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Neben den Gewinnaussichten beim Prozess prüfen Prozessfinanzierer vor der Übernahme eines Rechtsstreits auch die Höhe des möglichen Gewinnes. Beträgt dieser zum Beispiel weniger als 50.000 Euro, wird die Auswahl eines Prozessfinanzierers schon schwierig.
Prozesskostenfonds
Über einen Prozesskostenfonds sammeln Prozessfinanzierer das nötige Kapital, um die zu übernehmenden Gerichtsprozesse auch finanzieren zu können. Das im Prozesskostenfonds eingesammelte Beteiligungskapital wird zumeist in einer Tochtergesellschaft des Initiators verwaltet. Durch die Finanzierung des Gerichtsverfahrens bieten Prozesskostenfonds dem Kläger die Möglichkeit einer Klageführung ohne Prozesskostenrisiko. Der Markt für Prozesskostenfinanzierung ist in Deutschland noch wenig entwickelt. So ist es für die Prozesskostenfonds nicht einfach lukrative Fälle zu finden.
Als Folge bleiben die echten Erlöse nicht selten weit hinter den prognostizierten Erlöse der Fonds zurück. Dieses Risiko haben viele Anleger falsch eingesetzt. Es ist sogar schwierig, ausreichend lukrative Verfahren zu finden und abzuschließen. Grundsätzlich überzeugt aber der Ansatz: Es werden nur die Prozesse übernommen, bei denen nach eingehender Prüfung auch ausreichend hohe Gewinnchancen bestehen.
Wer sich als Anleger an einem Prozesskostenfonds beteiligt, sollte sich insbesondere dieser offenen Flanke bewusst sein und sich neben den Gewinnaussichten auch über die besonderen Risiken des Geschäftsmodells im Klaren sein. Einen ersten Einblick liefert eine Zusammenstellung von Meldungen und Pressetexten zum Thema "Prozesskostenfonds". Bei Pressetexten ist aber natürlich auch zu bedenken, dass dies eine PR-Maßnahme ist und zum Beispiel von Anwälten gern zur Mandantengewinnung eingesetzt wird. Die Fakten sprechen aber trotzdem eine sehr deutliche Sprache.
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