Insidergeschäfte: Gewinn kassieren Insider

Kennen Sie noch Herrn Steinkühler. Ein Medienliebling wegen seines gewandten Auftretens. Herr Steinkühler war weltmännischer Gewerkschaftler. Er gehört zu den wenigen Insidern, die erwischt werden. Die Nutzung von Insider-Informationen wird aber in Detuschland auch von vielen als Kavaliersdelikt angesehen.

Wer erwischt wird, dem drohen in Deutschland auch keine gravierenden Sanktionen. In den USA werden hingegen schon mal Börsenmakler - an Ketten gefesselt - aus der Wallstreet abgeführt. Dies war auch der New York Times schon mal ein Foto auf der Titelseite wert.

Einen Teil des Gewinns kassieren mithin Insider. Insidergeschäfte gibt es leider überall, insbesondere jedoch im Bankensektor. Beliebt ist der Vorkauf. Vor Veröffentlichung empfohlener Aktien und Optionsscheine kaufen die Insider selber oder andere Personen kaufen für die Insider die zur Empfehlung vorgesehenen Papiere.

ACHTUNG:Besonders müssen Sie aufpassen bei Nebenwerten mit wenig Umsatz. Hier bewirken schon geringe Umsätze eine Kursveränderung. Anlegerinformationen (Newsletter, Finanzzeitschriften, Internetforen und Chat-Räume usw.), die häufig Nebenwerte empfehlen, sind ein ideales Feld für Insidergeschäfte.

Selbst wenn keine Insider in Redaktionen oder Banken "abzocken", ist bei Empfehlungen von engen Werten besonders aufzupassen. Es reicht schon, wenn jemand in der Satztechnik oder in der Druckerei diese Vorabinformationen mit höheren finanziellen Beträgen gewinnbringend einsetzt. Der Leser von Anlegerinformationen ist immer der Letzte in dieser Kette. Fast so, wie bei einem Kettenbrief.

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