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Finanzderivate: Zertifikate / Optionsscheine / Kurskontrakte / Futures     bei Finanztip.de

Die modernen Analyseinstrumente

Die Berechnung von Aufgeld, Break Even und des einfachen Hebels bezieht sich immer nur auf Kursszenarien am Verfallstag des Optionsscheines. In der täglichen Anlagepraxis jedoch werden Optionsscheine fast immer vor ihrem Verfallsdatum verkauft. Nur die wenigstens Anleger behalten ihre Optionsscheine bis zum Verfallsdatum. Für einen aktiver Optionsscheininvestor, der seine Positionen öfters und schnell auf- und abbauen will, haben die Szenarien am Verfallstag höchstens Informationscharakter.

Black und Scholes kommen ins Spiel
Folgenden Fragen sind sicherlich von grösserer Bedeutung: Wie ist der Wert eines Optionsscheines innerhalb der Laufzeit einzuschätzen? Welchen Einfluss haben der Zeitwertverlust und Änderungen der erwarteten Schwankungsintensität des Basiswertes und eine Veränderung in der Zinslandschaft auf den Preis eines Optionsscheines? Die klassischen Analyseinstrumente können diese Fragen nicht beantworten. Um diese Probleme zu durchleuchten, sind die modernen Analyseinstrumente, welche die Basis für die moderne Optionspreisbildung darstellen, bestens geeignet.

Die Grundlage für diese Optionspreisberechnungen bildet die im Jahr 1973 von Black und Scholes entwickelte Optionspreisformel. Es liegt auf der Hand, dass diese Formel, für die im Jahr 1997 der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften überreicht wurde, einigermassen komplexe mathematische Formeln enthält.
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Mit Hilfe dieser Formel ist es für alle Marktteilnehmer gleichermassen möglich, den fairen Wert eines Optionsscheines auszurechnen. Häufig weichen die Preise jedoch vom solcher Art ermittelten fairen Wert ab. Deshalb kann der Anleger sehr rasch feststellen, ob ein Schein derzeit günstig bewertet ist oder nicht.

Enttäuschung für Mathefreaks
Zugegeben, im Optionsscheingeschäft steckt jede Menge Mathematik. Es ist aber absolut nicht notwendig, mathematische Formel durchzuarbeiten, um den Einfluss der wesentlichsten Faktoren auf den Optionspreis verstehen zu können. Zu diesen Faktoren zählen die Kursveränderungen des Basiswertes, die Laufzeit des Optionsscheines, die zu erwarteten Kursschwankungen des Basiswertes sowie die Marktzinsen. Der Auswirkung all dieser kursrelevanten Kennzahlen lässt sich mit Hilfe zahlreicher, oftmals von Optionsscheinemittenten frei im Internet angebotenen Szaenariorechnern überprüfen.

Verwandt: Einführung in die Welt der Optionsscheine

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