Was sind Aktienanleihen?

In den letzten beiden Jahren haben Banken zahlreiche sog. "Aktienanleihen" emittiert. Zum Teil werden diese Anlageprodukte auch als "Yes-Anleihen" oder "Reverse-Convertibles" bezeichnet. Viele Anleger sind dabei dem Reiz eines hohen Zinssatzes erlegen. Dieser beträgt teilweise 20 % p.a..

Wegen des hohen und festen Zinssatzes suggerieren Aktienanleihen dem Investor eine sichere Anlage bei hoher Rendite. Das ist jedoch nicht der Fall. Vielen Anlegern war beim Erwerb nicht bewusst, das es sich in Wirklichkeit um ein riskantes Anlageobjekt handelt. Sie werden daher in der nächsten Zeit, wenn Ihnen Aktien geliefert werden, eine unangenehme Überraschung erleben.

Das Anlageprodukt "Aktienanleihe"
Aktienanleihen sind nur bedingt als "Anleihen" zu bezeichnen. In Wirklichkeit ist dieser Begriff eher irreführend. Bei Aktienanleihen handelt es sich nämlich um ein von Finanzingenieuren künstlich konstruiertes Anlageprodukt, welches sich aus mehreren Bausteinen zusammengesetzt. Zum einem bestehen Aktienanleihen aus einer hochverzinslichen Anleihe. Dies ist jedoch nur ein Teil des Gesamtprodukts. Der andere Teil ist ein Termingeschäft. Der Anleger in Aktienanleihen verkauft nämlich bei seiner Investition eine Option auf einen bestimmten Aktienwert. Mit anderen Worten: Der Erwerber von Aktienanleihen wickelt immer ganz automatisch ein Termingeschäft ab.

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