| Investmentfonds: Fondsdatenbank - Fonds - Fonds-Ratgeber bei Finanztip.de |
| Geldanlage: Investmentfonds - Anlegertyp | |
Der bequeme Fachmann und der Laie
Anleger, die sich nur ungern mit ihren Finanzanlagen auseinandersetzen, möchten hierfür wenig Zeit aufwenden. Ein Vorteil von Investmentfonds ist der geringe "Betreuungsaufwand" für die Geldanlage. Auch finanzunkundige Anleger neigen zu Fondsanlagen und zum Fondssparen, weil sie die Entscheidung für die Einzelanlagen (im Rahmen der Fondsbedingungen) in professionelle Hände legen wollen.
Der vorsichtige und der konservative Anleger
Anleger mit einer konservativen risikoarmen Anlageausrichtung nutzen Investmentfonds zur Risikostreuung. Die Direktanlage in verlustbringenden Einzelinvestments wird so vermieden. Durch die Streuung wird im Rahmen breit streuender Fonds in viele, zum Teil über 100 verschiedene Vermögensgegenstände (hier: Aktien) investiert. Einzelne "Fehlgriffe" haben so keine gravierend großen Nachteile.
Die Risikostreuung ist eines der Grundprinzipien der klassischen Investmentfonds-Philosophie. Durch Diversifizierung in der Anlage (Anleihen, Aktien, Rohstofffe usw.) machen sich starke Schwankungen in einzelnen Kapitalmärkten nicht so stark bemerkbar. Ein wichtiges Hilfsmittel ist dabei die Einteilung in Investmentfonds nach Risikoklassen.
Der Sparer mit dem etwas kleineren Vermögen
Eine Anlage in einen Investmentfonds hat den Vorteil, dass selbst mit geringem Kapitaleinsatz eine breite Streuung des investierten Vermögens erzielt werden kann. Dadurch kann sich bereits eine Investmentfonds-Anlage bei kleineren einmaligen Anlagesummen oder regelmäßigen Ansparraten lohnen. Der Sparer mit dem kleineren Vermögen sollte schon aus Risikogründen kein Einzelinvestment in ein oder zwei Aktienwerte eingehen.
Der Optimist
Von wenigen Fonds, wie zum Beispiel Hedge- oder Futurefonds abgesehen, werfen Investmentfonds nur Erträge in steigenden Märkten ab. Bei fallenden Preisen (Kursen) oder in längeren Seitwärtsphasen ist mit ihnen keine attraktive Rendite zu erzielen. Wer langfristig in einen Fonds investiert, geht daher von einer positiven Entwicklung des jeweiligen Umfeldes aus. Wer in der Zukunft deutlich fallende Preise erwartet, wird hingegen nicht in diesen Bereich investieren.
Der Steuersparer
Zins- und Dividendenzahlungen führen bei Investmentfonds zu steuerpflichtigen Erträgen, die bis zum 31.12.2008 zum persönlichen Steuersatz zu versteuern waren. Erträge aus bestimmten Finanzinnovationen, insbesondere Zertifikate, können nach Ablauf der Spekulationsfrist bis zur Einführung der Abgeltungsteuer noch steuerfrei vereinnahmt werden. Der Investmentfondsanleger ist mithin kein ausgeprägter Steuersparer. Seit dem 01.01.2009 schlägt die Abgeltungssteuer bei einer Auszahlung an den Fondsanleger in voller Höhe zu. Lediglich vor dem 1. Januar 2009 erworbene Fondsanteile fallen unter den Bestandsschutz.
|
|