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| Geldanlage: Investmentfonds - Indexfonds | |
Bedingt durch den kostengünstigen Erwerb und der relativ geringen Volatilität stellen sie eine attraktive Alternative zu anderen Anlageformen dar. Die teure Analyse von Unternehmen und der Entwicklung von Branchen und des wirtschaftlichen Umfeldes entfällt. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich auch Indexzertifikate, die nicht gemanagt und daher nahezu gebührenfrei sind. Bei näherer Betrachtung sind Indexzertifikate für Privatanleger allerdings nur "zweite Wahl".
Weil bei Indexfonds kein aktives Management erfolgt, sind die Managementgebühren (Total Expense Ratio; kurz TER) der Indexfonds deutlich niedriger als die von aktiv gemanagten Investmentfonds. Aus diesem Grund haben Banken oft kein großes Interesse an dem aktiven Vertrieb von Indexfonds. Der Großteil der Indexfonds wird als Exchange Traded Funds (ETF) angeboten. Es gibt aber auch Indexfonds, die als konventionelle Fonds aufgelegt wurden.
Zu unterscheiden sind sogenannte "indexnahe Fonds" und die klassischen Indexfonds. Die klassischen Indexfonds bilden den Index vollkommen 1:1 ab. Bei indexnahen Fonds stimmt die Anzahl der im Fonds enthaltenen Aktien oder deren Gewichtung nicht 1:1 mit dem Index überein. So kann es sein, dass die Gewichtung einer einzelnen Aktie im Index zu stark ist und Gesetz oder Fondsbestimmungen vorsehen, dass eine einzelne Aktie nicht mehr als 10% im Gesamtportfolio des Fonds ausmachen dürfen. In diesen Fällen wird versucht, den Index weitgehend nah abzubilden, indem ein Wert mit ähnlicher Entwicklung erworben wird.
Wegen der starken Nachfrage nach Indexfonds haben Analyseunternehmen und Ratingagenturen das Rating für ETF in ihr Programm aufgenommen. Die Analyseplattform Fund Explorer hat so erhebliche Konkurrenz für das Rating von Indexprodukten und ETFs erhalten. Bisher deckten Rating-Agenturen ETFs zumeist innerhalb der Listen für aktiv verwaltete Investmentfonds ab. Da ETFs ausdrücklich keinen Mehrertrag gegenüber dem Index erzielen, sondern den Index so genau wie möglich abbilden, wird sich die Bewertung mehr auf Transparenz und Gebühren erstrecken.
Fazit: Der kostengünstige Erwerb, die im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds guten Ertragschancen und die einfache Form der Verfolgung der Wertentwicklung sorgen dafür, dass auch in Deutschland Indexfonds immer mehr nachgefragt werden. Abhängig von der individuellen Risikobereitschaft ist dann vom Anleger zu entscheiden, auf welchen Index er setzen will.
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