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Anleihen: Variabel verzinsliche Wertpapiere - Gleitzinsanleihen
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Gleitzinsanleihen
Mit Gleitzinsanleihen werden als Oberbegriff Wertpapiere bezeichnet, deren Zinshöhe durch einen bestimmten Zinstrend laufend neu bestimmt wird. Gleitzinsanleihen sind in der Regel an der Börse gehandelte Wertpapiere mit einer festen Laufzeit und variierenden Zinssätzen. Zu den "echten" Gleitzinsanleihen gehören zum Beispiel der
Floater oder "unecht" die Stufenzinsanleihe (
Step-Up-Anleihe) oder die Kombizinsanleihe.
Der Reverse-Floater ist mithin eine Form der umgekehrten Gleitzinsanleihe. Zumeist erfolgt die Koppelung an einen Referenzzinssatz. Dieser Referenzzinsatz orientiert sich am kurzfristigen Geldmarkt. als Basis dient vorrangig der 3- oder 6-Monats-Euribor.
Euribor ist die Abkürzung für Euro Interbank Offered Rate. Dieser Zinssatz wird börsentäglich aus den Handelsaktivitäten am Euro-Geldmarkt ermittelt. Die Banken geben zur Bestimmung des Euribor ihre Handelsumsätze im Interbanken-Handel für diese Laufzeit in einen Datenpool auf.
Mit der Staffelanleihe oder Stufenzinsanleihe werden Wertpapiere bezeichnet, deren Zinssatz sich zu fest vorgegebenen Zeitpunkten verändert. Er steigt oder fällt im Zeitablauf. Die Konditionen sind in den Emissionsbedingungen festgehalten. Hierzu zählen auch die Bundesschatzbriefe des Typs A und B. In manchen Wirtschaftslexika und Fachbüchern werden Staffelanleihe und Stufenzinsanleihe auch zu den Gleitzins-Wertpapieren gerechnet. Dies ist etwas unpräzise. Sie werden daher auch an dieser Stelle nur als "unechte" Gleitzinspapiere klassifiziert.