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Finanzderivate: Zertifikate / Optionsscheine / Kurskontrakte / Futures     bei Finanztip.de
Derivate: Knock-outs - Hebelprodukte

Knock-outs / Knock-Out-Produkte

Knock-outs sind spezielle Terminkontrakte, die in ihrer Form börsengehandelten Futures ähneln. Die Namensfindung für die angebotenen Produkte der Banken und Finanzdienstleister ist äußerst kreativ. Generell wird daher der Begriff "Knock-outs" verwendet. Manche Knock-outs werden mit einer begrenzten Laufzeit (zumeist 15 Monate), andere mit unberenzter Laufzeit angeboten.

Ein Knock-Out erlaubt dem privaten spekulativen Anleger mit einem Terminkontrakt (Futures) in Form von Wertpapieren zu handeln. Der private Anleger kann sowohl auf steigende, als auch auf fallende Kurse von Aktien, Indizes, Rohstoffen oder Währungen setzen. Die Zielrichtung ähnelt den Optionsscheinen.

Knock-outs beziehen sich wie Optionsscheine auf einen Basiswert (Underlying). Typische Basiswerte sind: Aktien, Aktienindizes, Branchen, Länderregionen, Zinsen, Währungen, Rohstoffe. Mit Bull- und Long-Knock-outs spekulieren Besitzer auf steigende Kurse des Basiswerts während Bear- und Short-Knock-outs bei fallenden Kursen den Gewinn bringen sollen.

Knock-outs sind besondere Finanzwetten, weil sie im Gegensatz zu den Optionsscheinen eine Schwelle (Basispreis) beinhalten, bei deren Erreichen der Terminkontrakt verfällt. Dies ist auch das Primärrisiko einer Anlage in ein Knock-out-Investment. Auch spekulative Anleger sollte daher eine Portion "Zockermentalität" mitbringen. Der Knock-out droht, wenn (bei Bull-Papieren) die Schwelle unterschritten oder bei Bear-Papieren überschritten wird.

Knock-out-Papiere entwickeln sich (fast) analog zu ihrem zugrunde liegenden Basiswert. Wegen der ausgeprägten Hebelwirkung ist der Effekt prozentual wesentlich stärker. Die Hebelwirkung ergibt sich daraus, dass das Hebelprodukt wesentlich weniger kostet als der Basiswert. Je näher der Kurs des Basiswertes dem Basispreis kommt, desto größer ist der Hebeleffekt.

Im Gegensatz zu einem Optionsschein kennt ein Knock-out als Hebelprodukt nur wenige Kennzahlen zur Bestimmung des Preises. Der innere Wert eines Knock-out (hier: Long-Papier) ergibt sich aus dem aktuellen Kurs des Basiswertes minus Basispreis (Knock-out-Schwelle). Bei einem Short-Papier entsprechend umgekehrt. Der Emittent lässt sich die Ausgabe bei einem Bull-Papier als Aufgeld bzw. bei einem Bear-Papier als Abgeld vergüten. Die Knock-out-Schwelle ist bei der Ausgabe bestimmt worden. In der Regel wird das Knock-out-Papier bei Erreichen der Schwelle wertlos. Einige Knock-outs enthalten eine Stopp-Loss-Schwelle oberhalb des Basispreises. Bei diesen Hebelprodukten wird ein festgelegter Restwert bei Erreichen des Stopp-Loss-Wertes zurückgezahlt.

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