegangene Position weiterhin aufrecht halten zu können. Unter einem Margin-Call versteht man die Aufforderung durch den CFD-Broker, den Differenzbetrag zu zahlen. Die Zahlung kann durch direkte Kontoabbuchung, Überweisung oder auf anderem Wege erfolgen.

Hebelwirkung in beide Richtungen
CFDs sind gehebelte Produkte. So braucht der Trader nur einen Bruchteil des Gesamtwerts als Sicherheit (Margin) einzuzahlen. Dadurch kann der Trader eine weit größere Investition in dem Basiswert vornehmen als beim direkten Kauf. Beispiel: 1.000 Euro Margin zum Eingehen einer CFD-Position im Wert von 10.000 Euro des Basiswertes. Verändert sich der Basiswert um 5%, so ändert sich der Wert der CFD-Position um 500 Euro, d.h. der Trader erzielt (erleidet) in Bezug auf das eingesetzte Kapital (Margin) einen Gewinn (Verlust) in Höhe von 50 Prozent.

Die Hebelwirkung einer CFD-Position wirkt in beide Richtungen gleich. So kann der Trader eine Long-Position oder eine Short-Position eröffnen. Geht er in der Erwartung auf steigende Kurse im Basiswert eine CFD-Longposition ein und steigt dann der Kurs des Basiswertes, so wird beim Schließen der CFD-Position durch das entsprechende Gegengeschäft ein entsprechender Gewinn erzielt. Fallen hingegen die Kurse, so ist ein einsprechender Verlust zu verzeichnen.

Geht der Trader in Erwartung auf fallende Kurse im Basiswert eine CFD-Shortposition ein, wird eine CFD-Position verkauft. Fällt dann der Kurs des Basiswertes, so wird beim Schließen der CFD-Position ein Gewinn erzielt; steigt hingegen der Basiswert, erleidet der Trader einen entsprechenden Verlust.

Finanzierungskosten
Theoretisch kann der Trader die CFD-Postionen beliebig lange halten. Wenn die CFD-Position über Nacht gehalten wird, muss der Wert der CFD-Position zum Basiswert finanziert werden. Im Falle einer Longposition zahlt der Trader für das Darlehen eine Finanzierungsgebühr (Finanzierungszinsen). Im Falle einer Short-Postition erhält der Trader eine entprechende Zinsgutschrift.

Die Finanzierungszinsen fallen nur an, wenn die Long-Position über Nacht gehalten wird. Das bedeutet, es fallen keine Finanzierungskosten an, wenn die Position innerhalb desselben Handelstages (also intraday) wieder glattgestellt wird. Im allgemeinen fallen bei Rohstoffen und Währungen keine Finanzierungskosten an, soweit sich diese CFDs auf Termingeschäfte beziehen. Denn dann sind diese Kosten in den Terminkontrakten schon enthalten.

Als Bezugswert der Finanzierungsgebühr dient zumeist der EURIBOR-Zinssatz oder bei weltweiten Transaktionen der US-Tagesgeldzinssatz. Der jeweilige Bezugswert und der Zuschlag des CFD-Brokers zu diesem Bezugswert ist beim CFD-Broker zu erfragen. Die Finanzierungsgebühren sind abhängig von der Größe des Hebels.

Kontraktwährung
Die Kursangaben für CFDs erfolgen in der Währung des zugrundeliegenden Basiswertes. Dass kann zum Beispiel der Euro für deutsche Aktien oder der US-Dollar für Rohstoffe oder amerikanische Aktien sein.

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