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Die Empfehlung muss keinesfalls schlecht sein. Der Anleger sollte sich allerdings vor der Entscheidung über die Vor- und Nachteile einer bestimmten Fondsinvestition ausreichend informieren. Besonders wichtig: Bevor man sich in Details zu einem bestimmten Fonds verliert, sollte man sich zunächst fragen, ob man vom Anlageverhalten überhaupt ein "Kandidat" für diese Fondsanlagen ist. Mehr zu Anlegertyp für Investmentfonds. Die grundsätzliche Frage lautet: "Was ist mein Anlageziel"?
Soll ein Einmalbetrag eingezahlt werden oder steht das Investmentsparen im Vordergrund? Wenn Sie sich grundsätzlich für die Fondsanlage entschieden haben, welche Fondsart soll es denn sein? Aktien-, Renten-, gemischte Fonds oder Immobilienfonds? Fonds ist nicht gleich Fonds. Außerdem ist noch nach anderen Kriterien zu unterscheiden (z.B. nationale oder internationale Ausrichtung, einschließlich spezieller Länderfonds).
Vorentscheidung prüfen und treffen
Für den gewissenhaften Anleger stellt sich die Frage der Fondswahl ohnehin erst zum Schluss. Vorher sollte sich der Anleger folgende Fragen stellen:
Wann kommt ein Investmentfonds in Betracht?
Faustregel: Je internationaler und indexungebundener die Anlage sein soll, desto eher ist eine Fondsinvestition zu empfehlen. Das klassische Beispiel für eine Fondsinvestition ist die internationale Aktienanlage.
Wer aus Risikogründen Aktien und Rentenpapiere mischen will, ist ein Kandidat für einem Mischfonds. Das professionelle Fondsmanagement fällt bei gemischten Fonds, die in Aktien und in Renten anlegen, die Entscheidung, ob die Zeit und die Märkte günstig für Aktien oder für Renten sind.
Erstaunlich ist allerdings, dass nicht wenige gemischte Fonds in der Vergangenheit relativ geringe Erträge erwirtschaftet haben. Von professionellen Fondsmanagern kann man gerade bei gemischten Fonds mehr erwarten. Allerdings ist auch zu beachten, dass viele Fonds in ihren Anlagerichtlinien Mindestanteile von Aktien und Renten vorschreiben oder den schnellen Wechsel von Renten in Aktien erschweren.
Einmalige Einzahlung oder Fondssparplan?
"Im Einkauf liegt der Gewinn". Dies bedeutet, dass Chance und Risiko des richtigen oder falschen Timings (wegen hoher oder niedriger Kaufkurse) beim einmaligen Kauf von Investmentfondsanteilen höher sind als bei einem Fondssparplan mit monatlichen Beitragszahlungen über einen langen Zeitraum. Ein Fondssparplan wendet sich vor allem an Sparer, die langfristig ein Vermögen für die eigene Altersvorsorge aufbauen. "Gekniffen" sind hingegen Fondssparer, die bereits seit vielen Jahren für ihr Alter vorsorgen und nun mit der Abgeltungsteuer belastet werden.
Die Kosten bei einem Fondsinvestment
Der Ausgabeaufschlag ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkauf eines Investmentfondsanteils. Der Ausgabeaufschlag ist von Fonds zu Fonds verschieden. Direktbanken und freie Fondsvermittler vertreiben rund 7000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Aber auch beim Aktienfondskauf ohne Ausgabeaufschlag sind die Kosten wegen der jährlichen Verwaltungsgebühren höher als die beim direkten Aktienkauf anfallenden Spesen. Derartige Verwaltungskosten sehen viele Fondsanleger überhaupt nicht, weil sie bereits als Kostenbestandteil den Gewinn mindern. Schon allein wegen der Zahlung eines Ausagabeaufschlages eignet sich ein professionell geführter Investmentfonds nur für eine mittelfristige oder langfristige Anlage.
Der Zufall ist besser
Investmentfonds rühmen sich ihrer Performance. Der Zufall ist jedoch der bessere Fondsmanager. Aus dem 30 Aktien umfassenden Deutschen Aktienindex (DAX) wurden in mehreren Untersuchungen nach dem Zufallsprinzip eine Handvoll Aktien ausgesucht. Es wurde die Wertentwicklung dieser zufällig ausgewählten Aktien mit der Leistung der in diesem Marktsegment anlegenden Investmentfonds verglichen. Ergebnis: (Die Mehrheit der Aktienfonds schnitt schlechter ab als der Zufall).
Wie und wo sollen Fonds gekauft und verkauft werden?
Investmentfonds können bei jeder Bank- oder Sparkasse gekauft werden. Insbesondere für unkundige Anleger ist der vertrauensvolle Bankberater der Ansprechpartner. Allerdings ist diese Form des Ankaufs mit den höchsten Nebenkosten verbunden. So fällt beim Kauf in der Hausbank "vor Ort" zumeist der volle Ausgabeaufschlag an, der bei Aktienfonds durchaus 5% betragen kann. Bei größeren Anlagebeträgen lassen viele Bankberater mit sich handeln. Allerdings werden in der Beratung vorwiegend hauseigene Produkte empfohlen.
Weitaus günstiger ist der Erwerb von Investmentfonds-Anteilen bei Direktbanken und Discountbrokern sowie Fondsvermittler und Fondsboutiquen. Der Erwerb bei einer Direktbank, einem Discountbroker oder einer Fondsboutique kann in Bezug auf den Ausgabeaufschlag sehr viel günstiger sein. Der Ausgabeaufschlag wird entweder stark rabattiert oder entfällt komplett.
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