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| Anleihen: Strukturierte Anleihen - Grundlagen | |
Credit Linked Notes sind Wertpapiere, deren Rückzahlung abhängig vom Eintritt sogenannter Kreditereignisse bei einem oder mehreren Referenzschuldnern ist. Kann also der Referenzschuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, wird dieser Ausfall auf den Anleihegläubiger übertragen. Tritt kein Kreditereignis ein, kommt der Anleger in den Genuss einer attraktiven Rendite.
Corporate-Debt-Linked-Anleihen sind ebenfalls Finanzwetten nach dem gleichen Strickmuster mit anderem Namen. Kommt es bei nur einem der im Korb vertretenen Unternehmen (zum Beispiel mehrere DAX-Unternehmen) zur Zahlungsunfähigkeit, so wird die Anleihe nicht zum Nominalwert getilgt. Der Anleger erhält dafür entweder die nicht bediente Anleihe oder einen Barausgleichsbetrag, der dem Wert der Anleihe entspricht.
Daneben existieren viele weitere Anleihe-Erfindungen. Stellvertretend für viele kreative "Finanzwetten" unter dem Titel "strukturierte Anleihen" hier ein Zitat von der HVB / Unicredit zur Zins Collect Anleihe: Basierend auf einem Aktienkorb von 25 Titeln bietet die HVB Zins Collect Anleihe attraktive Zins-Chancen. Während die 20 Aktien mit der relativ besten Entwicklung mit 7 % in die Kuponberechnung einfließen, werden die übrigen 5 Aktien mit ihrer tatsächlichen Performance berücksichtig. Der Kupon ergibt sich aus dem Durchschnitt aller Werte. Sicher ist eine Mindestverzinsung von 1 % p. a. Der Clou: Übersteigt die Summe der gezahlten Kupons 14 %, so entspricht der Kupon für die restlichen Laufzeitjahre 7 % p.a., unabhängig von der Wertentwicklung der Aktien, bzw. des Aktienkorbes. Am Laufzeitende erhält der Anleger 100% des eingesetzen Nominalwertes zurückbezahlt.
Fazit: Ohne genaues Studium der Zusatzbedingungen (Emissionsbedingungen) sollte jeder Anleger die Finger hiervon lassen. Als kleine Depotbeimischung kann die Teilnahme an diesen Finanzwetten auch Sinn ergeben. Strukturierte Anleihen werden häufig von renommierten Emittenten auf den Markt gebracht. Die deutliche höhere Verzinsung trügt so manches Mal. Das zusätzliche Risiko wiegt zumeist schwerer. Bei einem Ausfall kann ein Privatanleger auch den Wertverlust steuerlich nicht geltend machen, während die höheren Zinserträge zu versteuern sind.
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