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Es besteht ein vermindertes Verlustrisiko für den Käufer, allerdings muss er dafür einen sogenannten "Spread" hinnehmen, mit dessen Hilfe der Emittent sein Risiko abdeckt. Als Spread bezeichnet man die Geld/Brief-Spanne, also den Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Dabei ist zu beachten: Der Kurs des Zertifikates kann während der Laufzeit unter den Ausgabekurs fallen und die garantierte Rückzahlung gilt nur zum Ende der Laufzeit des Zertifikates. Die Risiko-Minimierung wird daher mit einer unterdurchschnittlichen Teilnahme an etwaigen Wertsteigerungen erkauft.
Die Finanz-, Banken- und Staatsschuldenkrise hat zu einem Rückgang der Anleger in ihren Investments in Kapitalschutz-Zertifikate geführt. Über das Marktvolumen von derivatven Wertpapieren berichtet regelmäßig der Deutsche Derivate Verbank. So entfielen zu Beginn des Jahre 2012 in Finanzderivate nach der Definiton des Derivate-Verbandes nur noch rund 20% auf Kapitalschutz-Zertifikate. Das investierte Kapital in diese vom Anleger im Prinzip präferierte Zertifikate-Form hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 11% vermindert. Klarer "Marktführer" sind Strukturierte Anleihen mit rd. 50% und mit starkem Abstand folgen Kapitalschutz-Zertifikate (rd. 20%).
Schätzen Sie die Gewinnmöglichkeiten realistisch ein. An der Börse gibt es nichts geschenkt, schon gar nicht einen Kapitalschutz. So können die realistisch zu erwartenden Chancen eines Zertifikats ohne Verlustrisiken zwar deutlich über den Anleiherenditen liegen. Gegenüber einem direkten, ungesicherten Aktienmarktinvestment ist aber ein gewisser Verzicht bei den Ertragsaussichten (z.B. hinsichtlich Dividenden) unvermeidlich. Überprüfen Sie auch, ob andere Instrumente mit großen Risikopuffern Ihr Sicherheitsbedürfnis nicht ebenso ausreichend befriedigen können. Denn die Performance-Chancen sind hier in aller Regel größer.
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