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Es gibt kaum Anleger, die mit einem Investment in Medienfonds zufrieden waren. Viele Initiatoren von Medienfonds konnten ihre Prognosen bei weitem nicht einhalten. Betrug und Medienfonds gingen häufig einher. Wenn Sie hier bei Finanztip.de oder im Web nach dem Begriff "Medienfonds" suchen, werden Sie viele Artikel finden, bei denen es um Schadensersatz wegen Falschberatung geht. Stellvertretend für viele Verfahren sei hier verweisen auf:
Ein Artikel in der Welt am Sonntag vom 6. Dezember 2009 beschreibt umfassend die Problematik zur Nichtanerkennung von steuerlichen Verlusten bei verschiedenen Medienfonds. Hier ein Auszug:
Bei den leasingähnlichen Medienfonds der Hannover Leasing, KGAL und LHI hat die Finanzverwaltung die steuerlichen Verluste gestrichen. ... Betroffen sind hier 50.000 Anleger, die in den Jahren 1998 bis 2005 rund 4,5 Milliarden Euro angelegt haben. Die leasingähnlichen Filmfonds prognostizierten neben den moderaten laufenden Leasinggebühren für die Nutzung der produzierten Filme eine vergleichsweise hohe Abschlusszahlung für den von Anfang an vereinbarten Verkauf der Filmrechte. Diese Abschlusszahlung wurde durch die Schuldübernahme einer Bank garantiert. In dieser Schuldübernahme sieht die Finanzverwaltung anders als früher ein abstraktes Schuldversprechen der Bank. Das hat zur Folge, dass der sogenannte Barwert der von den Banken garantierten Zahlung gewinnerhöhend angerechnet wird. Damit gehen aber die begehrten steuerlichen Anfangsverluste, die den Anlegern bereits vor Jahren zugerechnet wurden, verloren. Quelle: Welt Online
Die Medien-Industrie ist ein Riesenmarkt. Filme, Videospiele, Musik und andere Multimedia-Inhalte werden auch in Zukunft weltweit produziert. Auch in Deutschland soll die deutsche Filmwirtschaft weiter gefördert werden. So sollen zum Beispiel Bedingungen geschaffen werden um Privatinvestitionen in Filmproduktionen in Deutschland zu verbessern. Ob es jemals noch zu einer Revitalisierung der Medienfonds, sprich steuerliche oder andere deutliche Form der Förderung von deutschen Filmproduktionen kommt, ist jedoch stark zu bezweifeln. Wie es daher bei Medienfonds weitergehen wird, ist abzuwarten.
Fazit: Die Umsätze von Computer- und Videospielen übersteigen mittlerweile deutlich die Umsätze der Filmwirtschaft. Die Entwicklung hochwertiger Videospiele steigt schnell in 7- bis 8-stellige Bereiche. Daher werden zunehmend auch Gamesfonds und Videospielfonds angeboten. Im Gegensatz zu Musikfonds und Filmfonds etablieren sich daher immer mehr Gamesfonds. Die Produktidee steht häufig noch nicht ganz fest. Ein Gamesfonds geht daher auch in Richtung Blindpool-Fonds, bei dem die finanzierten Projekte noch nicht endgültig feststehen. Ein Anleger kann praktisch auch nie die Aussichten bei der Entwicklung von Computerspielen oder Videospielen einschätzen.
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