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Finanzderivate: Zertifikate / Optionsscheine / Kurskontrakte / Futures     bei Finanztip.de
Zertifikate: Indexzertifikate - Grundlagen

Index-Zertifikate

Indexzertifikate glätten gegenüber dem Erwerb einer Einzelaktie mögliche Ausschläge nach oben und nach unten in der Kursentwicklung. Sie bilden die Wertentwicklung eines zugrunde liegenden Index ab und ermöglichen eine breite Streuung auch bei kleineren Anlagebeträgen. Wegen der parallelen Entwicklung zum zugrunde liegenden Index reicht der Blick auf den Index, um die Wertentwicklung des Zertifikats zu verfolgen. Sie sind daher besonders geeignet für konservative Aktien-Anleger, die nicht in Einzelaktien investieren möchten.

Ein Indexzertifikat kann eine unbegrenzte oder eine zeitlich befristete Laufzeit beinhalten. Endlos-Zertifikate sind Index-Zertifikate ohne Laufzeitbegrenzung. Zusätzlich zur Veräußerung an den Börsenplätzen kann der Anleger zu bestimmten Zeitpunkten (siehe im Verkaufsprospekt des Emittenten) seine Zertifikate verkaufen.

Ein Indexzertifikat steht in einem festen Bezugsverhältnis (z.B. 1:10 oder 1:100) zum Indexstand. Steigt der zugrunde liegende Basiswert (Underlying), steigt parallel auch der Wert des Zertifikats und bei einem Absinken des Index vermindert sich entsprechend der Wert des Indexzertikats. Bei einem Reverse-Indexzertifikat (Short- oder Bear-Zertifikat) erwartet der Anleger sinkende Aktienkurse. Fällt mithin der Index, steigt das Zertifikat im gleichen Verhältnis an Wert.

Basiswerte sind DAX, MDAX, TecDAX, DJ Euro Stoxx 50, Dow Jones Industrial Average, Nasdaq 100 sowie Nikkei 225. Sofern das Indexzertifikat sich auf einen Nicht-Euro-Index bezieht, besteht ein Währungsrisiko, aber auch eine Währungschance. Ein Indexzertifikat auf den Dow Jones beinhaltet mithin auch eine Währungsspekulation, es sei denn, der Umrechnungskurs wäre schon vorher festgelegt (Quanto-Zertifikat). Aktienzertifikate, die ein Währungsrisiko ausschließen, werden meist mit dem Zusatz 'Quanto' gekennzeichnet. Bei einem als Quanto gesichertem Aktienzertifikat wird der Umrechnungskurs schon im Vorfeld festgelegt.

Performance- oder Kursindex
Beim Index ist zu unterscheiden, ob es sich um einen Performance-Index oder einen Kurs-Index handelt. Bei einem Performance-Index fließen sämtliche Dividenden und Erlöse aus Bezugsrechten in den Indexstand mit ein. Als Folge kann der Index aufgrund von Dividendenzahlungen selbst dann steigen, wenn sich der Kurs der im Index enthaltenen Aktien nicht erhöht. Bei einem Kursindex zählt nur die Entwicklung des Index. Die Kursindizes zeigen den Kurs der Aktien (nach Dividendenzahlungen und Bezugsrechten).

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Indexfonds oder Indexzertifikat
Indexfonds sind entweder "managed fonds", d.h. bei einem Indexfonds fallen "spürbare" Management- und Verwaltungskosten an oder es handelt sich um passive (börsennotierte) indexabhängige Fonds ohne aktives Fondsmanagement. Dividenden stehen bei einem Indexfonds - auch bei einem Kursindex - dem Anleger zu. Im Konkursfall ist der Fondsinvestor besser geschützt. Indexfonds stellen Sondervermögen dar, worauf ein Konkursverwalter nicht zugreifen kann. Siehe hierzu auch weiteren Artikel.

Bei einem Indexzertifikat kann es passieren, dass bei Zahlungsschwierigkeiten des Emittenten die Rückzahlung gefährdet ist. Anleger, die zum Beispiel Zertifikate von "Lehman Brothers" erworben hatten, kennen diesen Unterschied zur Genüge.

Verwandt: Zertifikate - Grundlagen

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