Übernimmt der Geschäftsführer einer GmbH gegenüber dem Gläubiger des Unternehmens eine selbstschuldnerische Bürgschaft, kann sich der Bürge nicht darauf berufen, der Bürgschaftsvertrag entspreche nicht den Formvorschriften des Verbraucherkreditrechtes.
Nach Auffassung des Bundesgerichtshofs ist das Verbraucherkreditrecht jedenfalls dann nicht auf eine Bürgschaft anwendbar, wenn diese zur Sicherung eines Geschäftskredites dient.
Urteil des BGH vom 21.04.1998 - IX ZR 258/97, RdW 1998, 334
| Verwandt: Verbraucherschutz beim Verbraucherdarlehensvertrag |
| Redaktionelle Anmerkung: Die folgenden Gesetze sind in das BGB übernommen worden: Gesetz über Allgemeine Geschäftsbedingungen (§§ 305-310 BGB sowie Unterlassungsklagengesetz), Haustürwiderrufsgesetz (§ 312 BGB und § 312a BGB, § 312f BGB, § 355 BGB, § 29c ZPO), Fernabsatzgesetz (§ 312b BGB und § 312d BGB, § 312f BGB, §§ 355-360 BGB), Teilzeit-Wohnrechtegesetz (§§ 481 bis 487 BGB) und Verbraucherkreditgesetz (§§ 491 bis 507 BGB, § 655a bis 655e BGB). |
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