Im Zeitalter des Day-Trading und der Real-Time-Kurse kann nichts mit dem Internet als Informationsquelle mithalten. Eine Vielzahl von Börsensites informieren Anleger mit hochaktuellen Informationen, die breit gestreut werden. Ganz abgesehen von der Frage, warum diese Börsensites besser geeignet sein sollen, das Börsengeschehen zu beurteilen als andere, stellt sich die Frage nach dem Sinn von so manchen Informationen. Zum einen erfolgt ein Informations-Overkill und zum anderen wird nicht selten schon am nächsten Tag oder in den nächsten Tagen nahezu das Gegenteil von den Äußerungen der Vortage behauptet.
Wer Wirtschaftszeitungen mal sorgfältig durchblättert, finden zum Beispiel nicht selten widersprüchliche Aussagen in der gleichen Ausgabe zur Konjunkturentwicklung. "Mal verfestigt sich der Aufschwung" und einige Seiten vorher oder hinterher ist "die Konjunkturpflanze noch nicht am Blühen und es drohen Rückschläge".
Tipp für eine vorsichtige Anlage:
Denken Sie an die Gebühren beim An- und Verkauf von Aktien. Ein häufiges
Wechseln der Papiere kostet Geld. Meiden Sie grundsätzlich enge Märkte. Vergessen Sie Aktienempfehlungen für einen engen Markt (Freiverkehr und teilweise geregelter Markt). Schon eine etwas erhöhte Nachfrage treibt auf engen Märkten
die Kurse.
Als Leser eines Aktiendienstes gehören Sie nicht zu den ersten Käufern. Hören Sie nicht auf Hinweise in Chats und anderen Foren. In derartigen Foren werden Sie zum Kauf von Nebenwerten genötigt, die als Aktientipp bewusst in die Foren von Inhabern derartiger Papiere gestellt werden.
Enge Märkte sind generell gefährlich. Beispiel: Australische Goldminenaktien waren der Renner am Ende der 80er Jahre. Empfohlene Werte sind danach auf weniger als ein Zehntel des Höchstwertes gesunken. Außerdem sind Börsennotierungen bei diesen Titeln mit einem "T" für getaxt (geschätzt), mangels Umsatz, nicht selten.
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