Von den klassischen Kreditkarten sind die Prepaid-Kreditkarten abzugrenzen. Zur Zielgruppe für Prepaid-Kreditkarten gehören insbesondere Kinder und Jugendliche, Erwachsene mit negativem Schufa-Eintrag und vorsichtige Internet-Shopper.
1. Sicherheit bei Kreditkarten bedeutet Unbequemlichkeit
2. Ärger
um die Delle
3. Gebührenweltmeister bei den Bargeldautomaten
4.
Kundenkreditkarten von Warenhäusern und Verbrauchermärkten
5.
Höhere Preise durch Kreditkarte
6. Welche Kreditkarte?
7.
Feilschen mit Kreditkarte
8. Versicherungsschutz der Kreditkarte
9. Der
ungünstige Abrechnungskurs - Wirklich nur Zufall?
10. Bei Verlust
der Kreditkarte
1. Sicherheit bei Kreditkarten bedeutet Unbequemlichkeit
Es gibt immer mehr Kreditkartenbenutzer. Je mehr Kreditkarten es gibt, desto mehr Betrüger tummeln sich. Je größer die Zahl der Betrüger, desto größer der Zahl die Sicherungsmaßnahmen der Kreditkartenorganisationen und desto umständlicher wird die Handhabung der Kreditkarten. Besonders schlimm ist der zusätzliche Sicherheitsaufwand in den USA. Lange Wartezeiten wegen Überprüfung der Karte sind an der Tagesordnung.
2. Ärger um die Delle
Sehr bequem ist das Mieten eines Autos mittels Kreditkarte. Haben Sie schon einmal ein Auto mit einer kleinen Delle zurückgegeben und sich anschließend über die sehr hohe Belastung (Reparaturkosten) geärgert? Sie müssen sich dann mit der Autovermietung auseinandersetzen und nicht mit der Kreditkartenorganisation. Tip: Falls ein Schaden ohne Versicherungsschutz zu regulieren ist, sollte er vorher genau schriftlich fixiert werden. Gut wäre auch ein Foto.
3. Gebührenweltmeister bei den Bargeldautomaten
Bargeld aus dem Automaten - falls es funktioniert - kostet zwischen 3 bis 5 Prozent Gebühren. Bei ausländischer Währung wird häufig auch ein sehr ungünstiger Umtauschsatz zugrundegelegt. Der Zufall will es, daß bei den meisten hohen Abrechnungen die Belege vom Veräußerer zu einem Zeitpunkt eingereicht werden, an dem ein ungünstiger Devisenkurs zu verzeichnen ist. Ob dies Absicht, Zufall oder Irrtum ist, wissen nur einige Verantwortliche in den Kreditkartenzentralen.
Ein deutsches Softwarehaus kann aufgrund des Imports von US-Software über Jahre nachweisen, daß "zufällig" die hohen Belastungen mal früher, mal später abgerechnet wurden, je nachdem, wie die Entwicklung des Dollarkurses verlief.
4. Kundenkreditkarten von Warenhäusern und Verbrauchermärkten
Schon das OLG Koblenz (AZ XI ZR 128/90) hatte vor langer Zeit entschieden, daß in den AGB (=allgemeine Geschäftsbedingungen) enthaltene Schadensersatzansprüche bei Verlust und Mißbrauch der Karte unwirksam sind. Begründung: Die Unternehmen hätten die Möglichkeit, durch sofortige Sperrung der Karten einen Mißbrauch zu verhindern.
5. Höhere Preise durch Kreditkarte
Die Zahlung mit Kreditkarte führt zu Preiserhöhungen im Handel. Die vom Einzelhandel an die Kreditkartenorganisation zu zahlende Provision wird in der Warenpreiskalkulation als Kostenbestandteil erfaßt. Höhere Kosten erfordern höhere Verkaufspreise. Wenn ab sofort keiner mehr mit Kreditkarte bezahlt, würden entweder die Preise nachgeben oder die Gewinnmarge des Handels steigen.
6. Welche Kreditkarte?
Die preisgünstigsten Kreditkarten werden auch von den meisten Geschäften akzeptiert. Wegen ihrer großen Akzeptanz und der geringen Kosten sind daher Eurocard und Visa in der "Billig-Ausführung" zu empfehlen. Die Edelausführungen der Kreditkarten bringen keine fühlbaren Vorteile. Wer es für sein persönliches Ego braucht, sollte hingegen zur Luxuskarte von American Express oder Diner's greifen.
7. Feilschen mit Kreditkarte
Der Einzelhandel muß - abhängig von dem Kreditkartenunternehmen und des Umsatzes mit der Kreditkarte - zwischen zwei bis sechs Prozent Provision an die Kreditkartenorganisation abführen. Diese Kosten lassen sich einsparen. Die höchste Provision verlangt American Express. Beim Juwelier oder in der Boutique hilft daher manchmal die folgende Frage: "Geben Sie mir drei Prozent Barzahlungsrabatt, wenn ich "cash" statt mit American Express bezahle?"
8. Versicherungsschutz der Kreditkarte
Der angepriesene Versicherungsschutz ist größtenteils überflüssiger Schnickschnack. Der Versicherungsschutz bringt dem Verbraucher kaum etwas und ist vorwiegend ein Reklametrick. So greift der Versicherungsschutz nur, wenn die Rechnung mit der Kreditkarte beglichen worden ist. Wer zahlt jedoch schon eine Taxifahrt oder ein Hotelzimmer im voraus. Außerdem zahlen die Versicherer der meisten Kreditkartenunternehmen nur dann, wenn keine andere Versicherungsgesellschaft zahlt. Beispiel: Der mit der Kreditkarte gekaufte CD-Player ist in aller Regel in der Hausratversicherung enthalten. Außerdem ist die "Einkaufsversicherung" der Kreditkarte häufig auch auf einen bestimmten Zeitraum nach Kauf (z.B. 90 Tage) begrenzt.
9. Der ungünstige Abrechnungskurs - Wirklich nur Zufall?
Die Zahlung mit Kreditkarte in fremder Währung wird in Deutsche Mark umgerechnet. Entscheidend ist die Höhe des Umrechnungskurses. Bedingt durch das Schwanken des Wechselkurses für Devisen ergeben sich unterschiedliche Umrechnungskurse.
Jahrelange Beobachtungen von Kreditkartenabrechnungen und Gespräche mit Kreditkarteninhabern laufen häufig auf den gleichen "Zufall" hinaus. Hohe Ausgaben werden mit einem ungünstigen Kurs und niedrige Ausgaben mit einem günstigeren Kurs innerhalb des Abrechnungszeitraumes (Zeitraum zwischen Einreichung des Beleges und Ausstellung der Abrechnung) abgerechnet. Tests mit gleichzeitigen Barabhebungen bei der gleichen Bank sowie Rückfragen beim Handel über Einreichungsdatum haben gezeigt, daß der "Zufall" wohl nicht vom Aussteller oder Einreicher abhängt. Bei Bezahlung mit Eurocheck sind diese "Zufälle" nicht beobachtet worden.
Tipp: Wer nicht an den Zufall glaubt, sollte hohe Ausgaben mit Eurocheck statt Kreditkarte tätigen. Vielleicht gibt es sogar noch einen Barzahlungsrabatt. Schließlich braucht der Händler keine Provision an die Kreditkartenorganisation zu zahlen.
10. Bei Verlust der Kreditkarte
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