Welcher Anlegertyp bin ich?

Kaum ein Anleger hinterfragt intensiv das eigene Anlageverhalten. Dieser Teil wird daher auch häufig von potenziellen Geldanlegern übersprungen, weil die Inhalte als überflüssig angesehen werden. Für viele Personen trifft dies auch zu. Wer jedoch seine eigene Einstellung zur Anlage von Geld und Sparkapital prüfen möchte, dem werden hier einige Hinweise zur Bestimmung des eigenen finanziellen Standortes gegeben.

Dieser Teil wendet sich an Anleger, die ihre Einstellung zu ihren finanziellen Motiven, der Risikomentalität und ihren Zielen für eine persönliche Vermögensplanung prüfen möchten. Spezifische Produkte der Geldanlage werden in diesem Teil nicht erläutert. Es soll hingegen das Finanzbewusstsein und der Blickwinkel auf Finanzgeschäfte geschärft werden. Eine der ersten Fragen heißt daher:

Einstellung Geldanlage
- Einleitung / Anlegertyp
- Anlageziele wofür?
- Kosten im Griff behalten
- Risikostreuung
- Vermögens-Inventur
- Finanzamt und Zulagen
- Grundregeln zur Geldanlage
- Preisvergleiche konsequent
- Finanzbewusstsein
- Finanzwissen

- Kriterien der Geldanlage
- Timing der Geldanlage
- pauschale Beurteilung
- Bankberater / Verkäufer
- Honorarberatung
- Vermögensverwaltung

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Welcher Anlegertyp bin ich?
Eine persönlich zugeschnittene Anlagestrategie kann nur derjenige entwickeln, der sich möglichst objektiv und richtig einschätzt. Die Grundfrage lautet daher: Was bin ich generell überhaupt für ein Anlegertyp? Wieviel Risiko bin ich bereit einzugehen und zu ertragen? Es gilt hier die eigene Risikobereitschaft und das Sicherheitsbedürfnis generell - und nicht bezogen auf einzelne Anlage- oder Vorsorgemaßnahmen - abzuwägen. Die jeweilige Einschätzung "Risiko zu Sicherheit" der einzelnen Geldanlage oder Vorsorgemaßnahme ist erst später vorzunehmen.

Welche Anlagekriterien sind mir wichtig?
Neben der Einschätzung des Sicherheitsbedürfnisses kann der unerwartet erforderliche Zugriff auf das Geld ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Geldanlage sein. Siehe hierzu den Artikel Die 3 Kriterien der Geldanlage. Sicherheit, Rendite, Verfügbarkeit und ggf. auch Bequemlichkeit sind generell Kriterien für die Bestimmung des Anlegertyps. Im Anlegerfahrplan können dann für die einzelne Geldanlage Sicherheit- und Renditeaspekte neu bestimmt werden.

Höhere Rendite = Höheres Risiko: Jeder kennt diese Formel und trotzdem rutschen viele Sparer wegen erhoffter Mehrrendite in die Risikofalle. Dass die Eingehung von Risiken viel Geld kosten kann, mussten auch staatliche Anteilseigner erfahren. Man denke nur an die IKB oder an die Sachsen LB während der Subprime-Krise. Versuchen Sie gültige Anhaltspunkte für die Einschätzung des eigenen Riskoprofils zu finden.

Hinweise zur Einschätzung als Anlegertyp
In aller Regel werden Sie zu der großen Anlegertypklasse gehören, die wir hier "Normalos" nennen. Von den "Normalos" sollen hier ausdrücklich abgegrenzt werden: "Die Indexer" und "Die Spieler". Der "reine Indexer" verfolgt konsequent eine sehr langfristig angelegte Anlagestrategie über Indizes verschiedener Risikoklassen ohne andere Einflüsse zu berücksichtigen. Mit dem Begriff "Spieler (Zocker)" soll der Hobby-Trader oder Super-Spekulant bezeichnet werden, der einen hohen Teil seines Vermögens für sehr risikoreiche Anlagen und "Stock-Picking (einzelne Aktien)" einsetzt. Die Normalos wollen wir einteilen in die folgenden 3 Klassen:

  1. Sicherheitsanleger (risikoscheu): Schwerpunkt liegt auf Tagesgeld, Festgeld, Bundeswertpapiere, klassische Lebens- und Rentenversicherung
  2. Mischtyp (riskobegrenzend): Tagesgeld, festverzinsliche Wertpapiere, Aktienfonds, fondsgebundene Rentenversicherung
  3. Risikoanleger (risikofreudig und spekulativ): Aktien, Branchen-Aktienfonds, Aktienanleihen, Zertifikate, Fremdwährungen

Auch ein "Mischtyp" kann zum Beispiel risikofreudig mit einzelnen Aktien spekulieren. Es darf aber nur ein kleiner Teil des Vermögens sein. Und er sollte "innerlich vom Typ bereit" sein, ohne Probleme einen deutlichen Kursrückgang (zumindest vorübergehend) hinzunehmen.

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